Wölfe vor wichtigem Heimspiel
von Lukas Schmitt
Wenn die Wölfe am kommenden Sonntag um 15 Uhr die HG Oftersheim/Schwetzingen in der tectake Arena empfangen, geht es für die Gastgeber um weit mehr als nur zwei Punkte. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist das Team auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht und spürt den Druck im Kampf um die vorderen Ränge.
Nach dem bewussten Verzicht auf die Aufstiegsrunde richtet sich der Fokus nun klar auf die Qualifikation für den DHB-Pokal. Dafür müssen die Wölfe mindestens Rang drei erreichen. Aktuell hält diesen Platz der TSB Heilbronn-Horkheim, der sich bereits einen Vorsprung von drei Punkten erarbeitet hat. Ein Heimsieg am Sonntag wäre daher ein wichtiger Schritt, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Die Vorbereitung auf die Partie wird jedoch weiterhin von erheblichen personellen Problemen überschattet. Sicher fehlen wird Rückraumspieler Florian Schmidt, der aufgrund einer Schulterverletzung pausieren muss. Darüber hinaus stehen hinter mehreren Akteuren große Fragezeichen: Milan Kütt, Tyler Grömling, Lev Szuharev und Alexander Merk sind angeschlagen oder krank.
Trainer Karrer zeigte sich unter der Woche entsprechend unsicher: „Ich weiß wirklich noch nicht, wen ich am Sonntag einsetzen kann.“ Immerhin besteht die Möglichkeit, den Kader kurzfristig mit Spielern aus der Reserve zu verstärken. Diese bestreitet ihr Oberliga-Spiel gegen den HSV Hochfranken bereits am Samstagabend und könnte somit personell aushelfen. Trotz der schwierigen Ausgangslage gibt es auch einen Hoffnungsschimmer: Der Druck, unbedingt die Aufstiegsrunde erreichen zu müssen, ist nach der Entscheidung des Vereins weggefallen. Trainer und Team hoffen nun, dass dadurch die zuletzt vermisste Leichtigkeit ins Spiel zurückkehrt.
Die HG Oftersheim/Schwetzingen belegt aktuell den zehnten Tabellenplatz und steckt ebenfalls in einer schwierigen Phase. Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen spricht eine klare Sprache, dennoch ist Vorsicht geboten. Mit Max Barthelmeß (119 Tore) auf der Außenposition und Rückraumspieler Florian Burmeister (116 Tore) verfügt die Mannschaft über zwei brandgefährliche Schützen, die jederzeit ein Spiel entscheiden können. Geleitet wird das Team von Trainer Christoph Lahme.
Für die Wölfe wird es entscheidend sein, von Beginn an konzentriert zu agieren, die Schlüsselspieler der Gäste in den Griff zu bekommen und trotz der angespannten Personalsituation Lösungen im Angriff zu finden. Gerade die Unterstützung der Fans in der tectake Arena könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.
Fest steht: Die Ausgangslage ist herausfordernd, doch mit Einsatz, Teamgeist und dem Publikum im Rücken wollen die Wölfe am Sonntag die Trendwende schaffen – und sich mit zwei Punkten zurück in die Erfolgsspur kämpfen.
Unser Gegner

--