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Spielbericht


VfL Gummersbach



Am Schluss leuchtete der 25:22 Endstand am Samstag von der Anzeigetafel der Schwalbe-Arena und es gab kaum Zweifel daran, dass dieser Heimsieg für den VfL Gummersbach verdient gewesen war. 2.523 sahen jedoch eine Gastmannschaft aus Mainfranken, die sich gut verkaufte und gerade zu Beginn den VfL vor etwas größere Probleme stellte. Doch letztlich machten die Gäste ein bis zwei Fehler zu viel und diese wurden konsequent bestraft. So kam es dann zu einem verdienten, aber keineswegs dominanten Heimsieg des VfL Gummersbach.

Anfangsphase gehört den Wölfen

Die Wölfe wollten an diesem Abend ihren mit 3:1-Punkten durchaus gelungen Saisonstart weiterführen und wussten, dass sie ein richtig gutes Spiel brauchen würden, um diese Punkte mitzunehmen. Der Start verlief für die Wölfe schon mal nach Maß: Patrick Schmidt übernahm vorne Verantwortung und erzielte die ersten beiden Wölfe-Treffer in der Anfangsphase. Auf der anderen Seite tat es ihm Alexander Herrmann gleich und so stand es nach fünf gespielten Minuten 2:2 in der Schwalbe-Arena. Von Beginn an war klar, dass in diesem Spiel beide Abwehrreihen dominieren würden und so vielen auf beiden Seiten wenige Tore. Das Wolfsrudel spielte die Angriffe vorne konzentriert und konsequent aus und so leuchtete nicht unverdient eine 2:4-Führung nach acht Minuten auf der Anzeigetafel.

 
 
Doch in der Folge sollten die Wölfe nur noch zweimal in Führung gehen, bis der VfL die Partie übernahm. Die Konsequenz der Hausherren, die bei Fehlern der Wölfe direkt mit den beiden schnellen Außen Sommer und Blohme in den Gegenstoß gingen und diese bestraften, war an diesem Tag beeindruckend und letztlich auch einer der spielentscheidenden Faktoren. Eben per Gegenstoß war es Lukas Blohme, der den VfL zum ersten Mal beim Stand von 7:6 in Führung brachte. Ein weiterer Faktor tat sich immer häufiger zu Gunsten des VfL hervor und das war Torhüter Matthias Puhle. Der Schlussmann kam am Ende auf überragende 44% parierte Würfe und profitierte dabei von der sehr kompakten Defensive vor sich, die kaum einen einfachen Wurf der Wölfe zugelassen hatte.

Auch Max Brustmann und Andreas Wieser hatten mit 35% und 31% gehaltenen Bällen gute Quoten und trugen dazu bei, dass die Wölfe lange im Spiel bleiben konnten. Beim Stand von 11:8 nach 23 Minuten war es erneut Lukas Blohme per Gegenstoß, der die erstmalige Drei-Tore-Führung für die Hausherren herstellen konnte. Doch schon fünf Minuten später waren die Wölfe wieder da und Lukas Böhm besorgte mit einem Rückraumwurf den 12:12 Ausgleich. Kurz vor der Pause gab es beim Stand von 13:12 noch einmal einen Freiwurf in halbrechter Position für den VfL: Es standen noch zwei Sekunden auf der Uhr und der 2,07 Meter große Florian Baumgärtner stieg hinter dem Block hoch und zimmerte den Ball zur 14:12 Halbzeitführung in die Maschen. Durch diesen Treffer zogen die Hausherren das Momentum wieder auf ihre Seite und unter tosendem Applaus der Zuschauer ging es für beide Teams in die Kabinen.

Umkämpftes Spiel nach der Pause

Der erste Treffer nach der Pause gelang ebenfalls dem Heimteam. Marvin Sommer besorgte per Siebenmeter die 15:12-Führung. Doch nun starteten die Wölfe einen 3:0 Lauf und nach 34 gespielten Minuten war das Rudel wieder im Spiel. Lukas Böhm erzielte den 15:15 Ausgleichstreffer und konnte so die Partie wieder offen gestalten. Doch nun zeigte sich wieder die individuelle Klasse der Mannschaft von Torge Greve: Aus einer kompakten Defensive heraus, die jetzt kaum noch etwas zuließ, ging es wieder schnell nach vorne. Die Wölfe konnten in den folgenden fünf Minuten keinen Treffer erzielen und machten vorne zu leichte Fehler, die der VfL seinerseits für einen 4:0 Zwischenspurt nutzen konnte. Robin Haller stellte mit seinem Treffer zum 19:15 erstmals auf eine 4-Tore Führung für die Gastgeber.

 
 
Beim 21:16 und 22:17 war der Vorsprung sogar zeitweise auf fünf Tore angewachsen. Doch die Wölfe steckten nicht auf und kamen sieben Minuten vor dem Ende nochmals auf 23:21 heran. Benedikt Brielmeier, an diesem Abend bester Torschütze der Wölfe, verkürzte mit seinem fünften Treffer noch einmal für die Gäste. Doch in der Folge nutzte Gummersbach eine Überzahlsituation konsequent aus und Matthias Puhle konnte sich erneut auszeichnen und entschärfte auch die letzten Versuche der Gäste. Mit 25:22 konnte der Bundesliga-Absteiger aus Gummersbach seinen ersten Saisonsieg feiern und fügte den Wölfen gleichzeitig ihre erste Saisonniederlage zu. Beide Mannschaften rangieren nun mit 3:3 Punkten im Mittelfeld der Tabelle.

Nächste Woche erstes Heimspiel

Es wäre an diesem Abend sicherlich auch etwas mehr drin gewesen für die Wölfe. Jedoch haben ein paar Prozent gefehlt, die es braucht, um eine individuell derart top besetzte Mannschaft, wie Gummersbach, zu Fall zu bringen. In den entscheidenden Phasen agierten die Hausherren zu abgezockt und nutzten die Fehler der Wölfe eiskalt aus. Im Positionsangriff waren beide Mannschaften ebenbürtig, aber Gummersbach hatte einige einfache Tore mehr auf der Habenseite. Die Wölfe hätten ein Spiel über 60 Minuten am Limit gebraucht, um hier etwas mitzubringen, aber an diesem Tag sollte es einfach nicht sein.

Nichtsdestotrotz hat man sich gut verkauft und auch nach einem Fünf-Tore-Rückstand nicht aufgesteckt, sondern sich noch einmal fast zurückgekämpft. Auf die Leistung aus den ersten drei spielen kann man aufbauen und die guten Sachen versuchen mit in das erste Heimspiel der Saison zu nehmen. Am nächsten Sonntag kommt der TSV Bayer Dormagen in die s.Oliver Arena! Der TSV ist mit zwei Siegen und einer Niederlage in die Saison gestartet und rangiert in der Tabelle damit vor den Wölfen. Es wird mit Sicherheit eine sehr umkämpfte Partie mit sehr viel Emotionen, Kampf und Leidenschaft werden. „Die Wiesel“ vom TSV sind zudem berüchtigt für ihren Tempo-Handball. Also kauft euch eure Tickets und seid dabei, wenn wieder um zwei Punkte gekämpft wird!

Kommt ins Wolfsrevier und unterstützt die Wölfe!

von Michael Schulz - 02.09.2019

 

ECHT - WILD - TREU - GIERIG