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28. Oktober 2020

Erstes Geisterspiel für das Wolfsrevier

Wolfsrudel empfängt TV Emsdetten ohne Zuschauer

Es ist der Worst-Case und genau das, was durch die Erarbeitung von aufwendigen Konzepten möglichst vermieden hätte werden sollen: Wenn am Freitag der TV Emsdetten im Wolfsrevier gastieren wird, bleiben die Ränge der s. Oliver Arena leer: Stichwort Geisterspiel. Die gestiegene Inzidenz in der Stadt Würzburg auf über 100 Fälle macht eine Teilnahme von Zuschauern unmöglich.

 

 
Nachdem durch einen positiven Fall beim Gegner bereits das Gastspiel des Wolfsrudels in Fürstenfeldbruck verlegt werden musste, trifft nun die nächste corona-bedingte Breitseite das Wolfsrevier. Zwar sind glücklicherweise weiterhin alle Tests innerhalb des Wolfsrudels negativ geblieben, die allerdings sonst alarmierend hohen Fallzahlen in Würzburg erlauben jedoch keinen Zutritt für Zuschauer. „Es trifft uns natürlich hart, wenn wir keine Gäste in die Halle lassen dürfen“, sagt Geschäftsstellenleiter Christian Graber und fügt an: „Aber wir wussten, dass dieses Szenario jederzeit eintreten kann. Wir müssen wieder zusehen, das Beste aus der Sache zu machen.“ 
 

 

Ampel zeigt „dunkelrot“

 

 
Laut der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist bei einer Sieben-Tage-Inzidenz größer als 100 im Rahmen von Sportveranstaltungen die Anzahl der Zuschauer auf maximal 50 Personen beschränkt. Trotz des Vertrauens der Würzburger Lokalpolitik in das Hygienekonzept der Wölfe – vergangenen Mittwoch wurden zum Spitzenspiel gegen den ASV Hamm noch 500 Zuschauer zugelassen – wurde jetzt ein kritischer Wert erreicht, der Geisterspiele unausweichlich werden lässt. Die hohen Fallzahlen hatten sich letzte Woche bereits angedeutet und nun zum Start in die neue Woche die bedrohliche Marke von 100 deutlich überstiegen, was bedeutet, dass die Corona-Ampel der bayerischen Staatsregierung die Stufe „dunkelrot“ erreicht hat. 
 

 

Leere Ränge erwarten das Wolfsrudel beim ersten Geisterspiel der Geschichte gegen den TV Emsdetten

 

 

Es wird um Verständnis geworben, dass die Zuschauer leider vom dritten Heimspiel der Saison ausgeschlossen werden. Wer das Spiel dennoch nicht verpassen möchte, der kann wie gehabt sicher von zu Hause aus den kostenfreien Livestream von sportdeutschland.tv verfolgen und den Wölfen zumindest von der heimischen Couch aus den gewohnten Beistand leisten. Auch ohne euch auf den Rängen, will das Rudel wieder alles hineinwerfen, um euch mit zwei weiteren Punkten auf dem Konto zu entschädigen.
 

 

Zum Schutze der Bevölkerung tragen die Wölfe selbstverständlich derartige Maßnahmen zu 100% mit. Auch wenn es stets die Zielsetzung sein soll, vor Zuschauern spielen zu können, ist dies angesichts der momentanen Lage nicht umsetzbar. Wenn sich die Situation schlagartig verbessern sollte, würde man kurzfristig im Wolfsrevier reagieren, um doch Zuschauern den Eintritt zu gewähren. Die Verantwortlichen im Wolfsrevier vertrauen weiterhin auf die Kompetenz der Entscheidungsträger und werden nicht müde, sich für die enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden sowie der Politik vor Ort zu bedanken. 
 
 

 

 

 

 

Christian Graber – 28.10.2020