Jungwölfe U23 steigen in die Männer Regionalliga auf
von DJK-Rimpar
In einem spannungsgeladenen Saisonfinale in der „Hölle Nord“ gewinnen die Jungwölfe gegen den TSV Herrsching
What makes us feel alive? Vor 9 Monaten haben wir diese Frage im Vorbericht auf den Saisonstart angerissen. The pressure. The intensity. The game. Im Relegationsspiel gegen den TSV Herrsching am Samstag war das alles dabei: Viel Druck, hohe Intensität und ein packendes Handballspiel in einer Sporthalle, die seit Drittligazeiten nicht mehr so voll war. Über 500 grün-weiße Fans feuerten die Mannschaft über 60 Minuten lautstark an und brachten Erinnerungen an die Zeit der ausverkauften Turnhölle vor 15 Jahren zurück.
Analog dem Spiel in Herrsching zwei Wochen zuvor erwischten die Gäste vom Ammersee den besseren Start. Die sonst so effiziente Angriffsmaschinerie der Jungwölfe stockte im Angesicht der körperlichen, aber fairen Abwehr des TSV Herrsching. Im Angriff kam Herrsching immer wieder zu hochkarätigen Chancen und verwandelte diese erfolgreich. Der 5-Tore-Vorsprung der Jungwölfe war Mitte der ersten Halbzeit schon beinahe vollständig egalisiert. Anders als in vielen Spielen der vergangenen Saison und der Hinrunde der diesjährigen Saison behielt die junge Mannschaft die Ruhe, startete nach der zweiten Halbzeit mit einer aktiven 3:2:1 Abwehr. Profit schlugen die Jungwölfe zudem aus den jetzt akkumulierenden Zeitstrafen der Gäste, die in der zweiten Halbzeit weniger agil in der Deckung agierten. Zielsicher setzten die Jungwölfe ihre Stärke im Zweikampf in der Offensive ein und erfolgreiche Aktionen von Tyler Grömling, Julius Weinhardt und Neil Sommerkorn brachten die Jungwölfe in Front. Robert Tschuri glänzte in dieser Spielphase im Tor und entschärfte einige Würfe der Gäste vom Ammersee. Das Kontertor zum 36:33 von Milan Kütt besiegelte in Kombination mit dem 5-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel die Vorentscheidung in der 50. Spielminute. Als Tyler Grömling 30 Sekunden vor Schluss zum Endstand von 42:37 einnetzte, hielt es in der Hölle Nord niemanden mehr auf dem Sitzplatz und die Jungwölfe verschwanden mit dem Abpfiff kurz später in einer Menschentraube auf dem Spielfeld.
Verdient feierte die junge Mannschaft mit zahlreichen Fans den Aufstieg in die Regionalliga. Mit viel Emotionen verabschiedete die U23 im Anschluss Florian Kemmer nach vielen Jahren als Trainer in Rimpar sowie Tyler Grömling, der sein letztes Spiel im grün-weißen Dress absolvierte. Mit Tyler verlässt ein Rimparer Urgestein die Jungwölfe und hinterlässt eine Lücke, die erstmal nicht zu schließen ist. Unser Dank gilt auch Yannic Frenzel, der die Mannschaft in der ersten Saisonhälfte mit viel Herzblut unterstützte, bevor er aus beruflichen Gründen kürzertreten musste.
Für heute sollen die Jungs sich und die Mannschaft einfach feiern. Wir finden aber auch, dass wir alle heute ein bisschen idealistisch träumen dürfen. Wir haben hier heute viele junge und toll veranlagte Spieler gesehen, die seit Jahren für die DJK Rimpar spielen und dem Verein in seinen besten Momenten im Jugendbereich, aber auch im Abstieg aus der Regionalliga die Treue gehalten haben. Die Jungs repräsentieren alles wofür wir stehen wollen und wir alle dürfen für heute zumindest einfach von mehr solchen großartigen Spielen in der Hölle Nord träumen. Vor uns liegt eine gewaltige Aufgabe in der Regionalliga, aber wir freuen uns alle unfassbar darauf sie gemeinsam anzugehen,“ so das Trainerteam einstimmig nach dem emotionalen Saisonabschluss.
Im Saisonfinale standen 14 Spieler auf dem Feld, aber in der gesamten Saison wurden insgesamt 27 Spieler eingesetzt, von denen 21 Spieler schon in der Jugend für Rimpar spielten. Das Durchschnittsalter der Mannschaft in der Saison betrug dabei 20.5 Jahre und hat eine Altersstruktur, die Mut für die Zukunft des Rimparer Handballs macht. 9 Spieler der U19 spielten in der U23 und erhielten insgesamt 1400 Spielminuten und erzielten dabei 76 Tore (von insgesamt 823 geworfenen Toren).
Die U23 bedankt sich zum Ende der Saison beim Team, dass hinter dem Team stand: Wir bedanken uns bei allen Helfern und Ehrenamtlichen, ohne die der Spiel- und Trainingsbetrieb nicht möglich wäre. Wir bedanken uns bei unserem Kassenteam um Thomas Roß und dem Festausschuss um Roland Keidel, bei Marga und Christian Krenz für die vielfache Unterstützung bei unseren Heimspielen, unserem Hallensprecher Felix Noe, unserer Trikotwäscherin Elke Keidel, unserem Kampfgericht-Team um Stephan Kütt, unserem Athletiktrainer Ümit Hayta, Torhüter-Trainer Michael Fleder, unserem fantastischen Physio-Team um Denisa Weng, unseren Physios auf der Bank, besonders Johanna Beran und Svenja Haupt, unseren Physio-Partner Predia mit Ulf Lesczensky und Philipp Reiß, und unserem Mannschaftsarzt Dr. Simon Lenschow mit seinem Team. Danke an unser Bar-Team und unsere Männer III, die am Samstag für Stimmung im Foyer gesorgt haben. Danke an unseren Hauptverein um Vorstand Jochen Kistner und Diana Link für die stetige Unterstützung in den letzten Jahren. Danke an unser Hallenputzteam, dass Woche für Woche die DJK-Halle vom Harz befreit und danke an alle Helfer, und besonders Karl Bayer, die nach dem Spiel die Halle gereinigt haben. Ein großer Dank an alle grün-weißen Fans am letzten Spieltag und alle Spieler unserer Jugendteams, die uns lautstark unterstützt haben.
Wir bedanken uns bei den Wölfen Würzburg für die gute Zusammenarbeit in der ablaufenden Saison. Ein besonderer Dank gilt unseren U17 und U19-Trainern Lucas Schmitt und Dusan Suchy, die das Trainerteam der U23 mit Rat und Tat über die ganze Saison unterstützten. Die engmaschige und verzahnte Zusammenarbeit zwischen allen Teams der Jungwölfe ermöglichte nicht nur einen nahtlosen Übergang zwischen den Mannschaften, sondern sorgte auch für gute Stimmung im Trainings- und Wettkampfbetrieb. Danke an ALLE, die an den Erfolg der Mission geglaubt haben und sie unterstützt haben, bevor wir auf der Zielgeraden waren.