Vorbericht Wilhelmshavener HV
24. November 2020
Vorbericht VfL Gummersbach
24. November 2020

v.li.: Trainer Ceven Klatt (DJK Rimpar Wölfe) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren, gives instructions, gesticulate, 21.10.2020, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - ASV Hamm-Westfalen

Bittere Niederlage gegen den Wilhelmshavener HV

Wölfe müssen erneut ohne Punkte die Heimreise antreten

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Vom Start weg war es eine extrem ausgeglichene Partie zwischen den Rimparer Wölfen und dem Wilhelmshavener HV. Beide Teams waren personell dezimiert, aber trotzdem kämpften beide Mannschaften mit allem was sie hatten um die zwei Punkte. Am Ende nutzte der WHV seine Chancen besser und entschied so diese enge Begegnung denkbar knapp mit 24:23 für sich.

Die Rimparer Wölfe kamen gut in diese Begegnung. Den ersten Angriff verteidigten sie lange gut, ehe es dann doch einen Siebenmeter für den WHV gab, den Vedran Delic zum 0:1 verwandeln konnte. Die Gäste spielten mit Tempo nach vorne und Benedikt Brielmeier erzielte per Sprungwurf über das Deckungszentrum den 1:1 Ausgleich. Doch dann bekam Michael Schulz von den Schiedsrichtern für ein Foulspiel in der Abwehr eine diskutable Rote Karte und so waren die Wölfe ab der dritten Minute dezimiert.

In der Folge drehten die Gäste nun auf und konnten angetrieben von drei Paraden von Marino Mallwitz ihrerseits in Führung gehen. Ein zwischenzeitlicher 3:0-Lauf wurde durch Felix Karle zum 2:4 abgeschlossen. Dieser Vorsprung hielt jedoch nicht lange an, denn nach 15. Minuten war der WHV beim Stand von 5:5 wieder dran. Beide Teams hatten offensiv Probleme und scheiterten häufig an den Defensivreihen des Gegners.

Es entwickelte sich eine Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Wilhelmshaven variierte das Deckungssystem und wechselte von einer defensiven 6:0-Formation auf eine offensivere 5:1-Variante. Davon ließen sich die Wölfe nicht beeindrucken und gingen kurz vor der Pause erneut durch Felix Karle mit 12:13 in Führung. Doch die erste Halbzeit endete wie sie begann und zwar mit einem Siebenmetertreffer von Vedran Delic, der die Begegnung mit einem 13:13 in die Kabinen schickte.

 

Die Wölfe investierten sehr viel und kämpften sich in diese Partie. / Frank Scheuring – Foto2Press

 

Wilhelmshaven kommt besser aus der Kabine

Nach der Pause legten die Hausherren mit einem 4:1 Lauf vor und profitierten in dieser Phase von einigen Paraden des bundesligaerfahrenen Schlussmanns Jens Vortmann. Doch auch der Angriff der Wölfe stotterte etwas, da man die Geduld und Zielstrebigkeit in dieser Phase vermissen ließ. Das zwischenzeitliche 18:15 durch Goalgetter Rene Drechsler sollte die höchste Führung sein, die eine Mannschaft in diesem Aufeinandertreffen erzielen konnte.

Die Wölfe kämpften sich nochmals heran. Die Abwehr, um Philipp Meyer und Valentin Neagu im Mittelblock, stand nun agiler und erarbeitete sich so einige Bälle. Die daraus entstandenen leichten Tore per Gegenstoß taten dem Rimparer Spiel gut. Nach einem 3:0-Lauf innerhalb von vier Minuten glich Steffen Kaufmann in der 44. Spielminute die Partie beim Stand von 18:18 erneut aus.

Es entwickelte sich eine Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war. Die Führung wechselte immer wieder hin und her und beide Mannschaften hatten die Chance sich die beiden Punkte frühzeitig zu sichern. Jens Vortmann behielt nun in offenen 1:1-Situationen immer häufiger die Oberhand und ebnete so den Weg zum Sieg für sein Team. Vedran Delic erzielte 30 Sekunden vor dem Ende in Überzahl die Führung für die Hausherren. Ceven Klatt nahm nochmal eine Auszeit, um letzte Instruktionen zu geben. Die letzte Wurfmöglichkeit landete jedoch neben dem Tor. So feierte der Wilhelmshavener HV einen 24:23 Heimerfolg und schickte die Wölfe ohne Punkte nach Hause.

Letztlich musste man enttäuscht und ohne Punkte die Heimreise antreten. / Frank Scheuring – Foto2Press

 

Drei Heimspiele in Serie für die Wölfe

Nach diesen zwei bitteren Pleiten in Serie (zum Nachbericht vom Lübeck-Spiel) ruhen die Hoffnungen der Wölfe nun auf den kommenden drei Spielen. Alle Begegnungen finden in der heimischen s.Oliver Arena statt und sollen die sportliche Trendwende einläuten. Auch wenn mit dem VfL Gummersbach (hier geht es zum Vorbericht auf das Spitzenspiel) der aktuelle Tabellenführer ins Wolfsrevier kommt sind die Wölfe immer in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Danach kommt die Überraschungsmannschaft aus Dessau und das erste Spiel im Dezember geht gegen den HC Elbflorenz, der gerade erst mit sechs Toren in Hamm gewinnen konnte.

Eins darf man an dieser Stelle nicht vergessen: Der Kapitän der Wölfe Patrick Schmidt hat im Spiel gegen den WHV sein 1000 Tor im Trikot der Wölfe erzielen können. Das 14:14 nach der Pause war das Tor, dass diese Marke zu Fall brachte. Dieser Meilenstein zeigt nochmals welche tragende Rolle Paddi in den letzten Jahren bei den Wölfen gespielt hat und immer noch spielt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser unglaublichen Leistung und natürlich auf die nächsten 1000!

Für alle Wölfe-Fans bleibt noch zu sagen, dass bald wieder der Wölfe-Adventskalender an den Start geht. Es sollen wieder tolle Preise verlost werden und die Wölfe hoffen wie jedes Jahr auf rege Beteiligung! Hoffentlich werden in diesen schweren Zeiten auf diesem Wege einige Fanherzen höher schlagen!

Bleiben Sie gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Michael Schulz – 23.11.2020