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Marino Mallwitz tritt die Nachfolge von Max Brustmann an

Marino Mallwitz tritt die Nachfolge von Max Brustmann an

Marino Mallwitz hat sich bereits in Würzburg eingelebt

Aus dem hohen Norden, vom VfL Lübeck-Schwartau, kam Marino Mallwitz zu den Rimparer Wölfen. Gemeinsam mit Andreas Wieser bildet er das Torhütergespann für die kommende Spielzeit.

Servus Marino. Ihr hattet die vergangene Woche frei. Nach bisher vier anstrengenden Trainingswochen war dies eine wohl verdiente Pause. Wie hast du die freie Zeit verbracht?

Ja, die Pause tat echt sehr gut. Ich bin während der freien Tage in meine Heimat Lübeck gefahren und habe dort die Zeit mit meinen Eltern und verschiedenen Freunden verbracht. Natürlich durften zwei Strandbesuche dabei nicht fehlen.

Lass uns nochmals auf die Coronapause zurückblicken. Auch für deinen damaligen Verein aus Lübeck war die Saison von heute auf morgen beendet. Deine vertragliche Situation war auch noch nicht final geklärt. Wie hast du dich fit gehalten in der Zeit? Und wie bist du mit der Zukunftsfrage umgegangen?

Zum einen habe ich in der handballfreien Zeit weiter Krafttraining gemacht. Zum anderen habe ich aber auch ein paar Ausdauer- als auch handballspezifische Einheiten absolviert. Dafür habe ich einen großen freien Parkplatz im Industriegebiet um die Ecke aufgesucht, um dort z.B. verschiedene Torwart-Abläufe durchzugehen.Was meine handballerische Zukunft zu dem Zeitpunkt anging war es natürlich zunächst komisch, ohne Verein für die nächste Saison dazustehen, aber Sorgen gemacht habe ich mir nicht. Ich war dabei im ständigen Kontakt zu meinem Spielerberater.

Marino Mallwitz tritt die Nachfolge von Max Brustmann an

Marino Mallwitz tritt gemeinsam mit Andreas Wieser die Nachfolge von Max Brustmann an.


Letztlich hat es dich zu den Wölfen verschlagen. Mittlerweile konntest du dir schon einen Überblick über alles verschaffen. Außerdem hast du dein WG-Zimmer in Würzburg bezogen, wo du mit Lukas Siegler nun zusammen wohnst. Wie bist du in Mainfranken angekommen? Hast du dich schon gut eingelebt?

Gut angekommen bin ich auf jeden Fall. Ebenso gut eingelebt habe ich mich auch. Würzburg ist eine echt schöne und lebenswerte Stadt. Dabei wurde ich von den neuen Teamkollegen sehr gut aufgenommen und integriert, wodurch das Einleben noch leichter viel. Die einzigen Dinge, mit denen ich mich vereinzelt noch schwer tue, sind der Dialekt als auch das häufige „Servus“ statt eines „Moin“.

Gemeinsam mit Andreas Wieser trittst du die Nachfolge von Vereinslegende Max Brustmann an. In den letzten Jahren war die Defensive mit einer stabilen Torhüterleistung das Fundament für das Spiel der Wölfe. Wo siehst du selbst deine Stärken? Und wie bist du zu den Wölfen gekommen?

Beim VfL Lübeck-Schwartau war es ähnlich. Da war die Defensive auch sehr prägend für das eigentliche Spiel. Insofern kenne ich das schon. Ich selber würde von mir sagen, dass ich darüber hinaus die Liga und ihre Spieler mittlerweile sehr gut kenne und somit gepaart mit meinem Ehrgeiz der neuen Mannschaft gut helfen kann, wieder erfolgreich Handball zu spielen.

Der Kontakt zu den Wölfen war im Prinzip da, seitdem feststand, dass ich Lübeck verlassen werde. Wie bei jedem anderen Verein auch, waren den Wölfen zunächst durch Corona die Hände gebunden, was konkrete Neuverpflichtungen angeht. Dadurch hatte sich das bei mir recht kurzfristig Richtung Ende Juni geklärt (Zur Pressemitteilung über die Neuverpflichtung).

Im Oktober soll die neue Saison starten. Nach über einem halben Jahr Pause geht es endlich wieder um Punkte.  Die vergangene Saison beendeten die Rimparer auf Platz 7. Was erwartest du für die kommende Saison?

Wir haben jetzt eine relativ junge aber auch erfahrene Mannschaft, die richtig Bock auf Handball hat. Wir steigern uns bezüglich Ausdauer, Kraft und handballerischem Miteinander jede Woche und insofern denke ich, dass eine ähnliche Platzierung wie zuletzt das Mindestziel sein sollte.

Michael Schulz – 19.08.2020