Spielbericht
VfL Gummersbach
9. September 2019
Interview
Patrick Schmidt
11. September 2019

v.li.: Lukas Böhm (DJK Rimpar Wölfe), Michael Schulz (DJK Rimpar Wölfe) jubeln, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - VfL Lübeck-Schwartau, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]


Visier


TSV Bayer Dormagen



Stadt

Der Stadtname Dormagen geht aus dem keltischen Wort Durnomagus hervor und bedeutet so viel wie „Kieselfeld“. Besiedelt ist das heutige Stadtgebiet nachgewiesen seit mindestens der Mittelsteinzeit. Im Jahre 12 vor Christus wurde im heutigen Dormagen ein römisches Kastell fertiggestellt und die Kölner Straße, welche heute teilweise als Fußgängerzone im Stadtkern dient, ist ebenfalls ein Überbleibsel der römischen Besiedlung. Mit seinen circa 65.000 Einwohnern wird Dormagen als große kreisangehörige Stadt tituliert und ist dem Rhein-Kreis Neuss zugeordnet. Dormagen grenzt direkt an den Städten Köln und Düsseldorf. Im rheinischen Dialekt wurden die Bewohner Dormagens auch als „Wenkbüggele“ bezeichnet, was so viel wie „Windbeutel“ bedeutet. Der Begriff rührte daher, dass man meinte, die Dormagener würden viel Wind um nichts machen.

 
 
Verein

Mit 4.500 Mitgliedern ist der TSV Bayer Dormagen als Mehrspartenverein der größte seiner Stadt, die Handballabteilung ist das Aushängeschild des Klubs, welcher analog zu den Fußballern von Bayer 04 Leverkusen als Werksverein gegründet wurde. Die Heimspiele werden im 3.000 Zuschauer fassenden TSV Bayer Sportcenter ausgetragen und der TSV ist bekannt für seine hervorragende Jugendarbeit. Nachdem der Verein seinen Fokus ab 1976 vom Feldhandball auf den Hallensport legte, gelang dem TSV in der Saison 1982/83 erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Fünf Jahre später folgte dann der Sprung in Liga 1, wo man sich zehn Jahre lang halten konnte. Nach dem Abstieg 1998 folgte prompt der Wiederaufstieg, ehe es 2001 wieder nicht zum Klassenerhalt reichte. Aufgrund finanzieller Probleme entschloss man sich in Dormagen zu einem Neustart in der Regionalliga zur Saison 2001/02. Dem Verein gelang die Konsolidierung und er kam nach dem Aufstieg 2007/08 zurück in der 1. Bundesliga. Weil im Mai 2007 die Bayer AG entschlossen hatte, sich auf den Fußball zu konzentrieren und als Hauptsponsor bei den Handballern auszusteigen, hatte der Klub immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Mannschaft wurde selbstständig und spielte von nun an unter dem Namen TSV Dormagen. Nach drei Spielzeiten im Oberhaus folgten zwei aufeinanderfolgende Abstiege bis in die Drittklassigkeit. Von 2010-2012 firmierte der Verein unter der Bezeichnung Dormagener Handball-Club Rheinland. Weil allerdings auch der DHC an finanziellen Problemen zu knabbern hatte, wagte man 2012/13 einen weiteren Neustart als TSV Bayer Dormagen, wie wir den Verein heute kennen. Im Jahr 2013/14 kehrte der TSV erstmals in die 2. Liga zurück und konnte sich ein Jahr halten. 2017/18 durfte wieder der Aufstieg in Liga 2 gefeiert werden, sodass sich der Werksklub nun sein zweites aufeinanderfolgendes Jahr die Liga mit den Wölfen teilen darf. Die größten Erfolge der Dormagener Handballer waren zwei fünfte Plätze in der Bundesliga (1988 & 1991) sowie Finalteilnahmen am DHB-Pokal und dem IHF-Pokal 1993. In der Spielzeit 1993/94 drang man gar bis in das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister vor.

 
 
Mannschaft

Nach dem souveränen Klassenerhalt in der Saison 2018/19 hatten die Dormagener Handballer mit dem Verlust zweier absoluter Leistungsträger zu kämpfen: Lukas Stutzke (Bergischer HC) und Tim Wieling (TV Bittenfeld) hatten den TSV auch aufgrund überragender Leistungen im Vorjahr – Wieling war zum Beispiel einer der erfolgreichsten Werfer (236 Treffer) der gesamten Liga – verlassen. Trotz dieser Lücke im Kader, gelang es den „Wieseln“ adäquaten Ersatz, großteils auch aus der eigenen Jugend, zu finden. Der Kantersieg zum Auftakt war dennoch etwas überraschend, als man am ersten Spieltag den EHV Aue vor heimischem Publikum mit zehn Treffern aus der Halle fegte und sich zum ersten Tabellenführer der neuen Saison kürte. Dass man in Dormagen auch mal unter die Räder kommen kann, hatte auch unser Rudel gegen Ende der letzten Saison zu spüren bekommen. Eine herbe Niederlage, welche nun im Wolfsrevier wieder wettgemacht werden soll. Dafür müssen sich unsere Jungs auf eine junge und hungrige Mannschaft einstellen, welche durch schnelles Tempospiel versucht zum Erfolg zu kommen. Rückhalt bekommen die „jungen Wilden“ aus Dormagen von Torwart-Oldie Sven Bartmann, der mit seiner Erfahrung zwischen den Pfosten seinen Vorderleuten Hilfestellung geben kann. Zudem haben die Westfalen mit Carl Löfström einen schwedischen Mann am Kreis, welcher nach zwei ausgetragenen Partien bereits mit 12 Treffern für seine Farben überzeugen konnte.

Die Wölfe freuen sich riesig auf den Heimspielauftakt im Wolfsrevier und uns erwartet ein Handball-Spektakel mit zwei Teams, die den schnellen Weg nach vorne suchen. Wir dürfen uns also freuen, auf diesen Sonntag. Tickets für die Begegnung gibt es direkt hier

von Michael Schulz - 10.09.2019

 

ECHT - WILD - TREU - GIERIG