Was für ein Abend in der tectake ARENA! Die Wölfe haben am Samstag auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen und dabei vor 1.122 Zuschauern den Meister der vergangenen Saison, den SV Salamander Kornwestheim, mit 37:36 (15:17) bezwungen. In einer hochintensiven Partie lieferten sich beide Mannschaften über 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für die Heimsieben.
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt bei der SG Pforzheim/Eutingen wartete mit Kornwestheim direkt die nächste schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Dragoș Oprea. Und die Gäste zeigten von Beginn an, warum sie zu den etablierten Spitzenteams der Liga gehören. Die Wölfe erwischten zwar den besseren Start und konnten sich zwischenzeitlich mit 14:12 absetzen, doch gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm Kornwestheim wieder die Kontrolle. Mit einem 15:17-Rückstand ging es für die Heimsieben in die Kabine.
Wölfe kommen mit voller Energie aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein wahrer Schlagabtausch. Beide Teams fanden immer wieder Lösungen im Angriff, sodass sich zunächst niemand entscheidend absetzen konnte. Beim 21:21 war die Partie wieder völlig offen.
Doch je länger die zweite Halbzeit dauerte, desto mehr kamen die Wölfe ins Rollen. Vor allem in der Defensive erhöhte die Heimsieben den Druck. Immer wieder wurden Zuspiele der Gäste abgefangen oder Kornwestheim zu schwierigen Abschlüssen gezwungen. Dahinter steigerte sich auch Sebastian Klein im Wölfe-Tor und wurde mit zunehmender Spieldauer zu einem wichtigen Rückhalt.
Diese Energie übertrug sich auf die gesamte Mannschaft. Nach gelungenen Abwehraktionen und wichtigen Treffern feierten sich die Wölfe gegenseitig und nahmen auch die Zuschauer immer mehr mit. Die Emotionen waren genau das, was Dragoș Oprea von seiner Mannschaft gefordert hatte.
„Was meine Jungs da in der Abwehr geleistet haben, war phänomenal“, zeigte sich der Wölfe-Coach nach der Partie begeistert.
Von 27:27 zum entscheidenden Vorsprung
Beim 27:27 war weiterhin alles offen. Dann gelang den Wölfen der entscheidende Zwischenspurt. Mit viel Tempo und Konsequenz setzte sich die Heimsieben auf 32:29 ab und zwang die Gäste dazu, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen.
Auch offensiv zeigte die Mannschaft dabei ihre Variabilität. Neben dem klassischen Angriffsspiel setzte Dragoș Oprea immer wieder auf den siebten Feldspieler und veränderte zwischenzeitlich auch die Formation im Rückraum. Die unterschiedlichen Varianten stellten Kornwestheim immer wieder vor neue Aufgaben.
Angeführt von einem starken Joel Mauch, der insgesamt sechs Treffer erzielte, sowie Jona Reidegeld, Anton Beck und Michel Reitemann, die jeweils fünfmal erfolgreich waren, blieb das Wolfsrudel auch in der entscheidenden Phase ruhig und mutig.
Dramatische Schlussphase
Beim 37:33 knapp drei Minuten vor dem Ende schien die Partie bereits auf die Zielgerade einzubiegen. Doch Kornwestheim gab sich nicht geschlagen. Die Gäste erhöhten noch einmal den Druck und verkürzten Tor um Tor. Kurz vor Schluss stand es nur noch 37:36. Doch die Wölfe behielten den Ball in den verbleibenden Sekunden in den eigenen Reihen und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Die Erleichterung und Freude waren anschließend riesig. Spieler, Trainerteam und Mannschaft feierten gemeinsam den zweiten Sieg im zweiten Spiel – und damit einen weiteren Erfolg gegen ein Team, das in der vergangenen Saison noch die Meisterschaft feiern konnte.
Auch Joel Mauch sah die Defensive als entscheidenden Faktor für den Heimsieg: „Es hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber trotz der 36 Gegentore war unsere Abwehr der Schlüssel zum Sieg.“Gerade in der zweiten Hälfte habe die Mannschaft immer wieder wichtige Bälle herausgespielt und sich dadurch die nötigen Chancen erarbeitet. Gleichzeitig sorgten Mut, Leidenschaft und die Unterstützung von den Rängen dafür, dass die Wölfe auch in den schwierigen Phasen der Partie nicht nachließen.
Zwei Spiele, zwei Siege – und nun wartet bereits die nächste große Herausforderung.
Am kommenden Freitag, 25. September, geht es für die Wölfe zum aktuellen Tabellenführer VfL Pfullingen, der bislang alle vier Saisonspiele für sich entscheiden konnte. Nach dem gelungenen Saisonstart darf sich das Wolfsrudel also bereits auf die nächste Top-Begegnung freuen.