Interview
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v.li.: Julian Sauer (DJK Rimpar Wölfe) jubelt, 15.09.2019, Würzburg, Liqui Moli 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen, DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.


"Road to 1.000"


Sauer und Kaufmann vor historischer Marke


Wenn am Samstag das Licht in der s.Oliver-Arena angeht, kämpft das Wolfsrudel gegen den starken Gast vom HC Elbflorenz wieder um zwei wichtige Punkte in der 2. Handball-Bundesliga. Gleichzeitig könnte sich den Zuschauern ein historischer Moment darbieten: Mit jeweils 995 Treffern stehen sowohl Julian Sauer, als auch Steffen Kaufmann vor dem magischen "Karrieretreffer Nr. 1.000" für die Wölfe. Diese Marke haben zuvor erst zwei Spieler erreicht.

Rechtsaußen Julian Sauer hat mit seinen 31 Jahren nicht nur den Aufstieg der Wölfe von der Landesliga bis hin in die 2. Bundesliga mit geebnet, sondern auf seinem langen Weg dorthin auch zahlreiche Treffer beigesteuert. Inzwischen kommt er deshlab in seiner Karriere auf 995 Tore. Aus diesem Grund bietet sich ihm diesen Samstag die Möglichkeit, die "1.000-Tore-Marke" zu knacken. Dass unser Urgestein in der Lage ist, diese fünf Treffer in einem Spiel zu erzielen, demonstrierte Sauer erst kürzlich beim Heimsieg gegen den TSV Bayer Dormagen, wo er mit sechs Toren erfolgreichster Werfer seiner Farben gewesen ist.

Seit der Landesliga-Spielzeit 2006/07 streift unsere Nummer 68 das Wölfe-Dress ununterbrochen über und ist bereits jetzt eine Legende im Revier. Auf dem Weg zu seiner historischen Marke musste Sauer viele Verletzungen wegstecken, sodass er bis dato in seiner 13. Saison auf 366 Einsätze für die Wölfe kommt. Der Linkshänder trotzte allerdings jedem Rückschlag und beweist inzwischen seit über einer Dekade, dass er immer ein zuverlässiger Akteur für seine Farben ist, sowohl als Goalgetter, als auch im Defensivverbund. Durch seine unschätzbaren Leistungen ist er Sinnbild für die Philosophie der Wölfe geworden und lebt alle Tugenden des Wolfsrudels vor.

 
 
Steffen Kaufmann, oder von seinen Kollegen auch "Willi" genannt, ist zwar nicht wie Sauer ein gebürtiger Rimparer, dennoch ist der Halbrechte inzwischen zu einer Institution im Wolfsrevier herangewachsen. Der gebürtige Lörracher geht nun bereits in sein sechstes Jahr in Mainfranken und hält in dieser Zeit einen ganz besonderen Nimbus aufrecht: Seit seiner Ankunft im Revier ist die Nummer 18 der einzige Spieler, welcher keine einzige Begegnung verpasst hatte. Somit kommt Kaufmann inzwischen auf 247 Spiele für das Rudel. In Spiel 248 könnte er sich nun ein weiteres Denkmal setzen, welches bisher nur zwei Spieler in ihren Karrieren bei den Wölfen erreichen konnten: Die Rede ist von Stefan Schmitt und Sebastian Kraus. Als einzige Wölfe haben sie die 1.000-Tore-Marke bisher geknackt. Nun sind Julian Sauer und Steffen Kaufmann an der Reihe, nachzuziehen...

Ob einer der beiden oder gar alle zwei bereits am Samstag den historischen Wert erreichen, ist dabei eigentlich völlig nebensächlich. Die Spieler wissen, dass es gegen den HC Elbflorenz einzig darum gehen wird, die zwei Punkte im Revier zu behalten und den hervorragenden Tabellenplatz mit allen Mitteln zu verteidigen. Früher oder später werden beide diese Marke fallen lassen. Der Zeitpunkt ist dabei nebensächlich, denn es liegt im Naturell der Spieler zu verstehen, dass der Erfolg des Kollektivs entscheidend ist und persönliche Rekorde hinten angestellt werden. Wenn allerdings trotzdem einer der beiden gegen die "Tiger" aus Dresden sein fünftes Tor an diesem Tag erzielen wird, soll es jedem in der Halle bewusst sein, dass es an der Zeit ist, sich aus den Sitzschalen zu erheben und einem ganz großen Sportler mit Beifall zu begegnen - das haben sich beide für ihre Leistungen mehr als verdient.

Also: Verpasst weder das Knaller-Spiel gegen den HC Elbflorenz wie auch die Möglichkeit, "Wölfe-Geschichte" mitzuerleben und sichert euch die Tickets für die Paarung am Samstag um 19.30 Uhr - hier, in unserem Wolfsrevier!!!

von Christian Graber - 26.09.2019

 

ECHT - WILD - TREU - GIERIG