Nachholspiele TuS Fürstenfeldbruck und VfL Gummersbach
30. November 2020
v.li.: Dominik Claus (SG BBM Bietigheim), Lukas Siegler (DJK Rimpar Wölfe), Christian Schäfer (SG BBM Bietigheim), 11.10.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - SG BBM Bietigheim
Interview Lukas Siegler
2. Dezember 2020

v.li.: Max Scheithauer (Dessau-Rosslauer HV 06), Yonatan Dayan (DJK Rimpar Wölfe), Lukas Böhm (DJK Rimpar Wölfe), Daniel Schmidt (Dessau-Rosslauer HV 06), David Kovacic (DJK Rimpar Wölfe), Tim Bielzer (Dessau-Rosslauer HV 06), 29.11.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Dessau-Rosslauer HV 06, DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.

Wölfe erkämpfen sich einen Punkt

Unentschieden gegen den Dessau-Roßlauer HV leistungsgerecht

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Nach turbulenten und extrem spannenden 60 Handballminuten trennten sich die Rimparer Wölfe und der Dessau-Roßlauer HV mit 21:21 Unentschieden. Beide Mannschaften hatten extrem dominante Phasen, aber verpassten es jeweils, den Sack zu zumachen. Alleine in der Schlussminuten gab es auf beiden Seiten Möglichkeiten auf den doppelten Punktgewinn, doch die beiden starken Torhüter vereitelten diese Chancen. Am Ende müssen beide Teams mit diesem Unentschieden leben.

Der Start in diese Partie gehörte klar den Wölfen. Man stand aggressiv in der Deckung und fand vorne im Angriff gute Lösungen. Steffen Kaufmann eröffnete die Partie mit einem Schlagwurf durch das Deckungszentrum der Gäste und brachte seine Mannschaft in der zweiten Spielminute mit 1:0 in Führung. Selbst durch zwei frühe Zeitstrafen gegen Abwehrrecken Philipp Meyer ließen sich die Hausherren nicht aus dem Konzept bringen. Trotz dieser harten Entscheidungen schaffte man es immer wieder mit zwei Toren in Führung zu gehen, wie beim 4:2 nach acht Minuten durch Kapitän Patrick Schmidt.

Auch angetrieben durch einen gut aufgelegten Andreas Wieser blieben die Wölfe in Front. Tommy Wirtz stellte in der 16. Spielminute per Siebenmeter auf 7:5. Doch in der Folge kam ein Bruch in die Begegnung. Auf Dessauer Seite setzte sich Max Emanuel immer häufiger durch und erzielte auch den 7:7 Ausgleich nach 19. Minuten. Bei den Wölfen lief in der Offensive nichts mehr zusammen und wenn doch etwas durchkam stand Philip Ambrosius im Weg. Der Schlussmann der Gäste kam am Ende auf starke 15 Paraden und knapp 42 % gehaltene Bälle.

Die Wölfe selbst blieben über 10 Minuten ohne eigenen Treffer und gerieten so immer weiter in Rückstand. Nach einem 0:6-Lauf gegen die in neongrün auflaufenden Hausherren stand es plötzlich 7:11 für den Tabellenzweiten aus Dessau. In der Abwehr agierte man nun etwas zu Passiv und ließ zu leichte Würfe aus dem Rückraum zu. Vorne wurden die Angriffsbemühungen zu zentriert vorgetragen und es fehlte an Durchschlagskraft gegen den immer besser stehenden Mittelblock der Bauhausstädter. 30 Sekunden vor der Pause konnte Yonatan Dayan nochmals auf 8:11 verkürzen.

 

Es war eine hart umkämpfte Partie, die von beiden Abwehrreihen dominiert wurde – Foto: Frank Scheuring /Foto2Press

 

Wölfen geraten zunächst deutlich in Rückstand

Nach dem Seitenwechsel sollte eine Aufholjagd gestartet werden und die Wölfe wollten sich zurück in die Partie kämpfen. Doch zu leichte Fehler ließen das Pendel genau in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen. Der Dessau-Roßlauer HV schaffte es zweimal beim Stand von 10:16 und 11:17 mit jeweils sechs Toren davonzuziehen. Nach 36. Spielminuten deutete wenig daraufhin, dass die Heimmannschaft hier noch etwas mitnehmen könnte. In Sachen Mentalität und Kampfgeist kann man den Wölfen auch an diesem Tag erneut keinen Vorwurf machen.

Mit einer Verzögerung von etwa zehn Minuten wurde nun die geplante Aufholjagd gestartet. Angeführt von dem nun eingewechselten Marino Mallwitz kamen die Wölfe Tor um Tor heran. Der Schlussmann kam in knapp 20 Minuten Spielzeit auf neun gehaltene Bälle und eine unfassbare Quote von 75% gehaltenen Bällen. Etliche freie Bälle und zwei Siebenmeter wurden vom „Wolf des Tages“ abgewehrt. Kapitän Patrick Schmidt erzielte in der 50. Spielminute den 19:19 Ausgleichstreffer und brachte seinem Team den umjubelten Ausgleich.

Dessau schaffte es, über ihre beiden besten Feldspieler Vincent Sohmann und Max Emanuel, erneut auf 21:19 davonzuziehen. Doch nun stand die Defensive der Wölfe überragend und Steffen Kaufmann setzte zweimal Michael Schulz gekonnt in Szene. Der Kreisläufer glich die Begegnung in der 57. Minute wieder aus. In den letzten drei Minuten ging es wild hin und her. Vincent Sohmann kassierte seine dritte Zeitstrafe und musste frühzeitig das Spielfeld verlassen. Beide Teams hatten auch nochmals ihre Möglichkeiten, doch jeweils die starken Torhüter hielten für ihre Mannschaften wenigstens einen Punkt fest. Am Ende ist das 21:21 ein leistungsgerechtes Ergebnis, dass nach einem turbulenten Spielverlauf für beide Trainer in Ordnung ging.

 

Marino Mallwitz lieferte eine überragende Quote von 75% gehaltener Bälle ab und half seinen Vorderleuten tatkräftig bei der Aufholjagd – Foto: Frank Scheuring/Foto2Press

 

Zumindest wieder ein Punktgewinn

Es war eine spannende und umkämpfte Begegnung, die letztlich in beide Richtungen hätte kippen können. Nach den vorherigen knappen Niederlagen – in Lübeck und in Wilhelmshaven – ist ein Punktgewinn gegen den aktuellen Tabellenzweiten nicht zu unterschätzen. Auf die gezeigte kämpferische Leistung kann man in den nächsten Spielen auf jeden Fall aufbauen.  Als nächstes steht ein Heimspiel gegen den HC Elbflorenz an, der nach einem Heimsieg gegen den TV Emsdetten weiterhin über den Wölfen in der Tabelle steht.

Der Dezember wird auf jeden Fall sehr hart für die Wölfe, da der ohnehin enge Spielplan noch mit den Nachholspielen aufgefüllt werden könnte. Die Möglichkeiten, die Begegnungen gegen Fürstenfeldbruck und Gummersbach nachzuholen sind begrenzt, aber diese Spiele sollen am besten noch in diesem Kalenderjahr stattfinden. Sobald es hier Informationen gibt werden diese über die vereinseigenen Kanäle veröffentlicht.

Morgen startet der Wölfe-Adventskalender für alle Fans und Unterstützter der Wölfe. Es werden wieder tolle Preise angeboten werden! Mitmachen lohnt sich!

Bleiben Sie gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Passend zum Spielbericht:

 

Michael Schulz – 30.11.2020