Wölfe zu Gast beim Spitzenreiter
von Lukas Schmitt
Am Freitagabend wartet auf die Wölfe die nächste schwere Aufgabe im bisherigen Saisonstart: Um 20 Uhr gastiert die Mannschaft von Dragoș Oprea beim VfL Pfullingen. Beide Teams sind bislang ungeschlagen – und entsprechend viel steht beim Duell in der Kurt-App-Sporthalle auf dem Spiel.
Zwei Spiele, zwei Siege: Die Wölfe sind mit maximaler Ausbeute in die neue Saison gestartet. Nach dem Auftakterfolg bei der SG Pforzheim/Eutingen folgte am vergangenen Samstag ein spektakulärer 37:36-Heimsieg gegen den SV Salamander Kornwestheim, den Meister der vergangenen Saison. Nun wartet mit dem VfL Pfullingen bereits die nächste Mannschaft aus dem Kreis der Spitzenteams.
Die Gastgeber haben dabei sogar schon vier Saisonspiele absolviert und konnten alle für sich entscheiden. Auf deutliche Erfolge gegen die beiden Aufsteiger aus Schwäbisch Gmünd und Albstadt folgte ein beeindruckender 34:44-Auswärtssieg in Heilbronn. Am vergangenen Wochenende setzte der VfL mit einem klaren 36:27-Heimerfolg gegen die Junglöwen das nächste Ausrufezeichen.
Entsprechend selbstbewusst dürfte die Mannschaft von Fabian Gerstlauer in das Duell mit den Wölfen gehen. Der VfL möchte die Tabellenführung verteidigen und gerade in eigener Halle seine bislang makellose Bilanz ausbauen.
Eingespielter Rückraum trifft auf variable Defensive
Die Stärke der Pfullinger liegt dabei nicht nur in den bisherigen Ergebnissen. Der VfL verfügt über eine sehr eingespielte Mannschaft und insbesondere über einen hochqualitativen Rückraum. Niklas Roth (23 Tore), Lasse Schiemann (19) und Fynn Hofele (19) führen aktuell die interne Torschützenliste an.
Hofele verfügt zudem über ein Zweitspielrecht beim Erstligisten Frisch Auf! Göppingen und bringt damit zusätzliche Qualität in den Pfullinger Rückraum. Gemeinsam mit dem groß gewachsenen Kreisläufer Sascha Brodbeck sorgt der VfL immer wieder für gefährliche Situationen im Angriff. Das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis gehört zu den Waffen, auf die sich die Wölfe-Abwehr am Freitag besonders einstellen muss.
Als Prunkstück der Gastgeber gilt allerdings die Defensive. Mit lediglich 113 Gegentoren aus vier Spielen stellt Pfullingen aktuell die beste Abwehr der Liga. Dabei zeichnet sich die Defensive vor allem durch ihre Variabilität aus und wird die Wölfe vor die Aufgabe stellen, immer wieder die richtigen Lösungen zu finden.
Noch eine Rechnung aus der vergangenen Saison
Dass die Aufgabe in Pfullingen keine leichte wird, mussten die Wölfe bereits in der vergangenen Saison erfahren. Im ersten Duell im Wolfsrevier konnten sich die Wölfe noch die beiden Punkte sichern. Beim Rückspiel in Pfullingen folgte dagegen ein Abend zum Vergessen: Mit 39:28 musste sich das Wolfsrudel deutlich geschlagen geben.
Die Gastgeber wollen in dieser Saison an die starken Leistungen der Rückrunde anknüpfen und haben ihre Ziele entsprechend formuliert: Der Anspruch des VfL ist es, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.
Wölfe wollen nächsten Schritt machen
Doch auch die Wölfe reisen mit viel Selbstvertrauen nach Pfullingen. Zwei Siege gegen Mannschaften, die bereits in der vergangenen Saison zur Spitzengruppe gehörten, haben gezeigt, dass die Mannschaft von Dragoș Oprea auch gegen starke Gegner bestehen kann.
Dabei bleibt die Marschroute klar: Um auch in Pfullingen erfolgreich zu sein, wird erneut eine Topleistung über 60 Minuten notwendig sein. Personell kann Dragoș Oprea dabei auf denselben Kader zurückgreifen wie in den ersten beiden Saisonspielen.
Mit dabei ist auch Luis Franke, der vor der Partie auf die Herausforderung blickt:
„Mit dem VfL Pfullingen wartet der nächste schwere Gegner in unserem harten Auftaktprogramm. Gemeinsam mit Kornwestheim gehört Pfullingen zu den stärksten Teams des Kalenderjahres und ist zudem makellos in die Saison gestartet. In der Vergangenheit waren es gerade auswärts häufig hitzige und umkämpfte Duelle. Umso wichtiger wird es, wieder alles reinzuwerfen, füreinander zu kämpfen und den nächsten Schritt in unserem neu gestarteten Prozess zu gehen. Dann schauen wir mal, wofür das am Ende reicht.“
Genau diese Einstellung wird es am Freitag brauchen. Die Wölfe treffen auf einen selbstbewussten Tabellenführer, der seine Heimstärke unter Beweis stellen möchte. Das Wolfsrudel hat jedoch bereits in den ersten beiden Spielen gezeigt, dass es bereit ist, auch gegen Topteams alles in die Waagschale zu werfen.
Wenn um 20 Uhr der Anpfiff in der Kurt-App-Sporthalle ertönt, treffen zwei bislang ungeschlagene Mannschaften aufeinander. Die Wölfe wollen dabei den nächsten Schritt machen – und die nächsten zwei Punkte mit ins Wolfsrevier bringen.
Unser Gegner

Hintere Reihe:
Lukas List, Lasse Schiemann, Sascha Brodbeck, Paul Prinz, Janne Böhm, Silas Wagner.
Dritte Reihe:
Johnny Beck, Noah Schrade, Kimi Hirsch, Fynn Hofele, Niklas Roth, Felix Zeiler.
Zweite Reihe:
Physiotherapeutin Lara Paul, Physiotherapeutin Jule Schifer, Physiotherapeutin Melanie Gnadt, Trainer Fabian Gerstlauer, Co-Trainer Jannik Hausmann, Sportlicher Leiter Simon Tölke.
Vordere Reihe:
Christopher Rix, Axel Goller, Felix Maar, Sören Hamann, Mathis Roth, Julius Schmidt.
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