Wölfe feiern Heimsieg gegen Junglöwen

von Lukas Schmitt

 

Auch eine ungewöhnlich lange Flaute im Angriff konnte die Wölfe am Samstagabend nicht stoppen. Im ersten Heimspiel des  Jahres 2026, setzten sich die Unterfranken vor einer Saison-Rekordkulisse von 2100 Zuschauenden mit 24:19 gegen die Rhein-Neckar Löwen II durch und feierten damit ihren ersten Sieg im neuen Jahr. Der Schlüssel zum Erfolg lag klar in der Abwehr – und zwischen den Pfosten.

Dabei wirkte die Partie phasenweise sehr zerfahren. Obwohl die Wölfe im zweiten Durchgang mehr als 13 Minuten ohne eigenen Treffer blieben, geriet der Erfolg nie ernsthaft in Gefahr. Sehr zum Unmut von Trainer Heiko Karrer, der an der Seitenlinie lautstark technische Fehler und unkonzentrierte Aktionen monierte, hielt seine Mannschaft den Gegner defensiv konsequent in Schach.

Schon zu Beginn hatten die Gastgeber den Ton angegeben. Aus einer stabilen Deckung heraus erspielten sich die Wölfe früh klare Chancen und zogen bis zur 20. Minute auf 9:4 davon. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich Ungenauigkeiten ein, sodass die junge Mannheimer Reserve zur Pause wieder auf 10:12 verkürzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Heim-Sieben zunächst spielbestimmend und setzte sich zwischenzeitlich auf 20:14 ab. Doch die Junglöwen gaben sich nicht geschlagen. Mit teils drei Kreisläufern oder vier Rückraumspielern, probierte die Mannschaft von Holger Löhr viel aus und kämpften sich immer wieder heran. Fünf Minuten vor dem Ende stand es nur noch 20:18, der Ausgleich lag kurzzeitig in der Luft.

Dass es dazu nicht kam, lag vor allem an der Wölfe-Defensive. Angeführt von einem starken Innenblock, um Michel Reitemann, Alexander Merk und Jonas Krenz ließ man kaum klare Abschlüsse zu. Wenn doch, war Sebastian Klein zwischen den Pfosten zur Stelle. Der 24-jährige Keeper glänzte mit zahlreichen Paraden und war nach dem Abpfiff sichtlich zufrieden: „Das war eine echte Teamleistung. Wenn die Jungs vorne so ackern, macht das die Arbeit im Tor deutlich einfacher.“

Mit dem Heimsieg klettern die Wölfe in der Tabelle auf Rang fünf. Dank der Patzer einiger Konkurrenten und zweier Nachholspiele in der Hinterhand ist der Blick nach oben dabei durchaus erlaubt – auch wenn Trainer Karrer nach dem Spiel mahnte, vor allem im Angriff noch zulegen zu müssen. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich dazu die nächste Gelegenheit, dann kommt mit dem TSB Heilbronn-Horkheim die nächste Spitzenmannschaft ins Wolfsrevier!


 
STATISTIK ZUM SPIEL
 

Wölfe: Klein, Bogojevic – Krenz, Schömig 4, Karle 4, Mauch 1, Kaufmann 2, Bauder 7/3, Szuharev 2, Reitemann, Daugs, Grömling 1, Franke 1, Merk 2.

Junglöwen: Knudsen, Zapp, Herb – Baumgärtner, Simicic, Oremek 2, Sommer, Day 1/1, Pabst 3, Ciudad-Benitez 3, Krauth 2, Jozsa 1, Usatiuc 1, Kraft 5, Graf 1.

Zeitstrafen: 2:2 Rot: - Siebenmeter: 3/3 - 2/1 Zuschauer: 2100

Spielfilm: 0:1 (3.), 4:1 (9.), 9:4 (20.), 10:8 (25.), 12:10 (30.), 13:11 (33.), 20:14 (43.), 20:18 (54.), 23:18 (59.), 24:19 (60.)

 

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von Lukas Schmitt - 02.02.2026

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