Vorbericht
ASV Hamm-Westfalen
17. Oktober 2019
Visier
HSG Konstanz
24. Oktober 2019

v.li.: Trainer Ceven Klatt (DJK Rimpar Wölfe) nachdenklich schauend, Einzelbild, 28.09.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden


Spielbericht


ASV Hamm-Westfalen



Mit 27:21 fiel der Heimsieg für den ASV Hamm-Westfalen gegen die Wölfe letztlich ein wenig zu hoch aus, aber über 60 Minuten gesehen war der Sieg völlig verdient. Vor fast 2.000 Zuschauern in der Westpress Arena in Hamm, zeigten die Wölfe eine ordentliche Leistung und konnten die erste Halbzeit noch ausgeglichen gestalten. In der zweiten Hälfte schaltete der ASV dann einen Gang höher und das Rudel machte den ein oder anderen Fehler zu viel. Trotzdem hat man aus Sicht der Gäste sicherlich ein ordentliches Auswärtsspiel gezeigt und sich in einer Halle, wo viele Teams chancenlos sind, gut verkauft.

Erste Hälfte auf Augenhöhe

Wölfe Trainer Ceven Klatt hatte in der gesamten Trainingswoche vor der Anfangsphase in dieser Partie gewarnt und immer wieder ihre Wichtigkeit hervorgehoben. Aus vergangenen Spielen in Hamm, als der Beginn verschlafen wurde und man früh einem Rückstand hinterherlief, sollten die Spieler der Wölfe auch ihre Lehren gezogen haben. Außerdem galt es eine stabile Abwehr zu stellen und vorne konsequente Angriffe zu spielen, um auch das Tempospiel der Hausherren zu unterbinden. Der Start in dieses Spiel lief für die Gäste genau nach Plan. Man konnte die ersten beiden Angriffsversuche des ASV unterbinden und selbst nach drei Minuten mit 0:1 in Führung gehen.
 
 
Erst in der siebten Spielminute brachte Sören Südmeier die Hausherren zum ersten Mal mit 2:1 in Führung. Doch die Wölfe blieben dran und konnten bis zum 5:5 durch Benedikt Brielmeier immer wieder ausgleichen. Zwischen der 15. und 20. Minute konnte die Mannschaft von Kay Rothenpieler sich erstmals etwas absetzen und stellte auf 8:5. Es war vor allem Sören Südmeier, der mit vielen einfachen Toren immer wieder Nadelstiche setzen sollte. Die Wölfe kämpften weiter und kamen über einen starken Max Brustmann bis zur Halbzeit wieder heran. Beim 10:10 durch Lukas Siegler war das Spiel erneut ausgeglichen. Linksaußen Fabian Huesmann war es vorbehalten, den 11:10 Halbzeitstand zu erzielen und seine Farben mit einer Führung in die Kabine gehen zu lassen.

Hamm wird Favoritenrolle in der zweiten Halbzeit gerecht

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist relativ schnell erzählt: Hamm stellte auf eine 5:1-Formation um und wollte damit die Kreise der Wölfe noch mehr einschränken. Das Wolfsrudel kam nochmals zum 11:11 Ausgleich durch Benedikt Brielmeier, der an diesem Abend mit sechs Treffern erneut bester Torschütze seiner Mannschaft war. In der Folge spielte der ASV jedoch konsequenter und nutzte seine Überzahlsituationen eiskalt aus, während die Wölfe im Angriffsspiel nur schwer Lösungen gegen die neue Abwehrformation fanden. Nach einem 5:0-Lauf war Ceven Klatt gezwungen eine Auszeit zu nehmen und das Team noch einmal neu einzustellen.

Man agierte nun offensiv mit dem siebten Feldspieler, um so die Abwehrumstellung des Gegners auszuhebeln. Dies gelang Recht gut und so kam man wieder auf drei Tore heran. Julian Sauer stellte in der 44 Minute auf 17:14 und bis zum 21:18 durch Lukas Siegler in Spielminute 50 blieben die Wölfe zumindest in Schlagdistanz. Auch in der Abwehr versuchte man nochmal alles und stellte zunächst auf eine 4:2 und dann auf eine offene Manndeckung um. Doch Hamm spielte alles souverän herunter und die Wölfe kamen nicht mehr ran.
 
 
Am Ende erzielte Merten Krings den Endstand zum 27:21, der wie bereits erwähnt, gemessen an den gezeigten Leistungen etwas zu hoch ausfiel. Die Wölfe hatten eine durchaus ansprechende Leistung gezeigt, jedoch wurden offensiv wie defensiv mit zunehmender Spieldauer immer weniger Zweikämpfe gewonnen. Dies war natürlich hinten raus auch eine Kraftfrage, die auch konsequent durch den Favoriten Hamm-Westfalen bestraft wurde. Nach dem Spiel bedankten sich die Wölfe bei ihren mitgereisten Fans für die tatkräftige Unterstützung und waren enttäuscht, ihnen keine zwei Punkte geschenkt zu haben.

Für die Wölfe heißt es nun Wunden lecken, um dann hoffentlich gestärkt aus der Länderspielpause hervorgehen zu können. Dann steht ein Doppelspieltag an und die Wölfe freuen sich auf zahlreiche Unterstützung. Erst geht es gegen Konstanz und dann ist der TuSEM Essen zu Gast in der s.Oliver-Arena. Sichert euch eure Tickets und seid dabei!

Statistik:

Hamm: Storbeck (11 Paraden), Krechel, Huesmann 7, Milde, Brosch 2, Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez, Schwabe, Lex, Stavast, Südmeier 7, Krings 3, Pretzewofsky, Franke 2, von Boenigk 6

Wölfe: Brustmann (9 Paraden), Wieser, Schömig 2, Böhm 1, Karle, Gempp, Kaufmann 1, Siegler 3, Schulz 2, Backs, Brielmeier 6, Herth 4, Sauer 2

Zeitstrafen: 1 / 4

Siebenmeter: 4/4 / 4/4

von Michael Schulz - 21.10.2019

 

ECHT - WILD - TREU - GIERIG