Visier HC Elbflorenz
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Vorbericht TuS Fürstenfeldbruck
7. Dezember 2020

v.li.: Michal Kasal (HC Elbflorenz 2006), Philipp Meyer (DJK Rimpar Wölfe), Mario Huhnstock (HC Elbflorenz 2006), 05.12.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden 2006

Wölfe erringen wichtigen Heimsieg

Großer Kampf der Wölfe wird am Ende mit zwei Punkten belohnt

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Nach drei Partien ohne Sieg war es wieder an der Zeit für einen Sieg der Wölfe. Man konnte wie erhofft auf den Punkt aus der vergangenen Woche gegen den Dessau-Roßlauer HV aufbauen und sich gegen den HC Elbflorenz Dresden durchsetzen. Nach einer umkämpften Schlussphase stand ein verdienter 25:23 Erfolg für die Heimmannschaft auf der Anzeigetafel.

Zum Auftakt in diese Begegnung passierte erstmal einige Minuten nicht wirklich viel, da beide Mannschaften sich quasi neutralisierten. Die Abwehrreihen ließen wenig zu und konnten die ersten Angriffsversuche abwehren. Die erste spektakuläre Aktion des Spiels hatte weitreichende Folgen für das Spiel der Wölfe. Beim Spielstand von 0:0 nach fast exakt vier gespielten Minuten bekam Kapitän Patrick Schmidt nach einem Gesichtstreffer beim Siebenmeter eine direkte Rote Karte. Gästetorhüter Mario Huhnstock konnte weiterspielen und sein Linksaußen Julius Dierberg erzielte im Gegenzug mit dem ersten Treffer der Partie die 0:1 Führung.

Zunächst gerieten die Wölfe in Unterzahl mit 0:2 in Rückstand, doch nun konnte man aus den Ballgewinnen in der Defensive postwendend Kapital schlagen. Philipp Meyer traf per Tempogegenstoß und nach neun Minuten führten die Hausherren mit 3:2. Doch in der Folge fehlte in der Offensive etwas die Durchschlagskraft und der kompakte Mittelblock der Dresdener stand immer besser. Der HCE nutzte diese Phase aus, um einige Male mit zwei Treffern in Führung zu gehen.

Doch wie man es aus den vergangenen Duellen dieser beiden Teams gewohnt ist, entwickelte sich weiterhin eine enge Begegnung. Vorne lief der Ball nun immer besser und in der 29. Spielminute stellte Dominik Schömig per Siebenmeter beim 10:10 den Ausgleich wieder her. Der Linksaußen der Wölfe kam kalt von der Bank und überwand den Gästekeeper gekonnt mit einem Heber in die Maschen. Einen Gegentreffer musste man vor der Pause noch hinnehmen und so ging man mit einem 10:11 in die Kabinen.

 

Philipp Meyer hielt hinten den Laden zusammen und war vorne selbst per Gegenstoß erfolgreich – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Wölfen liefern starke kämpferische Leistung

Nach dem Seitenwechsel begann das Spiel sehr hektisch. Die Wölfe bekamen kurz hintereinander zwei Zeitstrafen und mussten somit in doppelter Unterzahl agieren. Dresden nutzte die Chance und legte wieder mit zwei Toren vor. Als dann Michael Schulz innerhalb kürzester zeit seine zweite Zeitstrafe bekam erhöhte Lukas Wucherpfennig mit einem seiner neun Tore auf 13:15 für seine Mannschaft. Nun hielt der starke Benedikt Brielmeier seine Farben im Spiel und verkürzte mit einer guten Wurfauswahl zweimal in Folge auf ein Tor Rückstand.

Die letzte Viertelstunde wurde von einem erneuten Heber beim Siebenmeter von Dominik Schömig eingeläutet. Mit dem Treffer zum 18:18 schickte er diese Begegnung in die heiße Phase. Nach einer Mallwitz-Parade beim Siebenmeter und einem weiteren Treffer von Benedikt Brielmeier, schlug die Stunde von Yonatan Dayan. Der israelische Nationalspieler musste aufgrund der roten Karte gegen Patrick Schmidt in diesem Spiel viel Verantwortung übernehmen. Die Treffer 20, 21 und 22 gingen alle auf das Konto des jungen Mittelmannes. Da die Abwehr in dieser Phase auch nichts zuließ drehten die Wölfe diese Begegnung und gingen mit 22:20 in Führung.

Dresden blieb aber weiterhin dran und konnte auch immer wieder verkürzen. Doch die Wölfe spielten es nun vorne sehr stark aus und konnten immer wieder vorlegen. Auch in der Abwehr ließ man kaum noch etwas zu und wenn etwas durchkam war Andreas Wieser in der Schlussphase zur Stelle. Den letzten Treffer der Begegnung erzielte Kreisläufer Michael Schulz nach passgenauem Zuspiel von Benedikt Brielmeier. Der Endstand von 25:23 war nach der überzeugenden kämpferischen Leistung im zweiten Durchgang hochverdient für die Wölfe. Nach den Ergebnissen in den letzten Wochen tut dieser Sieg besonders gut.

 

Dominik Schömig war mit vier Treffern bei vier Versuchen souverän vom Punkt – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Guter Start in den heißen Dezember

Die Wölfe haben sich auch nach der Roten Karte gleich zu Spielbeginn nicht aus dem Konzept bringen lassen. Ähnlich wie in Wilhelmshaven hat in der Folge die kämpferische Leistung gestimmt. Der Unterschied diesmal war an diesem Abend, dass man in der entscheidenden Phase zielstrebiger agierte und auch das nötige Glück diesmal auf seiner Seite hatte. Ergebnistechnisch war dieses Spiel ein perfekter Start in die nächsten Wochen.

Doch im kommenden Monat steht ein echtes Mammutprogramm auf dem Plan (direkt zum Spielplan). Bereits am Mittwoch geht es gegen den Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck. Die Münchener haben an diesem Wochenende mit einem Sieg gegen den TSV Bayer Dormagen aufhorchen lassen. Anders als zum Zeitpunkt des eigentlichen Spieldatums haben die Panther mittlerweile vier Punkte auf dem Konto. Es wird eine aufreibende und schwierige Partie für die Wölfe werden.

Der Wölfeadventskalender wird wie in jedem Jahr sehr gut angenommen. Dafür ein riesen Dankeschön an alle die mitgemacht haben. Bleibt weiter dabei, denn es werden noch einige Überraschungen kommen!

Bleiben Sie gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Passend zur Begegnung:

 

Michael Schulz – 06.12.2020