Krebs macht auch vor Corona nicht halt
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Vorbericht TuS Fürstenfeldbruck
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v.li.: Jakob Schwabe (ASV Hamm-Wesfalen), Yonatan Dayan (DJK Rimpar Wölfe), Markus Fuchs (ASV Hamm-Wesfalen), Jan Brosch (ASV Hamm-Wesfalen), 21.10.2020, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - ASV Hamm-Westfalen

Großer Kampf der Wölfe wird nicht belohnt

In dieser englischen Woche sahen 350 Zuschauer in der s.Oliver Arena ein echtes Topspiel. Die Rimparer Wölfe boten dem Tabellenführer vom ASV Hamm-Westfalen über 60 Minuten einen packenden Fight. Lange lag man in Führung und war immer in Schlagdistanz. Doch letztlich agierte der Favorit aus Hamm abgezockter und entführte in dieser umkämpften Partie beide Punkte. Mit 18:20 festigten die Männer von Trainer Michael Lerscht ihre Tabellenführung.

Vier von neun Partien mussten an diesem Mittwoch in der zweiten Liga verlegt werden. Es gab in einigen Teams positive Coronatests und aufgrund der generell steigenden Zahlen mussten viele Spiele mit verminderter Zuschauerzahl stattfinden. Das Spiel Bietigheim gegen Großwallstadt wurde sogar weniger als eine Stunde vor Anpfiff abgesagt. Rimpar durfte per Sondergenehmigung mit Zuschauern spielen und den 350 Fans auf den Rängen wurde einiges geboten.

Der Start in die Begegnung war sehr wild, da es sehr schnell hin und her ging. Beide Teams versuchten über das Tempospiel einfache Tore zu erzielen. Der gegenseitige Respekt vor den Defensivreihen war offensichtlich und auch am späteren Spielverlauf gemessen mehr als berechtigt. Der Favorit aus Hamm erwischte den besseren Start und stellte in den ersten fünf Minuten direkt auf 1:3 durch Kreisläufer Jan Brosch. In der Folge schlug Felix Karle gleich doppelt zu. Der junge Rechtaußen, der den verletzten Julian Sauer würdig vertrat, brachte seine Farben heran und lieferte insgesamt eine starke Partie. Der ASV ging erneut mit 3:5 in Führung, doch nun schlug die Stunde von Tommy Wirtz. Der luxemburgische Linksaußen steuerte zum 4:0-Lauf seiner Mannschaft drei Treffer bei und erzielte in der 17. Spielminute das 7:5. 

Bis zur 20 Minute konnte man sogar die Führung auf 9:6 ausbauen. Die Abwehr stand überragend und gab den Gästen kaum Raum zur Entfaltung. In der Offensive schaffte man es den massiven Abwehrblock der Roten gut in Bewegung zu bringen und dann die eigenen Chancen zu nutzen. Bis zur Pause lieferten die Wölfe weiterhin eine tadellose Leistung ab und konnten auch den letzten Angriffsversuch der Westfalen stoppen. So ging es mit 12:9 in die Halbzeit.

Benedikt Brielmeier und Philipp Meyer agieren im Verbund gegen die Offensivpower der Westfalen – Frank Scheuring / foto2press

 

Kampf auf Messers Schneide

Der Tabellenführer kam mit Dampf aus der Kabine und egalisierte mit einem 0:3-Lauf die Führung der Hausherren. Vor allem über die Außen kamen die Gäste nun immer häufiger zum Erfolg. Doch die Wölfe ließen sich nicht beirren und hielten weiter an ihrem Spielplan fest. Aus einer überragenden Abwehr heraus versuchte man weiter schnell nach vorne zu kommen. Auch Dank eines starken Marino Mallwitz, der aufgrund einer Verletzung von Andreas Wieser auf sich alleine gestellt war, gingen die Wölfe nochmals mit zwei Toren in Führung. Philipp Meyer schnappte sich einen Abpraller und versenkte diesen in der 43. Spielminute zur 17:15 Führung.

Doch nun zeigte der ASV, warum er an der Tabellenspitze steht. Hinten rührten die Gäste, um Abwehrchef Markus Fuchs, ordentlich Beton an. Auch Felix Storbeck drehte im Tor nochmals auf und entschärfte fast alles was auf seinen Kasten kam. Mit 12 Paraden und einer Quote von 40% gehaltenen Bällen avancierte der Gästekeeper zum Matchwinner. Die Hausherren warfen weiter alles nach vorne, doch am Ende fehlten etwas die Kräfte, um die Partie nochmals zu drehen.

Auch die 350 Zuschauer versuchten nochmals ihre Mannschaft zu pushen. Doch nun häuften sich die Fehler im Spiel der Wölfe und so konnten die Gäste durch Fabian Huesmann mit 18:20 in Führung gehen. Der Linksaußen war mit sechs Treffern bester Torschütze der Partie. Am Ende war dies auch der Endstand und so zogen die Mainfranken in diesem Kampfspiel unglücklich den Kürzeren.

Yonatan Dayan setzte erneut den ein oder anderen Akzent für die Wölfe – Frank Scheuring / foto2press

 

Derby gegen den Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck

Zum Abschluss der englischen Woche geht es nun zum zweiten bayrischen Ligakonkurrenten. Mit dem TuS Fürstenfeldbruck geht es gegen eine Aufsteiger der bisher noch punktlos geblieben ist. In den letzten Partien waren die Panther jeweils nah dran, aber mussten sich jeweils knapp geschlagen geben. In diesem bayrischen Derby wollen die Wölfe wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und doppelt punkten.

Aufgrund der steigenden Coronazahlen wird diese Partie wahrscheinlich ohne Zuschauer stattfinden. Allgemein ist es schwer vorherzusagen wie es in der nächsten zeit weitergeht. Auch für das nächste Heimspiel der Wölfe gegen den TV Emsdetten lässt sich noch keine Aussage treffen. Der Verein wird so schnell wie möglich über die vereinseigenen Kanäle über neue Informationen berichten (Nachtrag: Geisterspiel gegen Emsdetten). Die Wölfe bedanken sich bei allen Fans und Helfern, sowie allen Unterstützern für die Hilfe und den Zuspruch in dieser schwierigen Zeit. Bleiben Sie gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Michael Schulz – 22.10.2020