Wölfe in Gefahr!

von Lukas Schmitt

 

Pressemitteilung

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Die Wölfe Würzburg stehen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Nicht ausbezahlte Corona-Wirtschaftshilfen sowie aus Sicht der Wölfe unbegründete Rückforderungen durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft sowie die IHK München und Oberbayern führen aktuell zu akuten Liquiditätsproblemen und gefährden die Existenz der Wölfe Würzburg GmbH.

Konkret erwarten die Wölfe eine Rückerstattung von 84.301,25 Euro aus bewilligten Corona-Wirtschaftshilfen des Freistaats Bayern. Darüber hinaus befinden sich 38.312,36 Euro in der Prüfung. Streitpunkt ist hierbei die Einordnung der Hallenmiete als fixe oder variable Kosten. Zusätzlich wurden Rückforderungen aus November 2020 (12.618,03 Euro) sowie Dezember 2020 (21.766,77 Euro) geltend gemacht, die aus Sicht der Wölfe und der Kanzleien Steinbock&Partner und Götz&Partner nicht nachvollziehbar sind.

Die wirtschaftliche Belastung wird durch deutliche Zuschauer- und Erlösrückgänge infolge der Corona-Pandemie verstärkt. Im Vergleich zur Saison 2019/2020 verzeichneten die Wölfe folgende Einbußen:

Saison 2021/22: 62 % weniger Zuschauer, 51 % geringere Erlöse

Saison 2022/23: 60 % weniger Zuschauer, 33 % geringere Erlöse

Geschäftsführer Roland Sauer brachte das Anliegen der Wölfe im Juni 2025 vor den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags. Der Antrag wurde parteiübergreifend als gerechtfertigt eingestuft, das Wirtschaftsministerium um eine Prüfung im Sinne des Antragstellers gebeten. Folgedessen richtete die IHK München und Oberbayern ab dem 01. Juli 2025 wiederholt umfangreiche Rückfragen an die Wölfe, deren Beantwortung jeweils neue Nachfragen (20.08.2025, 10.09.2025, 02.10.2025 sowie 29.10.2025) nach sich zog. Bis heute liegen den Wölfen keine konkreten Informationen zum aktuellen Bearbeitungsstand vor. Nachfragen blieben unbeantwortet.

Der aktuelle Zustand führt zu wiederkehrenden Liquiditätsengpässen, fehlender Planungssicherheit sowie zusätzlichen Kosten durch Rechts- und Steuerberatung und erhöhten Personalaufwand.


Unabhängig davon stellen die Wölfe Würzburg ihre Organisation zukunftsfähig auf und besetzen zentrale Verantwortungsbereiche neu:

Geschäftsführung: Johannes Sendelbach und Roland Sauer

Geschäftsstelle (Querschnittsamt): Kristin Graf

Marketing: Lukas Schmitt

Spieltagsmanagement: Tim Wunderling

Vertrieb: Matthias Reinhard und Andreas Jahn

Zusätzlich wird ein Bereich Projekte und Organisation geschaffen, welcher von Raimund Schäffer in ehrenamtlicher Funktion verantwortet wird. In diesem Bereich arbeitet ein Team um die stetige Weiterentwicklung der Organisation sicher zu stellen. 

Mit dieser Struktur wollen die Wölfe das wirtschaftliche Fortbestehen des Clubs ligaunabhängig sichern. Ziel ist ein gesundes, organisches Wachstum, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern und den Etat perspektivisch auf ein solides Zweitliga-Niveau zu entwickeln.

Vor den Wölfen Würzburg liegt eine große Aufgabe, die nur gemeinsam mit regionaler Wirtschaft, Fans und Partnern gelingen kann. Um professionellen Handballsport in Würzburg und Umgebung langfristig zu sichern, sind die Wölfe auf die Unterstützung lokaler Unternehmen angewiesen. Attraktive Partnerschaftsmodelle bieten aktuell die Möglichkeit, Teil des nächsten Kapitels der Wölfe Würzburg zu werden.

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Für Rückfragen:

Tim Wunderling (tim.wunderling@wolfsrevier.de)

Pressesprecher Wölfe Würzburg

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