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Yonatan Dayan über seine ersten Eindrücke

Seit einigen Wochen ist Wölfe-Neuzugang Yonatan Dayan nun in Rimpar. Der in Israel geborene Mittelmann freut sich auf seine neue Aufgabe in Mainfranken. Er ist ein Spieler, der mit seinen Fähigkeiten die Zuschauer begeistern kann.

Servus Yonatan. Für dich und alle anderen Spieler war die Saison früher als gedacht beendet. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es eine mehrmonatige Pause. Hast du diese in deiner Heimat Israel verbracht? Wie ist dort die Lage vor Ort?

Ja, die Pause habe ich in Israel bei mir zuhause verbracht. Ich habe mich natürlich so gut es geht fit gehalten. Irgendwann hat man dann aber auch keine Lust mehr, draußen zu laufen und will wieder mit Ball trainieren.

Als ich noch in Israel war, war alles in Ordnung. Eine Woche nachdem ich zum Trainingsauftakt nach Deutschland gereist bin, stiegen dort aber die Zahlen wieder an.  

Bevor du zu den Wölfen gekommen bist, hast du beim VfL Gummersbach gespielt. Davor warst du noch in Israel aktiv. Wie ist es zu dem Wechsel gekommen? Wolltest du schon immer nach Deutschland gehen, um hier Handball zu spielen?

Wir hatten mit der Nationalmannschaft ein Trainingslager in Gummersbach. Wir haben dann auch im Rahmen eines Testspiels gegen den VfL gespielt. Dort konnte ich einen guten Eindruck bei den Verantwortlichen des VfL hinterlassen. Als dann das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen. Es war schon immer mein Traum, in Deutschland Handball spielen zu können.

 

Yonatan spielt auf der Mittelpositiob und ist wichtiger Bestandteil im Verjüngungsprozess dieses Sommers – Foto: Lukas Schmitt


Seit Beginn der Vorbereitung wohnst du nun in Rimpar. Du hattest jetzt auch schon etwas Zeit, deine neuen Teamkameraden kennenzulernen. Wie läuft das Training? Und wie wurdest du auf aufgenommen in der Mannschaft?

Das Training läuft gut. Natürlich ist es sehr hart und auch immer anstrengend, aber so soll es auch in der Vorbereitung sein.
Die Mannschaftskollegen haben mich sehr gut aufgenommen. Die sind alle sehr cool und ich komme mit jedem klar. Wir unternehmen auch zusammen Dinge neben dem Handball. So lerne ich jeden besser kennen und meine Mitspieler können mir die ein oder anderen Dinge hier zeigen.

Du spielst auf der Rückraummitteposition. Hier sind vor allem Spielübersicht und Explosivität gefragt. Wo siehst du deine Stärken auf dem Feld?

Eine meiner Stärken ist, dass ich auf dem Spielfeld immer alles gebe. Als Mittelmann versuche ich natürlich auch, meine Mitspieler so gut wie möglich in Szene zu setzen. In der heutigen Zeit ist es beim Handball aber ebenso wichtig, dass man als Rückraummitte Torgefahr ausstrahlt. Ich gehe daher gerne ins Eins-gegen-Eins oder versuche es auch mal mit einem Schlagwurf.

Im vergangenen Jahr beendeten die Wölfe die Saison auf Platz sieben. Aufgrund der langen Pause ist es schwer einzuschätzen, wo man nächstes Jahr landen wird. Mit welchen Zielen gehst du in die kommende Saison?

Unser Ziel sollte es erstmal sein, bei jedem Spiel alles zu geben. Wenn wir das schaffen, werden wir auch gute Ergebnisse erzielen. Es wird wichtig sein, gerade die ersten Spiele zu gewinnen, um einen guten Saisonstart zu haben. Ich denke, wir haben eine gute Truppe und können zusammen eine geile Saison spielen.

 

 

Michael Schulz – 12.08.2020