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Spielbericht



Eichenauer SV – Jungwölfe (23:24)



„Jungs, dieses Spiel wird schwerer als unser Heimspiel letzte Woche (30:26 gegen den VfL Günzburg)“, so Spielmacher Julius Weinhardt vor dem Auswärtsspiel in Eichenau in der Kabine. Warum? Eichenau war erst letzte Saison aus der Landesliga aufgestiegen und hatte mit dem Spiel gegen die DJK ihr erstes Bayernliga-Heimspiel zu bestreiten. Dementsprechend motiviert war die Heimtruppe vor den eigenen Fans zu zeigen, dass sie in diese Liga gehören. Zudem hatten die Jungwölfe noch mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Max Wirth (RL) musste mit 38°C Fieber einen Großteil der zweiten Hälfte und Benedikt Gräsl (RA) mit einem überdehnten Innenband das komplette Spiel durchspielen.
Angefeuert von einer lautstarken Kulisse begann der SV zunächst also stärker. Gegen eine zu Beginn nicht aggressiv genug auftretende Rimparer Abwehr taten sich die Eichenauer nicht allzu schwer. Die passende Antwort auf ein frühes 2:0 gab die DJK aber schnell und so entwickelte sich zu Beginn ein reger Schlagabtausch. Nach knapp 12 Minuten stand es bereits 6:5 für die Heimmannschaft. Nun kam die Abwehr der Jungwölfe angeführt von einem starken Innenblock um Tino Fischer und Nicolas Gräsl allerdings immer mehr in Fahrt. Mit der Hilfe der Abwehr konnte jetzt auch Markus Leikauf immer öfter wichtige Bälle entschärfen. Dem Eichenauer Angriff gelangen nunmehr wenig „einfache Tore“. Ab Spielminute 22 (8:10) führten die Wölfe nun und gaben diese Führung auch bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus der Hand. Trotz guter Chancen auf drei bis vier Tore zur Halbzeit wegzuziehen vergaben die Rimparer zu viele dieser Chancen durch Fehlpässe oder Fehlwürfe. So stand zur Halbzeit nur ein Tor Plus zu Buche (11:12).
Nach der Halbzeitpause konnten sich die Gäste über die Zeit durch eine aggressive Deckung und einen aus dem Rückraum wie beliebig treffenden Felix Karle einen knappen Vorsprung erarbeiten. So stand es nach 42 Minuten 17:21 für die Gastmannschaft. Doch wieder verpassten es die Jungwölfe den Vorsprung zu vergrößern. Zu viele Großchancen wurden liegengelassen und so kam es beim Spielstand von 19:24 nach genau 52 Minuten und 19 Sekunden Spielzeit noch unnötig zu einer extrem hektischen Schlussphase. Auf beiden Seiten hagelte es auf einmal Zeitstrafen, sodass zwischenzeitlich noch acht von zwölf Feldspielern auf dem Platz standen. Gespielt wurde dann im Modus fünf (Eichenau) gegen drei (Rimpar). Als nach dem Vergehen der Zeitstrafen wieder spielerische Lösungen gegen die nun stark kämpfende Eichenauer Abwehr möglich wurden, fanden die rimparer Spieler auf einmal das Tor nicht mehr. Drei Großchancen vergaben die Jungwölfe in den letzten sechs Minuten. So blieb es bis zum Ende eng, denn Eichenau hatte elf Sekunden vor Schluss des Spiels noch einmal den Ball und damit die Chance auf den Ausgleich. Die nun genommene Auszeit der Heimmannschaft fruchtete allerdings nicht, denn trotz eines sieben gegen fünf landete der Ball magischerweise in den Händen des rimparer Abwehrspieler Nicolas Gräsl, der mit dem Ball in der Hand die Zeit herunterlaufen lassen konnte.
Ein merkwürdiges Spiel nahm so sein für die Jungwölfe glückliches und abgesehen von den ersten und den letzten zehn Minuten auch nicht unverdientes Ende. Denn in der Zeit dazwischen agierten Angriff und Abwehr stark und konzentriert. Nur die mangelnde Chancenauswertung vor allem in den „Big-Points“, den Momenten des Spiels in denen man sich entscheidend hätte absetzen können machte den Fast-Punktverlust möglich. Arbeitet man noch am Nutzen der Torchancen, so sieht man die DJK in den künftigen Spielen gar nicht so schlecht aufgestellt.