Wölfe jagen dritten Sieg

von Lukas Schmitt

 

Die Wölfe gehen mit Rückenwind in das Heimspiel am kommenden Montag um 17 Uhr in der tectake Arena gegen die SG Köndringen-Teningen. Nach zwei Erfolgen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen und Saase3 Leutershausen hat sich das Team nicht nur zurückgemeldet, sondern auch wieder auf den 3. Tabellenplatz vorgeschoben. Dieser Rang würde am Saisonende zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigen – ein Ziel, das die Wölfe in den verbleibenden Spielen unbedingt verteidigen wollen. Entsprechend klar ist die Ausgangslage: Gegen den Aufsteiger soll der dritte Sieg in Serie her, um die gute Position im Saisonendspurt weiter zu festigen.

Dass die Aufgabe dabei alles andere als selbstverständlich wird, zeigt ein Blick auf das Hinspiel. Die SG Köndringen-Teningen, aktuell mit 11:37 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, konnte den Wölfen direkt am ersten Spieltag überraschend Punkte abnehmen und damit früh in der Saison ein Ausrufezeichen setzen. Diese Partie dient den Gastgebern als Warnung, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Auch wenn die Gäste tief im Abstiegskampf stecken und der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bereits zehn Punkte beträgt, ist die Situation klar: Mit nur noch sechs verbleibenden Spielen sind sie praktisch zum Siegen gezwungen, wenn sie ihre Chancen auf den Klassenerhalt wahren wollen.

Dass diese Drucksituation nicht nur belastend ist, sondern auch zusätzliche Kräfte freisetzen kann, hat die SG Köndringen-Teningen am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach zuvor zwölf sieglosen Spielen gelang ihnen ein deutlicher 38:28-Auswärtssieg bei der Zweitvertretung aus Bittenfeld. Ein Ergebnis, das zeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt, wenn sie ihr Leistungsvermögen abrufen kann. Vor allem offensiv verfügen die Gäste über enorme Qualität: Rückraumspieler Maurice Bührer zählt mit 131 Toren aus nur 17 Spielen zu den gefährlichsten Schützen der Liga. Unterstützt wird er von den beiden Spielmachern Pascal Helm und Sebastian Endres, die mit jeweils 93 Treffern ebenfalls brandgefährlich sind und das Angriffsspiel maßgeblich prägen. Die Würzburger Defensive wird daher von Beginn an gefordert sein, den Rückraum früh zu attackieren und die Kreise dieser Schlüsselspieler möglichst einzuengen.

Auf Seiten der Wölfe liegt der Fokus hingegen vor allem auf der eigenen Leistung. Die vergangenen beiden Siege haben gezeigt, dass die Mannschaft über die nötige Qualität verfügt, um Spiele zu dominieren – gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass es weiterhin darum geht, diese Leistung über die kompletten 60 Minuten konstant auf die Platte zu bringen. Gerade die Chancenverwertung war in einigen Phasen noch ausbaufähig, hier wird es entscheidend sein, konsequenter und effizienter zu agieren. Zudem ist die Motivation groß, sich für die unnötige Hinspielniederlage zu revanchieren und den positiven Trend fortzusetzen.

Personell müssen die Wölfe weiterhin auf ihren Toptorschützen Tim Bauder verzichten, der nach einer Trainingsverletzung mehrere Wochen ausfallen wird. Auch Florian Schmidt steht aufgrund anhaltender Schulterprobleme nicht zur Verfügung, da hier bewusst kein Risiko eingegangen werden soll. Hoffnung gibt es hingegen bei Steffen Kaufmann: Der erfahrene Routinier ist nach überstandenen Kniebeschwerden wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, ein Einsatz am Montag erscheint zumindest möglich und könnte zusätzliche Stabilität bringen.

Trotz der ungewohnten Anwurfzeit am Montagnachmittag setzen die Wölfe auch diesmal auf die Unterstützung ihrer Fans. Im drittletzten Heimspiel der Saison soll die tectake Arena erneut gut gefüllt sein, um der Mannschaft den nötigen Rückhalt im Kampf um wichtige Punkte zu geben. Denn klar ist: Jeder Zähler kann in dieser Phase der Saison entscheidend sein, um den dritten Tabellenplatz zu sichern und sich die Teilnahme am DHB-Pokal zu erarbeiten. Die Voraussetzungen für ein intensives und spannendes Spiel sind damit gegeben – mit einem hochmotivierten Heimteam, das seine Serie ausbauen will, und einem Gegner, der im Abstiegskampf um seine letzte Chance kämpft.

 


Unser Gegner

 
 
Hintere Reihe: Jens Schöngarth (Co-Trainer), Bastian Osterle, Jonas Meyer, Alexander Momber, Marco Ebner, Luis Ehret, Maurice Bührer, Fabrizio Spinner, Ivan Mlinarevic (Trainer), Stephan Beck (Betreuer), Giuseppe Palazzotto (Athletik-Trainer)
 
Stehend: Robert Korb (Vorstand), Britta Endres (Vorstand), Mirko Göricke (Vorstand), Manfred Chaumet (Co Trainer), Noah Breitenbach, Emanuel Bello, Andreas Bühler, Pascal Helm, Sebastian Kicki (Torwart-Trainer), Philipp Grange (Manager Herren), Stefan Schäfer (Hauptsponsor), Reinhold Kopfmann (Hauptsponsor)
 
Sitzend: Felix Mantwill, Peter Feißt, Clement Gaudin, Vincent Lutz, Sebastian Endres, Maximilian Endres

 

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von Lukas Schmitt - 02.04.2026

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