Wölfe zittern sich zum Heimsieg
von Lukas Schmitt
In einer zerfahrenen Partie setzen sich die Wölfe knapp mit 25:24 gegen den TSB Schwäbisch Gmünd durch
Es war ein hartes Stück Arbeit für die Wölfe Würzburg: Im ersten Ligaduell mit dem TSB Schwäbisch Gmünd setzte sich das Wolfsrudel mit 25:24 (15:10) durch und sicherte sich vor 1.133 Zuschauern in der tectake Arena zwei wichtige Punkte. Nach einer zunächst ordentlichen ersten Halbzeit entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einer nervenaufreibenden Partie, in der die Wölfe vor allem im Angriff zu selten ihren Rhythmus fanden.
Defensive stabil, Angriff mit Luft nach oben
Die Wölfe starteten ordentlich in die Begegnung und konnten sich insbesondere auf ihre Defensive verlassen. Dahinter zeigte Torhüter Sebastian Klein eine starke Leistung und entschärfte mehrfach Würfe der Gäste. Schwäbisch Gmünd tat sich dadurch schwer, im Angriff konstant Lösungen zu finden.
Auch offensiv gelang es den Grün-Weißen zunächst, die notwendigen Treffer zu erzielen. Jona Reidegeld und Tim Bauder übernahmen auf den Außenpositionen Verantwortung und sorgten für wichtige Tore. So erspielten sich die Wölfe einen Vorsprung und gingen mit einer 15:10-Führung in die Halbzeitpause.
Allerdings täuschte der Spielstand bereits darüber hinweg, dass längst nicht alles rund lief. Im Würzburger Angriffsspiel fehlte es immer wieder an Klarheit und Durchschlagskraft. Zu viele Möglichkeiten blieben ungenutzt, wodurch es den Gastgebern nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen.
Vorsprung schmilzt – Partie kippt beinahe
Nach dem Seitenwechsel wurde es zunehmend kompliziert. Die Gäste agierten in der Abwehr aggressiver und fanden offensiv besser ins Spiel. Zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen die Wölfe spielten dem TSB zusätzlich in die Karten.
Bei den Grün-Weißen häuften sich nun die Fehler. Im Angriff fehlte häufig die nötige Präzision, klare Torchancen wurden vergeben und der Spielfluss kam immer wieder ins Stocken. Schwäbisch Gmünd nutzte diese Schwächephase konsequent und arbeitete sich Tor um Tor heran.
Trotz einer Auszeit von Trainer Dodo Oprea fanden die Wölfe nur schwer zurück in die Partie. Aus einer vermeintlich komfortablen Führung wurde ein offener Schlagabtausch. Beim 21:21 war der Vorsprung schließlich komplett aufgebraucht.
In der Schlussphase spitzte sich die Begegnung weiter zu. Als Tom Abt die Gäste in der 58. Minute erstmals in Führung brachte, drohte den Wölfen der sicher geglaubte Heimsieg zu entgleiten. Plötzlich stand das Wolfsrudel unter Zugzwang.
Beck und Merk sichern die zwei Punkte
In dieser entscheidenden Phase bewies Anton Beck Nervenstärke. Mit zwei Treffern innerhalb kurzer Zeit drehte er die Partie zurück zugunsten der Wölfe und stellte auf 24:23. Alexander Merk machte anschließend mit seinem Treffer vom Kreis den Deckel drauf.
Zwar konnte der TSB mit der Schlusssirene nochmal verkürzen, aber damit nichts mehr am Heimsieg der Wölfe ändern.
Zwei Punkte zählen – die Fehler müssen aufgearbeitet werden
Nach dem Schlusspfiff überwog die Erleichterung über den Heimsieg. Trainer Dodo Oprea zeigte sich insbesondere mit der Leistung seines Torhüters zufrieden, sparte aber auch nicht mit Kritik an der Chancenverwertung. Zu viele Fehlwürfe hatten dafür gesorgt, dass die Wölfe eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung beinahe noch aus der Hand gaben.
Viel Zeit, die Partie aufzuarbeiten, bleibt allerdings nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Auswärtsspiel beim HC Oppenweiler/Backnang die nächste Aufgabe, ehe am Samstag der TV Bittenfeld II in der tectake Arena gastiert. Um auch dort erfolgreich zu sein, werden die Wölfe vor allem im Angriffsspiel mehr Konsequenz und Sicherheit benötigen.
Wölfe: Klein, Wittmann – Vucetic 3, Reidegeld 7, Mauch 1, Begic 2, Kütt, Bauder 5/1, Beck 3, Hörner, Sommerkorn, Reitemann 1, Franke 1, Merk 2.
Schwäbisch Gmünd: Bauer, Mühleisen – Bächle 2, Abt 2, Schäffner 4, Basualdo, Winger 1, Waibel, Kiesel, Schwenk 3, Maier 3, Scholz, Pleißner, Waldenmaier 1, Burtsche 8/3, Eilers.
Zeitstrafen: 3:4 Siebenmeter: 2/1 - 4/3 Zuschauer: 1133
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