Wölfe holen zwei Punkte in Pforzheim

von Lukas Schmitt

 

Die Wölfe sind erfolgreich in die neue Saison der 3. Liga Süd gestartet. Beim Vorjahresdritten SG Pforzheim/Eutingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Dragoș Oprea am Samstagabend mit 23:26 (14:13) durch. Nach einem umkämpften ersten Durchgang steigerte sich das Wolfsrudel nach der Pause deutlich und legten mit einer starken Abwehrleistung den Grundstein für den Auftaktsieg.

Endlich ging es los: Nach zwei Spielverlegungen und einem damit verbundenen verspäteten Saisonstart durften die Wölfe am Samstagabend erstmals in dieser Spielzeit um Punkte kämpfen. Zum Auftakt wartete mit der SG Pforzheim/Eutingen direkt eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Gastgeber hatten bereits zwei Saisonspiele absolviert, doch davon war den Würzburgern zunächst wenig anzumerken.

Von Beginn an entwickelte sich in der Bertha-Benz-Halle ein intensives und ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, wobei sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Die Wölfe fanden immer wieder gute Lösungen im Angriff, mussten aber gleichzeitig einige Treffer der Gastgeber hinnehmen. Über 5:3 und 8:6 ging es bis zum 9:9 in der 24. Minute. Bis zur Halbzeit blieb es eng – mit einer knappen 14:13-Führung ging Pforzheim/Eutingen in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Mannschaft von Dragoș Oprea deutlich stabiler. Vor allem in der Defensive fanden die Wölfe nun immer besseren Zugriff und machten es den Gastgebern zunehmend schwer, zu klaren Torchancen zu kommen.

Dahinter erwies sich Sebastian Klein als sicherer Rückhalt. Der Wölfe-Keeper zeigte eine starke Leistung und wurde gemeinsam mit der Abwehr zu einem entscheidenden Faktor in der zweiten Hälfte.

Auch offensiv blieb Würzburg geduldig und nutzte seine Chancen konsequenter. Beim 17:18 übernahmen die Wölfe erstmals wieder die Führung, ehe sie sich Schritt für Schritt absetzen konnten. Besonders wichtig war eine Phase zwischen der 46. und 53. Minute: Fast sieben Minuten lang ließ die Defensive, um den starken Mittelblock Michel Reitemann und Alexander Merk, keinen Gegentreffer zu. Aus einem 19:20 wurde dadurch eine 19:22-Führung.

Pforzheim/Eutingen gab sich allerdings noch nicht geschlagen und verkürzte in der Schlussphase mehrfach. Die Wölfe behielten jedoch die Ruhe und fanden auch in den entscheidenden Minuten die richtigen Antworten. Beim 21:24 und 23:26 sorgten sie schließlich für die Entscheidung.

„Abwehr und Torhüter haben das Spiel gewonnen“

Die Wölfe feierten damit einen wichtigen Auswärtssieg zum Saisonauftakt – und das ausgerechnet beim Tabellendritten der vergangenen Spielzeit.

„Wenn man auswärts nur 23 Tore kassiert, dann kann man schon sagen, dass Torhüter und Abwehr das Spiel gewonnen haben“, bilanzierte Trainer Dragoș Oprea nach seiner Punktspielpremiere auf der Wölfe-Bank. Besonders die Steigerung nach der Pause dürfte dem Coach gefallen haben.

Erfolgreichster Würzburger Torschütze war Jona Reidegeld mit fünf Treffern. Ebenfalls fünfmal traf Tim Bauder, Alexander Merk steuerte vier Tore bei. Insgesamt zeigte die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit die nötige Geschlossenheit und kämpferische Qualität, um die Partie nach einem Rückstand noch zu drehen.

Der Auftaktsieg ist damit gleichzeitig ein erstes Ausrufezeichen der Wölfe. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht: Am kommenden Samstag steht bereits das erste Heimspiel der Saison an. Dann wartet in der tectake ARENA mit dem SV Salamander Kornwestheim der amtierende Meister auf die Wölfe.


 
STATISTIK ZUM SPIEL
 

Wölfe: Klein, Wittmann – Vučetić 4/3, Reidegeld 5, Joel Mauch 2, Begic 2, Kütt, Bauder 5/1, Beck 2, Längst, Reitemann, Edelmann, Franke 2, Merk 4.

Pforzheim: Luckert, Siegl – Horchheimer 5, Schnepf 2, Bröhl 1, Mauch 3, Broschwitz 4/2, Schneider 1, Emauel 2, Giuliano, Boschmann 2, Mariano, Mosblech 1, Tüx, Ackermann 2/2, Meißner.

Zeitstrafen: 1:4 Rot: Vučetić (57., Foulspiel) Siebenmeter: 7/4 - 5/4 Zuschauer: 260

Spielfilm: 3:5 (11.), 8:6 (15.), 9:9 (24.), 14:13 (30.), 17:18 (40.), 19:20 (46.), 19:22 (50.), 21:22 (54.), 21:24 (56.), 23:26 (60.)

 

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von Lukas Schmitt - 14.09.2026

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