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Im Visier der Wölfe



HC Linz AG



Verein
Im österreichischen Handball ist die HC Linz AG eine Institution. Seit dem Aufstieg 1974 ist der Club in der Eliteliga unseres Nachbarlandes, der HLA, aktiv. Sieben Mal wurde der HC dabei Meister, vier Mal sicherte sich die Mannschaft aus Linz den nationalen Pokal. Auf internationaler Ebene sorgte man für Furore, als man im EHF-Pokal 1994 erst im Finale scheiterte, dabei unter anderem zuhause den FC Barcelona bezwingen konnte. Mitte der Neunziger Jahre war auch die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte. Drei Meisterschaften und vier Pokalsiege, jeweils in Folge, wurden in dieser Epoche errungen. Auch wenn die beste Zeit schon einige Jahre zurückliegt, ist man nach wie vor in der HLA etabliert. Die abgelaufene reguläre Saison wurde auf dem siebten Rang beendet. Im Playoff-Viertelfinale unterlag man dem anschließenden Meister Fivers Margareten aus Wien. Für die Vorbereitung auf die neue Saison ist die Mannschaft vergangenes Wochenende in Kroatien gewesen, wo man sich unter anderem mit der Nationalmannschaft von Saudi-Arabien gemessen hatte und unterlag. Am Freitag treffen die Österreicher zunächst um 19 Uhr auf GOG Sport, ehe es am Samstag um 17 Uhr zum Spiel gegen unsere Wölfe kommt. Am Sonntag steht der HC Linz dann noch dem ukrainischen Championsleague-Teilnehmer vom HC Motor Zaporozhye gegenüber.

Spieler
Der bekannteste ehemalige Spieler des HC ist der Torhüter Ewald Humenberger, seines Zeichens Österreichs Rekordnationalspieler. Mit 1434 Toren binnen zehn Spielzeiten ist Klaus Stachelberger der treffsicherste Spieler in der Geschichte des Vereins. In der Gegenwart führt Dominik Ascherbauer als Kapitän die Mannschaft auf das Parkett. Der österreichische Nationalspieler spielt bereits seit der Saison 2008 für die Mannschaft aus Linz in der Bundesliga. Die goldenen Zeiten Mitte der Neunziger mit Weltklassespielern sind vorbei, dafür setzt man vermehrt auf ein ausgereiftes Jugendkonzept mit talentierten Spielern, um sich in der HLA wieder etwas weiter nach vorne zu orientieren. Eine Ausnahme bildet lediglich der 43jährige serbische Schlussmann Nenad Mijailovic. Der Routinier stand bereits bei einem Aufeinandertreffen vor zwei Jahren zwischen den Pfosten der Stahlstädter, wobei es auch zu einem kleinen Tête-à-tête mit Basti Kraus gekommen war. Dieses Duell werden wir nach dem Karriereende unserer Nummer 4 leider nicht mehr sehen können.

Trainer
Der Österreicher Zoltan Cordas ist seit dieser Saison neu im Amt beim HC Linz, aber keineswegs ein Unbekannter. Für ihn ist es bereits seine dritte Amtszeit bei den Oberösterreichern und Cordas wird daher kaum Zeit benötigen, das Umfeld kennenzulernen. Nach drei Jahren in der Schweiz hat sich Cordas dazu entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern und zurück zu dem Club zu gehen, wo er einst auch selbst aktiv spielte und als „Wurfkanone“ bezeichnet wurde. Dabei war er Spielmacher in der „goldenen Zeit“ des Clubs und hat in Linz eine Ära entscheidend mitgeprägt. Beschrieben wird der Übungsleiter mit serbisch-ungarischen Wurzeln als eleganter, höflicher und liebenswürdiger Mann, der allerdings auch sehr streng mit seinen Spielern arbeiten kann und Attribute wie Fleiß großschreibt. Dass er junge Spieler formen und entwickeln kann, hat er mehrfach unter Beweis gestellt und wird sicherlich auch in Linz Erfolg mit seiner Arbeit haben.