Wölfe verpassen knapp den Auswärtssieg

von Lukas Schmitt

 

Die Wölfe haben sich beim TSV Neuhausen/Filder trotz einer offensiv überzeugenden Vorstellung nicht mit Punkten belohnt. In einer torreichen Begegnung der 3. Liga Süd unterlag die Mannschaft von Dragos Oprea am Sonntagabend denkbar knapp mit 38:39 (23:19). Dabei hatte das Wolfsrudel zwischenzeitlich bereits mit sechs Treffern geführt, musste sich am Ende aber nach einer dramatischen Schlussphase geschlagen geben.

Offensivstarke Wölfe erspielen sich Führung

Von Beginn an entwickelte sich in der Egelsee-Sporthalle eine Partie mit hohem Tempo und vielen Toren. Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und setzten sich früh mit 7:3 ab. Die Wölfe ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, fanden zunehmend Lösungen im Angriff und kämpften sich zurück in die Begegnung.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm das Team von Dragos Oprea immer mehr die Kontrolle. Die Offensive lief auf Hochtouren, und insbesondere Anton Beck und Tim Bauder stellten die gegnerische Abwehr vor große Probleme. Während Beck aus dem Rückraum immer wieder erfolgreich war, zeigte sich Bauder auf seiner Position äußerst treffsicher. So drehten die Wölfe die Partie und erarbeiteten sich bis zur Pause einen verdienten Vier-Tore-Vorsprung. Beim Stand von 23:19 ging es in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte das Wolfsrudel zunächst an die starke Leistung an. In der 33. Minute bauten die Gäste ihren Vorsprung auf sechs Tore zum 26:20 aus. Die Mannschaft schien das Spiel zu diesem Zeitpunkt im Griff zu haben.

Gastgeber nutzen Fehler konsequent aus

Doch Neuhausen/Filder gab sich keineswegs geschlagen und erhöhte den Druck. Die Hausherren fanden zunehmend bessere Lösungen im Angriff, während sich bei den Wölfen mehr Ungenauigkeiten einschlichen. Trotz einer zwischenzeitlichen 33:29-Führung in der 48. Minute gelang es dem Team von Dragos Oprea nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und verkürzten Tor um Tor. In der Schlussphase kippte die Partie endgültig: Aus der Führung der Wölfe wurde ein Rückstand, und beim 38:35 für Neuhausen/Filder in der 56. Minute standen die Gäste vor einer schwierigen Aufgabe.

Die Mannschaft bewies dennoch Moral und gab sich bis zum Schluss nicht auf. Mit großem Einsatz kämpfte sich das Wolfsrudel noch einmal heran und hielt die Begegnung bis in die letzten Sekunden offen. Am Ende reichte es jedoch nicht mehr, um die knappe Niederlage abzuwenden. Mit 39:38 sicherte sich der TSV Neuhausen/Filder beide Punkte.

Oprea lobt den Einsatz trotz Niederlage

Wölfe-Trainer Dragos Oprea sah vor allem in der Schlussphase den entscheidenden Unterschied. Seiner Mannschaft habe am Ende die nötige Cleverness gefehlt, um die Partie nach der starken ersten Halbzeit erfolgreich zu Ende zu spielen. Während viele Würfe zunächst den Weg ins Tor gefunden hatten, blieben die Wölfe in der entscheidenden Phase zu oft ohne Erfolg.

Hinzu kamen schwierige Voraussetzungen in der Vorbereitung: Verletzungen und Erkrankungen hatten die Trainingswoche beeinträchtigt. Umso mehr hob Oprea den Einsatz seines Teams hervor, das sich trotz dieser Umstände über weite Strecken stark präsentiert hatte. Die Niederlage sei kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.

Auch wenn die Enttäuschung über die verpassten Punkte nach diesem Spielverlauf groß sein dürfte, kann das Wolfsrudel auf seiner offensiven Leistung aufbauen. Entscheidend wird nun sein, die Fehler in den entscheidenden Momenten abzustellen und sich für den betriebenen Aufwand wieder zu belohnen.

Nächstes Heimspiel gegen die SG Regensburg

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Wölfen nicht. Am kommenden Samstag, 17. Oktober, steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann empfängt die Mannschaft von Dragos Oprea die SG Regensburg, die als Aufsteiger in die Saison gestartet ist und von einem alten Bekannten trainiert wird: Benjamin Herth, der selbst einst das Trikot der Wölfe trug.

Vor heimischem Publikum will das Wolfsrudel die knappe Niederlage schnell hinter sich lassen und die nächsten Punkte einfahren.


 
STATISTIK ZUM SPIEL
 

Wölfe: Klein, Wittmann – Vucetic 7, Reidegeld 2, Mauch 2, Kütt, Bauder 11/3, Beck 10, Sommerkorn, Reitemann 4, Edelmann, Franke, Märker, Merk 2.

Neuhausen: Prauß, Pol – J. Sprößig 3, Huss 1, Heydecke 3, M. Sprößig 5, Lasse Schmid, Haag 8, Usatiuc, Linus Schmid 2, Baumann 2, Fischer 9/2, Neumaier, Kosak 6.

Zeitstrafen: 3:3 Siebenmeter: 2/2 - 3/3 Zuschauer: 400

 

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von Lukas Schmitt - 12.10.2026

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