Spielbericht ASV Hamm-Westfalen
22. Oktober 2020
Absage Wölfe dürfen nicht zu den Panthern
24. Oktober 2020

v.li.: Spieler der DJK Rimpar Wölfe feiern den Sieg, 10.10.2020, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TV 05/07 Hüttenberg

Zweites bayrisches Derby der Saison

 

Am Ende der ersten englischen Woche geht es für die Rimparer Wölfe zu den Brucker Panthern. Der TuS Fürstenfeldbruck wurde in der vergangenen Saison Meister der dritten Liga Süd und feierte somit nach 28 Jahren die Rückkehr in die zweite Liga. Das Duell zwischen dem Aufsteiger und den mittlerweile in der Liga etablierten Wölfe wird für beide Teams zum Abschluss einer Serie von drei Spielen in sieben Tagen ein echter Kraftakt. Für die Mannschaft aus dem Münchener Umland lautet das Ziel in diesem Jahr ganz klar Klassenerhalt.

 
 
 
Nach dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Saison herrschte auch beim TuS Fürstenfeldbruck einige Zeit Ungewissheit, denn noch war unklar in welcher Liga es für die Panther weitergehen würde. Man lag mit acht Punkten vor dem VfL Pfullingen und hatte eine sehr dominante Saison abgeliefert. Als dann nach der Quotientenregel auch die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg feststanden war die Freude darüber natürlich extrem groß. Besonders Stolz ist man darauf, dass dieses Unterfangen komplett ohne Profis und mit einer größtenteils sehr jungen Truppe erreicht wurde. Daran hat sich auch in dieser Saison kaum etwas geändert, da der geringe Saisonetat keine großen Sprünge zugelassen hat. Als Grundstein für den Klassenerhalt sollen die Mentalität und der Teamspirit innerhalb der Mannschaft dienen.

 

 
 

v.li.: Trainer Ceven Klatt (DJK Rimpar Wölfe) mit der Taktiktafel, Einzelbild, 21.10.2020, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe – ASV Hamm-Westfalen – Frank Scheuring / foto2press

 

 

 

Königtransfer auf der Torhüterposition

 

 
 
Auffällig ist bei den Panthern der sehr breit aufgestellte Kader. Insgesamt 23 Akteure stehen im offiziellen Aufgebot der Mannschaft von Trainer Martin Wild. Warum dies so ist wird beim Blick auf die Spielweise des TuS deutlich. In der Defensive wird in einer offensiven 3:3-Formation agiert, bei der drei Abwehrspieler bereits vor der eigenen 9-Meter-Linier den Gegner attackieren. Hinzu kommt ein konsequentes Tempospiel und ein aufreibendes Offensivspiel. Da diese Spielanlage sehr intensiv und fordernd ist braucht es viele Schultern auf die diese Belastung verteilt werden kann.

 

 
Der Königtransfer in der Sommerpause war sicherlich die Verpflichtung von Torhüter Stefan Hanemann. Der 24-jährige Schlussmann kam vom Bundesligisten Eulen Ludwigshafen und soll mit seiner Erfahrung aus dem Abstiegskampf die Defensive stabilisieren. Ein weiterer Leistungsträger ist Falk Kolodziej auf der Rückraummitteposition. Die Nummer 9 des TuS konnte bereits bei der HG Saarlouis Erfahrungen in der zweiten Liga sammeln und ist nun Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel seiner Mannschaft.
 

 

Auf Halbrechts verfügt Max Horner über eine sehr gute Abschlussqualität und ist aktuell der beste Torschütze seiner Mannschaft in dieser Saison. Neben Kolodziej agiert mit Johannes Stumpf noch ein weiterer spielstarker Spieler im Rückraum der Panther. Stumpf zog es 2016 vom HBW Balingen-Weilstetten zum TuS. Auf Rückraumlinks ist Sebastian Meinzer zu Hause. Der Rückraumschütze sagte vor der Saison im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass man sich si schnell es geht in der neuen Liga etablieren möchte.
 

 

Im letzten Spiel in Dessau gehörte Julian Prause zu den besten Torschützen seines Teams. Sechs Treffer bei sieben Versuchen standen für den 1,82 großen Kreisläufer am Ende zu Buche. Auf der linken Außenposition kam zu dieser Saison Tim Kaulitz von Frisch Auf Göppingen per Doppelspielrecht und soll Spielpraxis sammeln. Auf Rechtsaußen spielt mit Stephan Seitz ein erst 18-jähriger, der vom TSV Altach kam. Generell wurde der Kader mit vielen jungen Talenten verstärkt, um das Abenteuer zweite Liga anzugehen.
 
 

 

v.li.: Tommy Wirtz (DJK Rimpar Wölfe) gibt Anweisungen, gestikuliert,  21.10.2020, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe – ASV Hamm-Westfalen – Frank Scheuring / foto2press

 

 

Wölfe wollen nächsten Auswärtssieg

 

Nach der bitter Niederlage zu Hause gegen den ASV Hamm-Westfalen wollen die Wölfe zurück in die Erfolgsspur. Nach einer anstrengenden Woche und nur kurzer Vorbereitungszeit auf die jeweiligen Gegner soll nun wieder ein doppelter Punktgewinn her. Beim bayrischen Ligakonkurrenten wollen die Wölfe auch das zweite Derby der Saison für sich entscheiden. Aufgrund der aktuellen Coronazahlen wird das Spiel vermutlich vor leeren Rängen stattfinden.

 

Für alle Zuschauer und Fans der Wölfe wird das Spiel natürlich bei Sportdeutschland.tv übertragen. Die Wölfe wollen auch für die Fans wieder alles investieren und sich den nächsten Auswärtssieg holen. Im nächsten Heimspiel geht es gegen den TV Emsdetten. Ob hier Zuschauer zugelassen werden können wird der Verein schnellstmöglich bekanntgeben.

 

Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Michael Schulz – 23.10.2020