Interview
Patrick Schmidt
29. Juli 2020
Interview
Yonatan Dayan
12. August 2020
Jung, entwicklungsfähig und großes Potential: Valentin Neagu steht für so vieles, was das Wolfsrevier ausmacht

Jung, entwicklungsfähig und großes Potential: Valentin Neagu steht für so vieles, was das Wolfsrevier ausmacht

Der jüngste Wolf stellt sich vor

Valentin Neagu berichtet über seine Anfänge im Handballsport, wie er die spielfreie Zeit verbracht hat und wie er sich bisher in Rimpar zurecht findet.

Servus Valentin. Du bist einer von gleich fünf Neuzugängen im Wolfsrevier. In der Jugend wurdest du bei den Rhein-Neckar Löwen ausgebildet. Wie bist du zum Handball gekommen? Und wie sah dein bisheriger Werdegang aus?

Mit sieben Jahren bin ich das erste Mal mit einem Handball in Kontakt gekommen und hab direkt angefangen den Sport im Verein zu betreiben. Mein Vater war selbst auch Handballprofi und mehrfacher rumänischer Nationalspieler. Da er auch sehr erfolgreich war, denke ich, dass ich deswegen weiter gemacht habe, um später auch mal diesen Sport ausüben zu können. Meine bisherigen Stationen waren der SV Salamander Kornwestheim, TV Bittenfeld und schließlich die Rhein-Neckar Löwen. Bei jeder Station konnte ich viel lernen und meine Entwicklung ging stetig nach oben. Jetzt schlage ich ein neues und hoffentlich atemberaubendes Kapitel hier in Rimpar auf.

Nach dem abrupten Ende der vergangenen Spielzeit hatten alle eine Zwangspause von mehreren Monaten. Auch der Spielbetrieb in der A-Jugendbundesliga musste ausgesetzt werden. Wie hast du die „freie Zeit“ verbracht? Hast du viel trainiert oder tat die Phase ohne Handball auch mal gut?

Natürlich hab ich die ersten zwei Wochen, als die Pandemie anfing, erstmal Pause gemacht, damit ich selbst erstmal runterfahren kann. Doch nach diesen zwei Wochen musste ich einfach irgendwas machen und war deshalb vier Mal in der Woche Laufen. Das Krafttraining hat leider etwas unter dieser Pandemie gelitten, aber da bin ich irgendwann auch erfinderisch gewesen.

Jung, entwicklungsfähig und großes Potential: Valentin Neagu steht für so vieles, was das Wolfsrevier ausmacht

Jung, entwicklungsfähig und großes Potential: Valentin Neagu steht für so vieles, was das Wolfsrevier ausmacht.


Deine Position ist die des Kreisläufers und in der Abwehr bist du im Defensivzentrum zu Hause. Parallel zum Trainingsalltag wirst du auch eine Ausbildung beginnen. Was machst du da genau? Und war die Kombination aus Ausbildung und Sport ein Grund für dich zu den Wölfen zu wechseln?

Ich werde Anfang September bei Edeka als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement meine Ausbildung beginnen. Ich freue mich sehr darauf, da es mir wichtig war etwas nebenbei zu machen, um auch ein zweites Standbein neben dem Handball zu haben. Um die zweite Frage zu beantworten, muss ich mich bei meinem Spielerberater Frank Flatten bedanken, der mir dabei sehr geholfen hat, beruflich aber auch sportlich was optimales zu finden. Da die Rimparer Wölfe für sehr gute Arbeit bekannt sind, hat mich das um so mehr gefreut, diesen Schritt machen zu können.

Drei Wochen läuft die Vorbereitung bereits. Du hast deine Wohnung in Rimpar bereits bezogen. Du bist auch der jüngste Spieler im Kader der Wölfe. Wie bist du angekommen und aufgenommen worden? Und wie läuft die Vorbereitung bisher für dich?

Ich wurde sehr gut aufgenommen. Alle Spieler sind super nett und was mich sehr beeindruckt ist der Teamspirit. Die Vorbereitung läuft bis jetzt wunderbar. Ich hab mich sehr schnell eingefunden und ich hoffe, dass es genau so weiter geht. Das Wichtigste ist, dass wir fit und vor allem verletzungsfrei bleiben.

Im Oktober soll es planmäßig wieder mit den Spielen los gehen. Es wird für dich die erste Saison in der 2. Liga sein. Welche Erwartungen hast du? Wie ist dein Ausblick auf die anstehende Spielzeit?

Für mich ist es etwas ganz besonderes, direkt aus der A-Jugend mit 3. Liga-Erfahrung in die 2. Liga zu wechseln. Es ist natürlich ein großer Sprung und deswegen werde ich auf jeden Fall enormen Respekt haben. Ich möchte aber trotzdem zeigen was ich kann und auch versuchen, mich zu behaupten. Ich werde jede einzelne Minute genießen aber natürlich auch mitnehmen, um stärker und besser zu werden! Für uns als Mannschaft hoffe ich auf ein gutes Abschneiden und vielleicht schaffen wir es, uns im Vergleich zur Vorsaison zu verbessern. Wer weiß, ob wir nicht doch für die eine oder andere Überraschung sorgen können?!

 

Michael Schulz – 05.08.2020