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Spielbericht


TuS N-Lübbecke


“Die Mannschaft hat sich das Glück hart erarbeitet”. Dieses Zitat von Trainer Matthias Obinger fasst das Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke sehr treffend zusammen. Die Wölfe zeigten über 60. Minuten eine kämpferische Leistung und sicherten sich letztlich verdient einen immens wichtigen Heimsieg. Am Ende hieß es vor 1339 Zuschauern 29:28 für die Wölfe und die Freude kannte sowohl auf dem Feld, als auch auf der Tribüne keine Grenzen.

Gute Defensivleistung vom Start weg

Beide Mannschaften starteten ordentlich in die Partie und vor allem defensiv ließen beide Teams wenig zu. Joel Birlehm und Max Brustmann stellten bereits früh ihre Klasse unter Beweis und parierten einige Bälle. Nach 6. Minuten stand es 3:3 nach einem Treffer von Dener Jaanimaa. Nun schaltete die Wölfeabwehr einen Gang hoch und man konnte durch leichte Tore über die erste und zweite Welle einen 4:0-Lauf starten. Dieser wurde durch Fin Backs zum 7:3 nach 12. Minuten abgeschlossen. In der Folge konnte Lübbecke sich in Überzahl wieder heran kämpfen und fand beim 9:8 durch Patryk Walczak wieder den Anschluss. Bis zur Pause brachten die Wölfe die Partie wieder unter Kontrolle und spielten die Angriffe vorne besser aus und konnten die herausgespielten Chancen besser nutzen. Lukas Siegler stellte mit seinem Treffer auf 12:10 für die Hausherren und mit diesem Ergebnis ging man auch in die Pause.

Fehlstart in Halbzeit zwei

Der Gast aus Lübbecke kam besser aus Kabine und legte los wie die Feuerwehr. Aus einer stabileren Abwehr heraus schalteten sie schnell um und kamen so besser ins Spiel. Peter Strosack schloss einen 0:3-Lauf ab und der TuS Nettelstedt-Lübbecke ging erstmals seit dem 0:1 wieder in Führung. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch in der s.Oliver Arena und kein Team konnte sich absetzen. Nach 36. Minuten konnte Max Bauer einen Gegenstoß zur zwei Tore Führung verwerten und brachte die Zuschauer langsam auf Betriebstemperatur. In der Folge war es Valentin Spohn den die Wölfeabwehr nicht in der Griff bekam. Die Nummer 23 der Gäste war mit 7 Treffern bester Werfer seines Teams. Es ging nun hin und her und Lübbecke legte immer wieder vor und Rimpar konnte wiederum immer wieder ausgleichen. Nun erfolgte die taktische Umstellung in der Abwehr mit Julian Sauer vorgezogen gegen die Position Halblinks der Gäste und im Angriff agierten die Wölfe mit dem 7. Feldspieler. Man konnte in der Abwehr einige Ballverluste erzwingen, schaltete dann gut um und auch im Positionsangriff wurde die 7:6 Überzahl gut ausgespielt.

Wölfe erarbeiten sich bekanntes Quäntchen Glück

Beim erneuten Ausgleich durch Fin Backs zum 28:28 war die Spannung dann auf dem Zenit. Das Spiel war völlig offen und die Stimmung in der Halle kochte mittlerweile gewaltig. Max Brustmann hielt einen ganz offenen Wurf und der Abpraller landet bei den Wölfen. Der an diesem Abend überragende Julian Sauer wird von Fin Backs auf die Reise geschickt und bringt sein Team in Führung. Es verbleiben noch 30 Sekunden auf der Uhr und Lübbecke macht direkt Tempo nach vorne. Wenige Pässe später kommt der TuS zu einer komplett freien Abschlusssituation trifft aber nur die Latte und der Abpraller landet bei den Wölfen. Trainer Matthias Obinger nimmt noch einmal eine Auszeit 9 Sekunden vor dem Ende. Es folgte die logische offene Manndeckung der Gäste und es hielt keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen. Die Wölfe schafften es die Zeit herunter zu spielen und alles was danach folgte lässt sich gut als pure Freude und Erleichterung zusammenfassen.

Wölfe belohnen sich für großen Kampf

Gästetrainer Aaron Ziercke zog auf der anschließenden Pressekonferenz einen sehr zutreffenden Vergleich zum Spiel der Wölfe in Nordhorn. Dort hatten die Wölfe auch mehrmals die Chance etwas zählbares mitzunehmen und scheiterte letztlich sehr knapp. Diesmal war es andersherum und die Wölfe profitierte von den Fehlwürfen des Gegners. An diesem Abend war es egal wie der Sieg zu Stande kam. Die Hauptsache war, dass die Punkte bei den Wölfen blieben. Die Mannschaft der Wölfe ließ sich zu keinem Zeitpunkt hängen und setzte die taktischen Vorgaben auch sehr gut um. Auch wenn Fehler passierten hakte man diese schnell ab und glaubte zu jeder Zeit an den Erfolg. Ein riesen Dank gilt den Zuschauern! Die Stimmung war grandios und die Mannschaft wurde in der entscheidenden Phase nochmal nach vorne gepusht. Zusammen hat man es endlich wieder geschafft einen sehr wichtigen Heimsieg einzufahren. Am Wochenende geht es für die Wölfe in Aue weiter und vielleicht schafft man es den Heimsieg zu vergolden.

von Michael Schulz - 26.11.2018