Wölfe zeigen Moral

von Lukas Schmitt

 

Wolfsrudel kämpft sich beim Spitzenreiter zurück, muss sich am Ende aber mit 35:28 geschlagen geben

Die Wölfe mussten am Freitagabend die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Beim weiterhin verlustpunktfreien VfL Pfullingen unterlag die Mannschaft von Dragoș Oprea mit 35:28 (20:13). Trotz eines schwierigen ersten Durchgangs zeigte das Wolfsrudel nach der Pause eine starke Reaktion, kämpfte sich noch einmal bis auf drei Tore heran und bewies dabei viel Moral.

Vor 850 Zuschauenden in der Pfullinger Kurt-App-Halle erwischten die Wölfe einen ordentlichen Start und gingen durch einen Doppelpack von Alexander Merk mit 3:2 in Führung. Anschließend fanden die Gastgeber jedoch zunehmend besser ins Spiel. Die Pfullinger Abwehr stellte das Wolfsrudel vor einige Herausforderungen, während sich auf Seiten der Wölfe ungewohnt viele technische Fehler und vergebene Chancen einschlichen.

So konnte sich Pfullingen im Verlauf der ersten Halbzeit immer weiter absetzen. Über 7:3 und 15:8 ging es schließlich mit einem 20:13 für die Gastgeber in die Kabinen.

Starke Reaktion nach der Pause

Wer nun jedoch mit einer Vorentscheidung gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Die Mannschaft von Dragoș Oprea kam mit viel Energie aus der Kabine und zeigte eine starke Reaktion.

Mit einer offensiveren 5:1-Abwehr bekam das Wolfsrudel deutlich besseren Zugriff auf das Angriffsspiel der Gastgeber. Gleichzeitig lief der eigene Angriff nun flüssiger. Tor um Tor verkürzten die Wölfe den Rückstand und brachten den Spitzenreiter zunehmend unter Druck.

Über 21:15 kämpfte sich das Wolfsrudel bis auf 22:19 heran. Plötzlich war die Partie wieder offen. Die Wölfe hatten sogar die Möglichkeit, noch näher heranzukommen, konnten diese Chance jedoch nicht nutzen.

Pfullingen nutzte anschließend eine kurze Schwächephase, um wieder davonzuziehen. Aus dem 22:19 wurde ein 26:20. Auch wenn die Aufholjagd damit letztlich nicht belohnt wurde, gab sich das Wolfsrudel zu keinem Zeitpunkt auf.

Bis zum Schlusspfiff kämpfte die Mannschaft von Dragoș Oprea weiter um jeden Ball und jeden Treffer. Am Ende mussten sich die Wölfe mit 35:28 geschlagen geben.

Perspektivspieler überzeugt

Für ein Highlight an diesem Abend sorgte Perspektivspieler Neil Sommerkorn. Der junge Wölfe-Spieler kam diese Saison erstmals zum Einsatz und hinterließ dabei einen guten Eindruck.

Unbeeindruckt von der Atmosphäre und der schwierigen Ausgangslage fügte sich Sommerkorn engagiert in die Mannschaft ein und zeigte, dass aus dem eigenen Nachwuchs weitere interessante Spieler nachrücken. Ein wichtiger Schritt für den jungen Spieler und gleichzeitig ein schönes Zeichen für die Nachwuchsarbeit.

„Die Jungs haben gewollt“

„Wenn wir hier gewinnen wollen, dürfen wir nicht so viele technische Fehler machen. Auch die Wurfquote war nicht optimal“, analysierte Trainer Dragoș Oprea nach der Partie.

Gleichzeitig stellte der Coach klar, dass er seiner Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen könne: „Die Jungs haben gewollt!“

Genau diese Einstellung zeigte das Wolfsrudel insbesondere nach dem Seitenwechsel. Trotz des deutlichen Rückstands zur Pause steckte die Mannschaft nicht auf, sondern kämpfte sich zurück in die Partie und brachte den Tabellenführer zwischenzeitlich noch einmal gehörig unter Druck.

„Natürlich ist es nicht gut, wenn du verlierst. Aber wir gehen unseren Weg weiter“, blickte Oprea bereits nach vorne.

Die erste Saisonniederlage ändert damit nichts am positiven Saisonstart der Wölfe. Vielmehr nimmt die Mannschaft wichtige Erfahrungen aus dem Duell mit dem bislang ungeschlagenen Spitzenreiter mit. Vor allem die Reaktion nach der Pause macht Mut für die kommenden Aufgaben.

Blick nach vorne

Lange Zeit zum Hadern bleibt ohnehin nicht. Bereits am Sonntag, 4. Oktober, wartet die nächste Herausforderung auf die Wölfe. Dann gastiert die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen in Würzburg. Vor heimischem Publikum will das Wolfsrudel wieder angreifen und die nächsten Punkte einfahren.


 
STATISTIK ZUM SPIEL
 

Wölfe: Klein, Wittmann – Vucetic 1, Reidegeld 3, Mauch 2, Begic 3, Kütt, Bauder 5/3, A. Beck 4, Sommerkorn, Reitemann 2, Edelmann, Franke 5, Merk 3.

Pfullingen: Hamann, Maar – Schrade, Hofele 3, Böhm, Schiemann 9/6, Wagner, Zeiler 3, N. Roth 5, Prinz 3, Brodbeck 5, M. Roth, Goller 1, List 1, Rix 2, J. Beck 3.

Zeitstrafen: 8:4 Siebenmeter: 6/6 - 5/3 Zuschauer: 850

Spielfilm: 2:3 (5.), 7:3 (11.), 10:7 (15.), 15:8 (20.), 18:11 (26.), 20:13 (30.), 21:15 (33.), 22:19 (39.), 26:20 (46.), 30:22 (53.), 35:28 (60.)

 

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von Lukas Schmitt - 28.09.2026

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