Zittersieg vor heimischem Publikum
von Lukas Schmitt
Die Wölfe haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt, dabei jedoch unnötig Spannung aufkommen lassen. Am Samstagabend setzte sich die Mannschaft von Heiko Karrer mit 27:26 gegen den TuS Fürstenfeldbruck durch und feierte vor 1.017 Zuschauenden in der tectake ARENA einen hart erkämpften Heimsieg.
Weiterhin ohne Mittelmann Florian Schmidt und den kurzfristig erkranken Tyler Grömling, deutete dabei lange Zeit alles auf einen souveränen Erfolg hin. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Wölfe zunehmend die Kontrolle, stellten eine aggressive Abwehr und setzten sich bis zur Pause auf 14:10 ab. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit schien die Partie entschieden: Nach 40 Minuten lag Würzburg mit 21:11 in Führung – zehn Tore Vorsprung gegen das aktuelle Schlusslicht der Tabelle.
Doch statt das Spiel ruhig zu Ende zu bringen, schlichen sich bei den Hausherren Unkonzentriertheiten und technische Fehler ein. Fürstenfeldbruck nutzte diese Phase konsequent, kämpfte sich Tor um Tor heran und sorgte in den Schlussminuten noch einmal für Hochspannung. Am Ende retteten die Wölfe den knappen Vorsprung über die Zeit und durften über zwei wichtige Punkte jubeln.
„Am Ende zählen die zwei Punkte“, stellte Trainer Heiko Karrer nach der Partie klar. Gleichzeitig ärgerte ihn jedoch der unnötig spannende Spielverlauf: Die knappe Schlussphase sei hausgemacht gewesen, so der Coach, der insbesondere die Fehlerquote in den letzten Minuten bemängelte.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die Defensive – und ein starker Rückhalt im Tor. Nachwuchskeeper Mika Wittmann kam bereits früh in die Partie und zeigte eine überzeugende Leistung zwischen den Pfosten. Der junge Torhüter, der normalerweise in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt, nutzte seine Chance und gab der Abwehr zusätzliche Sicherheit.
Erstmals zum Einsatz kam Neuzugang Patrik Längst. Zwar blieb der Rückraumspieler ohne eigenen Treffer, setzte aber mit seine Mitspieler mehrmals in Szene. Nach bisher nur wenigen gemeinsam Trainingseinheiten, fehlte ihm verständlicherweise noch die Abstimmung – Potenzial für die kommenden Wochen ließ er dennoch erkennen.
Durch den knappe Erfolg verbessern sich die Wölfe in der Tabelle auf Rang drei und behaupten ihre gute Ausgangsposition im Rennen um die Aufstiegsrunde. Trotz aller Kritikpunkte bleibt festzuhalten: In einer Phase, in der es zuletzt nicht immer rund lief, haben die Wölfe ihre Hausaufgabe erfüllt – wenn auch mit reichlich Nervenkitzel.
Wölfe: Klein, Wittmann – Krenz 3, Schömig 2, Reidegeld 1, Karle 1, Mauch 1, Kaufmann 3, Kütt, Bauder 8/3, Längst, Szuharev 3, Reitemann 1, Daugs, Franke 3, Merk 1.
Fürstenfeldbruck: Allmendinger, Kussmaul, Vistica – Gnan 3, Notz 2, Ruhwandl, Hlawatsch 7, Van de Maele 1, Gropper, Steinbrecher 1, Lühr 1, Günther 1, Hasekamp 2, Auer 2, Elschner 6.
Zeitstrafen: 2:3 Rot: - Siebenmeter: 4/3 - 0/0 Zuschauer: 1017
Spielfilm: 4:2 (7.), 5:5 (11.), 11:8 (26.), 14:10 (30.), 21:11 (40.), 25:18 (51.), 27:22 (57.), 27:26 (60.).
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