Wölfe vor erster Saisonprüfung in Pforzheim
von Lukas Schmitt
Am Samstag ist es endlich so weit: Für die Wölfe beginnt die neue Saison. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung wartet mit der SG Pforzheim/Eutingen allerdings gleich zum Auftakt eine anspruchsvolle Aufgabe. Während die Mannschaft von Dragoș Oprea aufgrund der Hallensituation bislang noch kein Pflichtspiel bestreiten konnte, haben die Gastgeber bereits zwei Partien absolviert – und dabei ihre Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Die SG erwischte einen starken Start in die neue Saison. Gegen Aufsteiger HSG Albstadt feierte Pforzheim/Eutingen einen souveränen 43:29-Erfolg. Am vergangenen Wochenende zeigte die Mannschaft von Alexander Lipps dann große Moral und kämpfte sich bei der Bundesligareserve des HBW Balingen-Weilstetten nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand zurück. Am Ende stand ein verdientes Unentschieden.
Dass in Pforzheim eine Mannschaft mit reichlich Qualität wartet, zeigte sich bereits im DHB-Pokal. In der ersten Runde traf die SG auf den Erstligisten Bietigheimer HC und bot dem Favoriten über weite Strecken Paroli. Zur Halbzeit stand es 14:14. Erst nach dem Seitenwechsel musste sich Pforzheim/Eutingen deutlich geschlagen geben. Ein Ergebnis, das dennoch eindrucksvoll unterstreicht, welche Herausforderung am Samstag auf die Wölfe wartet.
Besonders im Blickpunkt steht dabei Finn Meißner. Der erst 17-Jährige krönte den Sommer mit dem Gewinn der U18-Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft und wird sich zur kommenden Saison den Rhein-Neckar Löwen anschließen. Ebenfalls besondere Aufmerksamkeit der Wölfe-Defensive dürfte Max Bröhl bekommen. Der Halblinke erzielte in den ersten beiden Saisonspielen jeweils sieben Treffer und gehört damit zu den bislang gefährlichsten Angreifern der Gastgeber.
Dass die Duelle zwischen beiden Mannschaften enge Angelegenheiten sind, haben die vergangenen Begegnungen eindrucksvoll gezeigt. In der vergangenen Saison konnten sich die Wölfe im ersten Heimspiel mit 25:22 durchsetzen. Das Rückspiel in Pforzheim entwickelte sich anschließend zu einem echten Krimi und endete mit einem packenden Unentschieden. Vieles spricht also dafür, dass auch am Samstag Kleinigkeiten über den Ausgang entscheiden können.
Für die Wölfe beginnt gleichzeitig ein neues Kapitel. Im Sommer hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert. Mit Dominik Schömig, Felix Karle und Steffen Kaufmann haben drei absolute Identifikationsfiguren ihre aktive Karriere beendet. Tyler Grömling und Lev Szuharev haben den Verein in Richtung Bregenz bzw. Oppenweiler verlassen. An der Seitenlinie steht mit Dragoș Oprea zudem ein neuer Cheftrainer. Mit den beiden Linkshändern Filip Begic und Strahinja Vučetić wurden zwei neue Spieler verpflichtet, die die Abgänge von drei Linkshändern auffangen sollen.
Verzichten muss das Wolfsrudel zum Saisonauftakt allerdings auf Jonas Krenz und Florian Schmidt. Beide sind langzeitverletzt. Bei Florian Schmidt gibt es immerhin erfreuliche Nachrichten: Der Rückraumspieler befindet sich inzwischen wieder in Teilen des Mannschaftstrainings und arbeitet an seinem Comeback. Hoffentlich kann er damit schon bald wieder eine Alternative für die Mannschaft von Dragoș Oprea sein.
Für eine besondere Geschichte sorgt außerdem ein Wiedersehen: Torhüter Paul Siegl, welcher bei den Wölfen den Sprung von der Jugend in den Drittliga-Kader geschafft hat, steht seit dieser Saison zwischen den Pfosten der Pforzheimer.
Dass sich die Gastgeber bereits im Spielbetrieb befinden, spielt für Dragoș Oprea dabei keine entscheidende Rolle. Für den neuen Wölfe-Coach beginnt die Saison am Samstag – und genau darauf richtet sich der volle Fokus.
„Am Samstag beginnt unsere Saison, ob es für uns ein Vorteil oder Nachteil ist, dass der Gegner bereits zwei Spiele gespielt hat, damit möchte ich mich nicht beschäftigen. Samstag beginnt’s und fertig. Alles, was wir in der Vorbereitung investiert haben, zählt ab Samstag. Wir haben uns gemeinsam etwas aufgebaut – und jetzt geht es darum, es auf die Platte zu bringen.“
Seine Vorgabe für den ersten Auftritt ist dabei klar: „Ich will Leidenschaft, Mut und Zusammenhalt.“
Und auch an seiner Mannschaft zweifelt Oprea nicht: „Ich bin der Meinung: Wir sind bereit. Die Jungs sind heiß.“
Nach einer langen Vorbereitung wird es am Samstag also endlich ernst. Die Wölfe wollen zeigen, was sie sich in den vergangenen Wochen erarbeitet haben – und mit Leidenschaft, Mut und Zusammenhalt erfolgreich in die neue Saison starten.
Unser Gegner

4. Reihe hinten: Arved Horchheimer, Matej Mikita, Nils Ackermann, Maximilian Bröhl, Finn Meißner, Josias Boschmann, Hannes Schnepf
3. Reihe: Hamza Catak (TW-Trainer), Julius Tüx, Caspar Mosblech, Jona Mauch, Linus Bleh, Lukas Hofsäß, Oskar Emanuel, Ingo Catak (Teammanager)
2. Reihe: Alexander Lipps (Trainer), Martin Panitz (Physio), Moritz Luckert, Paul Siegl, Bastian Amberger, Christian Hörner (Co-Trainer), Wolfgang Lipps (Sportlicher Leiter)
1. Reihe vorne: Lasse Schünhof, Silas Schneider, Lucas Mariani, Julian Broschwitz, Felix Schmitt, Faro Giuliano
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