Wölfe empfangen selbstbewussten Aufsteiger
von Lukas Schmitt
Am Samstag um 19 Uhr gastiert die SG Regensburg in der tectake Arena. Während der Aufsteiger mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht hat, kämpfen die Wölfe nach der knappen Niederlage in Neuhausen mit einer Grippewelle. Auch das Wiedersehen mit zwei alten Bekannten verspricht eine besondere Note.
Nach der denkbar knappen 38:39-Niederlage beim TSV Neuhausen/Filder steht für die Wölfe Würzburg am kommenden Samstag das nächste Heimspiel in der 3. Liga Süd an. Im bayerischen Derby empfängt die Mannschaft von Dragoș Oprea die SG Regensburg. Die Oberpfälzer haben sich als Aufsteiger bereits gut in der neuen Spielklasse zurechtgefunden und wollen auch im Wolfsrevier ihre nächsten Punkte sammeln. Anwurf in der tectake Arena ist um 19 Uhr.
Die Vorbereitung auf die Partie gestaltet sich für die Wölfe allerdings alles andere als einfach. Nach dem vergangenen Spiel hat die Grippewelle im Wolfsrudel zugeschlagen. Dadurch waren die Trainingsmöglichkeiten in dieser Woche erheblich eingeschränkt. Wer am Samstag tatsächlich auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Für Dragoș Oprea und sein Trainerteam bedeutet das, flexibel zu bleiben und die Mannschaft bestmöglich auf die Aufgabe vorzubereiten.
Regensburg überzeugt als Aufsteiger
Dass die Oberpfälzer keinesfalls zu unterschätzen sind, zeigen ihre bisherigen Auftritte. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt beim SV Salamander Kornwestheim (36:40) und beim HC Erlangen II (31:37) fand die SG Regensburg schnell in die Spur.
Mit einem 31:27-Auswärtssieg beim TSB Schwäbisch Gmünd gelang der erste Erfolg in der 3. Liga. Anschließend setzte sich die Mannschaft zu Hause knapp mit 30:29 gegen die HSG Konstanz durch und feierte gegen die HSG Albstadt mit 37:28 den nächsten deutlichen Sieg. Zwar musste sich Regensburg beim HBW Balingen-Weilstetten II mit 30:38 geschlagen geben, doch zuletzt meldete sich der Aufsteiger mit einem 38:35-Heimsieg gegen den TSB Heilbronn-Horkheim eindrucksvoll zurück.
Mit vier Siegen aus den ersten sieben Saisonspielen und 8:6 Punkten hat sich die SG im Tabellenmittelfeld etabliert. Besonders die offensive Durchschlagskraft unterstreicht, dass der Aufsteiger in der neuen Liga angekommen ist. Im Bayern-Derby werden die Wölfe deshalb über die gesamte Spielzeit gefordert sein und dürfen sich gegen die Gäste keine längeren Schwächephasen erlauben.
Zwei bekannte Gesichter im Regensburger Lager
Das bayerische Duell hält auch ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen Wölfe-Akteuren bereit. SG-Trainer Benjamin Herth trug von 2016 bis 2020 das Würzburger Trikot und war während dieser Zeit für die Wölfe in der 2. Bundesliga aktiv. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er 2024 das Traineramt bei der SG Regensburg und führte die Oberpfälzer 2026 zum Aufstieg in die 3. Liga.
Auch Torhüter Andreas Wieser kennt das Wolfsrevier bestens. Er stand ebenfalls für die Wölfe in der 2. Bundesliga zwischen den Pfosten und kehrt nun mit seinem neuen Team an seine frühere Wirkungsstätte zurück.
Für beide dürfte die Begegnung deshalb eine besondere Bedeutung haben. Gleichzeitig werden Herth und Wieser genau wissen, was sie in Würzburg erwartet: eine Mannschaft, die vor heimischem Publikum mit viel Leidenschaft auftritt und sich auch nach Rückschlägen nicht aufgibt.
Trotz schwieriger Voraussetzungen alles reinwerfen
Wie eng Sieg und Niederlage in der 3. Liga beieinanderliegen, mussten die Wölfe zuletzt in Neuhausen erfahren. Nach einer überzeugenden Leistung, mit einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung, verlor das Wolfsrudel die Partie in der Schlussphase noch mit einem Treffer Unterschied.
Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Die offensive Qualität hat die Mannschaft bereits unter Beweis gestellt. Entscheidend wird sein, auch in den kritischen Phasen konzentriert zu bleiben und in der Defensive den nötigen Zugriff zu finden. Angesichts der angespannten Personalsituation wird es umso wichtiger sein, als Team zusammenzustehen und die vorhandenen Kräfte bestmöglich einzusetzen.
Die Voraussetzungen für die Vorbereitung sind zwar alles andere als ideal, an der Zielsetzung ändert sich jedoch nichts: Im bayerischen Derby wollen die Wölfe vor heimischer Kulisse eine starke Leistung zeigen und die Punkte im Wolfsrevier behalten. Dafür hofft das Wolfsrudel einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung seiner Fans.
Anwurf ist am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr in der tectake Arena. Die Wölfe freuen sich auf zahlreiche Unterstützung beim Bayern-Derby!
Unser Gegner

Hintere Reihe:
Johannes Simbeck, Jakob Rümmelein, Lukas Dude, Johannes Reif, Tim Vasold, Simon Sehnke, Dario Feuerriegel, Jan Brüning-Wolter
Mittlere Reihe:
Felix Schmidl (Team-Manager), Anna Weiser (Physiotherapeutin), Tom Wuka, Jakob Kassing, Sebastian Simbeck, Tom Weikl, Jan Wilsdorf, Florian Wulka (Mannschaftsverantwortlicher), Benjamin Herth (Trainer)
Vordere Reihe:
Jonas Schmidt, Felix Dettenthaler, Andreas Wieser, Bene Domuratzki, Balint Kaiser, Kevin Bauer, Bastian Kemmler, Josef Weber
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