Wölfe lassen wichtige Punkte liegen
von Lukas Schmitt
Die Wölfe haben am Samstagabend in der tectake Arena einen bitteren Dämpfer im Rennen um die Spitzenplätze der 3. Liga Süd hinnehmen müssen. Gegen den TSB Heilbronn-Horkheim unterlagen die Karrer-Schützlinge vor knapp 1.000 Zuschauern denkbar unglücklich mit 25:26 – der entscheidende Treffer fiel nur zwei Sekunden vor dem Abpfiff.
Ohne die fehlenden Florian Schmidt und Luis Franke, sowie mit etlichen gesundheitlich angeschlagenen Spielern auf der Bank, begann die Partie zunächst zäh. Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Erst nach mehreren Minuten und einer ersten Zeitstrafe nahm das Spiel langsam Fahrt auf. Die Heimsieben fand anschließend besser in die Begegnung, stand kompakt in der Abwehr und nutzte seine Möglichkeiten konsequenter. Zur Mitte der ersten Halbzeit erspielten sich die Gastgeber leichte Vorteile und gingen mit einer verdienten 15:12-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel jedoch zunehmend. Die Gäste aus Heilbronn-Horkheim traten aggressiver auf, erhöhten das Tempo und profitierten von mehreren Unkonzentriertheiten im Wölfe-Angriff. Technische Fehler und ausgelassene Chancen luden den TSB immer wieder zu einfachen Toren ein. In dieser Phase rückte vor allem TSB-Torhüter Marco Bitz in den Fokus, der mit zahlreichen Paraden den Würzburger Werfern zunehmend den Nerv raubte.
Die Hunters drehten die Partie Mitte der zweiten Hälfte und setzten sich zwischenzeitlich sogar mit vier Treffern ab. Doch die Wölfe gaben sich nicht geschlagen. Angeführt von einem ebenfalls starken Sebastian Klein im Tor kämpften sie sich Schritt für Schritt zurück. In der hitzigen Schlussphase gelang Rechtsaußen Jona Reidegeld knapp 30 Sekunden vor dem Ende der umjubelte Ausgleich zum 25:25.
Der letzte Angriff gehörte jedoch den Gästen – und sie nutzten ihn eiskalt. Mario Urban setzte sich auf der rechten Seite durch und traf praktisch mit der Schlusssirene zum 26:25-Auswärtssieg für Heilbronn-Horkheim. Entsprechend niedergeschlagen war die Stimmung bei den Wölfen, die sich vor allem über die hohe Fehlerquote und die vergebenen Chancen ärgerten.
Trotz der Niederlage bleibt die Mannschaft von Heiko Karrer weiter im Rennen um die ersten zwei Plätze, auch wenn diese Pleite ein unnötiger Rückschlag ist. In den kommenden Heimspielen bietet sich nun die Gelegenheit, wieder Selbstvertrauen zu tanken und den Anschluss an die Spitzenplätze zu halten.
Wölfe: Klein, Bogojevic – Krenz, Schömig 1/1, Reidegeld 3, Karle 1, Mauch 4, Kaufmann 3, Kütt (n.e.), Bauder 7/2, Kohlmann (n.e.), Szuharev 5, Reitemann, Grömling, Merk 1.
Junglöwen: Bitz, Förster – Sacherow, Roth 3, Urban 4, Matusik, Polifka 4, Glaser 2, Thiele, Starz 4, Herrmann 2/2, Schröder 3, Dück 4.
Zeitstrafen: 1:1 Rot: - Siebenmeter: 3/2 - 3/2 Zuschauer: 976
Spielfilm: 2:4 (14.), 6:8 (18.), 11:9 (24.), 13:10 (26.), 15:12 (30.), 16:19 (40.), 18:20 (42.), 18:22 (46.), 22:25 (55.), 25:26 (60.).
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