33:30-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen II – Würzburg dreht Partie nach schwierigem Start und bleibt zu Hause ungeschlagen
Was für ein Abend im Wolfsrevier! Vor 1.115 Zuschauerinnen und Zuschauern haben die Wölfe Würzburg am Sonntagabend einen hart erkämpften 33:30-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen II eingefahren. Nach einem über weite Strecken engen und umkämpften Spiel bewahrten die Wölfe in der entscheidenden Phase die Nerven und belohnten sich mit zwei wichtigen Punkten.
Dabei erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Die junge Mannschaft aus Mannheim trat von Beginn an selbstbewusst auf und stellte die Wölfe vor einige Herausforderungen. Besonders mit ihrem hohen Tempo und den beweglichen Rückraumspielern kamen die Junglöwen immer wieder zu guten Abschlüssen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Gäste beim 8:12 erstmals mit vier Toren absetzen.
Die Wölfe ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit zunehmender Spieldauer fand die Mannschaft von Trainer Dragos Oprea besser ins Spiel und arbeitete sich Tor um Tor heran. Kurz vor der Halbzeit gelang schließlich der Ausgleich – und wenig später sogar die Führung. Mit einem 13:12 ging es in die Kabinen.
Defensive Umstellung bringt die Wende
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und die Führung wechselte mehrfach. Die Wölfe mussten dabei immer wieder gegen die schnellen Angreifer der Gäste Lösungen finden.
Eine wichtige Rolle spielte dabei die taktische Umstellung in der Abwehr. Mit einer offensiveren 3:2:1-Deckung erhöhten die Wölfe den Druck auf die Rückraumspieler der Junglöwen. Die Gäste wurden früher gestört und Würzburg kam dadurch zu wichtigen Ballgewinnen. Gleichzeitig wuchs das Selbstvertrauen der Gastgeber von Minute zu Minute.
Beim 23:21 in der 45. Minute schienen sich die Wölfe erstmals etwas absetzen zu können. Doch die Gäste blieben dran und glichen beim 23:23 wieder aus. Auch fünf Minuten vor dem Ende stand beim 28:28 noch alles auf der Kippe.
Wölfe entscheiden die Partie in der Schlussphase
Dann aber legten die Wölfe noch einmal eine Schippe drauf. Mit viel Einsatz, hoher Intensität und der Unterstützung des eigenen Publikums gelang es Würzburg, sich in den letzten Minuten entscheidend abzusetzen.
Auch Torhüter Sebastian Klein wurde in der Schlussphase zu einem wichtigen Rückhalt und entschärfte mehrere entscheidende Würfe der Gäste. Vorne übernahm die Wölfe-Offensive Verantwortung und sorgte mit drei Treffern in den letzten beiden Minuten endgültig für die Entscheidung.
Beim Schlusspfiff stand ein 33:30 auf der Anzeigetafel – und im Wolfsrevier gab es kein Halten mehr.
Besonders treffsicher präsentierten sich Bauder mit neun Toren, Beck mit sechs Treffern und Merk mit fünf Toren. Insgesamt überzeugten die Wölfe vor allem durch ihren großen Kampfgeist und die Fähigkeit, auch in schwierigen Phasen nicht den Kopf zu verlieren.
Wolfsrevier wird zum echten Heimvorteil
Einen großen Anteil am Heimsieg hatte auch wieder der eigene Anhang. Die Stimmung im Wolfsrevier war über die gesamten 60 Minuten hervorragend. Die Fans trieben die Mannschaft gerade in der entscheidenden Schlussphase lautstark nach vorne und sorgten dafür, dass die Wölfe auch in engen Situationen immer wieder zusätzliche Energie bekamen.
Mit dem zweiten Heimsieg der Saison bleiben die Wölfe im eigenen Wolfsrevier ungeschlagen und verbessern ihr Punktekonto auf 6:2 Zähler. Nach dem Schlusspfiff durfte die Mannschaft den verdienten Sieg gemeinsam mit den Fans feiern.
„Wir haben 6:2 Punkte und können mit unserem Saisonstart zufrieden sein“, lautete das positive Fazit von Trainer Dragos Oprea nach der Partie.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Am kommenden Sonntag, 11. Oktober, sind die Wölfe beim TSV Neuhausen/Filder gefordert. Dort wartet die nächste Mannschaft mit einer starken Nachwuchsarbeit – und damit die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der 3. Liga Süd.