Wölfe verlieren Derby in Erlangen
von Lukas Schmitt
Die Wölfe mussten im Kampf um die Aufstiegsrunde einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Beim Tabellenzweiten HC Erlangen II unterlag die Mannschaft von Trainer Heiko Karrer am Samstagabend mit 30:34 (15:17) und kassierte damit die zweite Niederlage in Folge.
Trotz einer angespannten personellen Situation erwischte das Wolfsrudel einen guten Start in die Partie. Die Gäste traten von Beginn an mutig auf, stellten eine starke 3-2-1-Abwehr und nutzten die Fehler der Gastgeber konsequent aus. Die Partie entwickelte sich früh zu einem intensiven Derby, in dem beide Teams mit viel Tempo agierten.
Nach rund einer Viertelstunde nahm das Spiel jedoch eine entscheidende Wendung. Nach einem harten Foul an Dominik Schömig kam es zu einer hitzigen Szene auf dem Feld. In der Folge sah Abwehrchef Michel Reitemann die Rote Karte. Auch Erlangens Milos Kos musste vorzeitig vom Feld. Für die Mannschaft von Karrer wog der Verlust ihres Defensivchefs allerdings schwerer, da damit, mit dem ohnehin fehlenden Alexander Merk, eine weitere wichtige Stütze im Abwehrverbund fehlte.
Dennoch ließ sich das Wolfsrudel davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit großem Einsatz blieb die Partie weiterhin offen. Immer wieder fand die Mannschaft Lösungen im Angriff und konnte den Favoriten unter Druck setzen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Derby eng und umkämpft, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzen konnte.
In der Schlussphase schien sogar ein Auswärtserfolg möglich. Rund acht Minuten vor dem Ende lagen die Wölfe mit 28:26 in Führung und hatten das Spiel zu diesem Zeitpunkt gut im Griff. Doch in den entscheidenden Minuten fehlte im Angriff die Durchschlagskraft oder man scheiterte mal wieder an der eigenen Chancenverwertung. Über mehrere Minuten gelang kein eigener Treffer, während Erlangen seine Chancen konsequent nutzte und das Spiel drehte.
„Die Jungs haben gekämpft und unter den Umständen alles gegeben“, erklärte Karrer nach dem Spiel. Gerade mit dem kleinen Kader sei es schwierig gewesen, das hohe Tempo über die gesamte Spielzeit zu halten. Immer wieder habe es gute Phasen gegeben, doch die nötigen Impulse von der Bank hätten gefehlt, um das Niveau konstant hochzuhalten.
Am Ende musste das Wolfsrudel die Heimreise ohne Punkte antreten. Durch die Niederlage rutschen die Wölfe in der Tabelle zunächst auf Rang fünf ab. Im Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde bleibt die Situation jedoch weiterhin spannend, da mehrere Teams aus der Spitzengruppe bereits angekündigt haben, auf eine Teilnahme verzichten zu wollen.
Wölfe: Klein, Bogojevic, Wittmann – Krenz, Schömig 5, Reidegeld 3, Karle 1, Mauch 3, Kütt, Bauder 9/4, Längst 2, Reitemann 2, Grömling, Franke 5.
Erlangen: Panholzer 1, Rümmelein – Weber, Körsgen, Hindelang 5, Sehnke 6, Taft 1, Willax 1, Bialowas 12/5, Hübner, Schultz 2, Kos 2, Speck, Stempel 1, Senft 3.
Zeitstrafen: 1:4 Rot: Reitemann (15., Wölfe), Kos (15., Wölfe) Siebenmeter: 6/5 - 4/4 Zuschauer: 367
Spielfilm: 2:4 (4.), 4:7 (10.), 7:11 (16.), 11:12 (21.), 14:13 (26.), 17:15 (30.), 21:21 (39.), 23:25 (45.), 26:28 (53.), 30:28 (57.), 31:30 (59.), 34:30 (60.).
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