Die Wölfe haben im Spitzenspiel gegen den SV Salamander Kornwestheim eine bittere 27:29-Niederlage hinnehmen müssen. Vor stimmungsvoller Kulisse in der tectake ARENA zeigte das Wolfsrudel über weite Strecken eine starke Leistung, stand am Ende jedoch ohne Punkte da.
Dabei erwischte die Mannschaft von Heiko Karrer einen hervorragenden Start in die Partie. Von Beginn an agierten die Wölfe mit viel Tempo, hoher Intensität und großer Entschlossenheit. In der Defensive wurde aggressiv zugepackt, im Angriff fand das Wolfsrudel immer wieder gute Lösungen gegen die Gästeabwehr. Angeführt von einem treffsicheren Dominik Schömig erspielten sich die Wölfe früh Vorteile und setzten sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kontinuierlich ab.
Über Zwischenstände wie 8:7 und 14:9 bauten die Hausherren ihren Vorsprung weiter aus und gingen mit einer verdienten 17:11-Führung in die Halbzeitpause. In dieser Phase hatten die Wölfe das Spiel klar im Griff und präsentierten sich als das bessere Team.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Kornwestheim stellte seine Abwehr um und agierte deutlich offensiver, womit das Wolfsrudel zunehmend Probleme bekam. Die Wölfe fanden weniger klare Abschlüsse und leisteten sich gleichzeitig zu viele Fehlwürfe. Immer wieder scheiterten sie am stark aufgelegten Gästetorhüter Jan Tinti, der seinem Team mit wichtigen Paraden den Rücken stärkte.
Der komfortable Vorsprung begann zu schmelzen, und mit zunehmender Spieldauer kippte die Partie. Während die Gäste ihre Chancen konsequenter nutzten, verloren die Wölfe im Angriff etwas den Rhythmus. Besonders die offensive Deckungsvariante der Kornwestheimer stellte die Hausherren vor große Herausforderungen, sodass sich einfache Ballverluste und ungenaue Abschlüsse häuften.
Dennoch bewies das Wolfsrudel Moral und kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal zurück. Mit viel Einsatz und einer taktischen Umstellung auf den siebten Feldspieler im Angriff gelang es den Wölfen, rund fünf Minuten vor dem Ende erneut mit 25:24 in Führung zu gehen. Die Hoffnung auf die Revanche lebte – doch in den entscheidenden Momenten zeigte sich der Spitzenreiter abgeklärter.
Kornwestheim minimierte seine Fehler, traf die besseren Entscheidungen und hatte mit Felix Kazmeier einen Spieler in seinen Reihen, der in der Schlussphase Verantwortung übernahm und die Partie maßgeblich lenkte. Die Wölfe hingegen konnten ihre Möglichkeiten nicht mehr konsequent nutzen, sodass die Gäste das Spiel in den letzten Minuten endgültig auf ihre Seite zogen.
Am Ende steht eine Niederlage, die vor allem aufgrund der starken ersten Halbzeit schmerzt. Die Wölfe haben gezeigt, dass sie mit dem Tabellenführer absolut auf Augenhöhe agieren können, sich für ihren hohen Aufwand jedoch nicht belohnt.
Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten: In den verbleibenden Saisonspielen will das Wolfsrudel weiter punkten, um den dritten Tabellenplatz zu sichern und sich damit für die Teilnahme am DHB-Pokal zu qualifizieren.