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Vertragasauflösung Tilman Pröhl


Wölfe benötigen einen neuen Kreisläufer



Kehrtwende in der Personalie Tilman Pröhl: Auf Wunsch des Spielers wird der im Januar unterzeichnete Vertrag wieder aufgelöst. Darauf haben sich der Spieler und die Wölfe einvernehmlich geeinigt. Damit bleibt für die Rolle des Kreisläufers neben Michael Schulz eine eine Personalie vakant.

Pröhl wurde zu Beginn dieses Jahres als erster Neuzugang für die kommende Spielzeit 2020/21 vorgestellt und sollte den in die 1. Liga zur HSG Wetzlar abwandernden Patrick Gempp ersetzen. „Der Zeitpunkt hat jetzt gepasst, den nächsten Schritt zu gehen“, hatte Pröhl damals seine Beweggründe geschildert (die Pressemitteilung zur Verpflichtung). „Ich habe meine Lehre abgeschlossen und kann nun mit dem Studium in Würzburg loslegen.“ Der ehemalige Juniorennationalspieler hätte mit diesem dualen Ansatz gut in das Konzept der Wölfe gepasst. Auch eines der Heimspiele zu Beginn des Jahres hatte der Kreisläufer schon als Gast besucht und zeigte sich damals voller Tatendrang, im Wolfsreiver mitwirken zu können. Nun kam allerdings – auch der Corona-Krise geschuldet – eine Kehrtwende in den Gedankengängen des gebürtigen Bremers, weshalb er um eine Auflösung seines bestehenden Arbeitspapieres gebeten hatte.
 
Neuzugang

Wilkommensgrüße voreilig erteilt - Kommando zurück: Tilman Pröhl hat sich während der Corona-Krise umentschieden und will nun eine Ausbildung machen

 
Der ehemalige Junioren-Nationalspieler wird nun voraussichtlich eine Lehre in seiner Heimat anstreben und aus diesem Grund den nächsten Schritt seiner handballerischen Karriere hinten anstellen. „Tilman hätte bei uns eine wichtige Rolle eingenommen und ähnlich wie bereits zuvor Patrick Gempp auf dieser Position sein Spiel entwickeln können“, zeigte sich Wölfe-Geschäftsführer Roland Sauer wenig erfreut über die Meinungsänderung des Spielers, nicht ohne auch Verständnis für ihn zu zeigen: „Dabei ist uns auch bewusst, dass ein Vereinswechsel für einen jungen Mann eine große Veränderung bedeutet. Wir befinden uns aktuell in einer ungewissen Zeit, da kann man schon auch Meinungen ändern. Für uns ist es natürlich im ersten Moment schade, aber wir haben uns einigen können, wünschen Tilman alles Gute für seine Zukunft und dass er ein glückliches Händchen mit seiner Entscheidung haben wird.“

Die Wölfe wollen Tilman Pröhl keineswegs Steine in den Weg legen und haben auch aus diesem Grund der Vertragsauflösung zugestimmt. Auch wenn die Suche nach einem Kreisläufer zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt weitergehen muss, wurde die überraschende Planänderung akzeptiert und ein Kompromiss gefunden, über dessen Modalitäten Stillschweigen vereinbart wurde.

Christian Graber - 08.06.2020