Wölfe belohnen sich für intensive Woche
von Lukas Schmitt
Mit einem hart erkämpften 34:31-Heimsieg gegen den TV Bittenfeld II haben die Wölfe eine kräftezehrende englische Woche erfolgreich abgeschlossen. Vor 973 Zuschauern in der tectake ARENA bewies das Wolfsrudel einmal mehr Moral und Kampfgeist. Torhüter Mika Wittmann avancierte in der Schlussphase mit einer starken Leistung zum entscheidenden Faktor.
Drei Spiele innerhalb von sechs Tagen – die vergangenen Tage hatten bei der Mannschaft von Dragoș Oprea zweifellos ihre Spuren hinterlassen. Dennoch war von Müdigkeit zu Beginn der Partie gegen den TV Bittenfeld II wenig zu sehen. Die Wölfe starteten konzentriert und wollten nach dem Heimsieg gegen Schwäbisch Gmünd und der knappen Niederlage beim Tabellenführer aus Backnang auch das letzte Spiel der englischen Woche erfolgreich gestalten.
Allerdings entwickelte sich von Beginn an eine intensive und teilweise hektische Begegnung. Zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten sorgten dafür, dass nur schwer ein wirklicher Spielfluss aufkam. In der 14. Spielminute mussten die Wölfe zudem einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Anton Beck sah nach einem Foulspiel die Rote Karte und stand seiner Mannschaft fortan nicht mehr zur Verfügung.
Sportlich blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Wölfe erwischten zwar den besseren Start, leisteten sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte jedoch einige Unkonzentriertheiten und mussten zwischenzeitlich einem Rückstand hinterherlaufen. Auch die Chancenverwertung ließ bereits im ersten Durchgang zu wünschen übrig. So ging es mit einem knappen 15:16-Rückstand in die Halbzeitpause.
Wölfe laufen lange einem Rückstand hinterher
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Die Gäste aus Bittenfeld fanden immer wieder Lösungen im Angriff und konnten ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf drei Tore ausbauen. Die Wölfe hielten dagegen, fanden aber weiterhin nicht die nötige Konsequenz im Abschluss. Insgesamt 16 Fehlwürfe sollten am Ende zu Buche stehen – ein Umstand, der Dragoș Oprea nach der Partie durchaus beschäftigte.
Trotzdem ließ sich das Wolfsrudel nicht abschütteln. Mit viel Einsatz und dem nötigen Willen kämpfte sich die Mannschaft zurück in die Begegnung. Bis in die Schlussphase hinein blieb es jedoch eine enge Angelegenheit. Erst in der 54. Spielminute gelang Tim Bauder per Siebenmeter der wichtige Ausgleich zum 30:30. Wenig später war es Filip Begic, der die Wölfe erstmals wieder in Führung brachte.
Mika Wittmann entscheidet die Partie
Als es in die entscheidenden Minuten ging, schlug die Stunde von Mika Wittmann. Der Torhüter war in der Schlussphase kaum noch zu überwinden und entwickelte sich zum entscheidenden Rückhalt seiner Mannschaft. Mit gleich fünf Paraden innerhalb der letzten fünf Spielminuten zog er den Gästen den Zahn und sicherte den Wölfen damit den hart erarbeiteten Heimsieg.
Auch Dragoș Oprea zeigte sich nach dem Schlusspfiff besonders erfreut über die Leistung seines Schlussmanns: „Mika hat heute gezeigt, was er kann, und darüber freue ich mich besonders.“ Gleichzeitig hob der Trainer auch die Qualität seines Torhüterkollegen Sebastian Klein hervor und betonte, wie wichtig beide Schlussleute für die Mannschaft sind.
Für Oprea war die Begegnung gegen Bittenfeld auch aus persönlichen Gründen etwas Besonderes. Bei den Gästen standen mit Luca und Lian Eckert zwei seiner Neffen auf dem Parkett, die er während seiner Zeit im Nachwuchsbereich des TVB Stuttgart selbst trainiert hatte. Entsprechend freute sich der Wölfe-Coach über das Wiedersehen und die Leistungen seiner beiden Neffen.
Zwei Siege aus drei Spielen – positives Fazit trotz hoher Belastung
Am Ende stand ein 34:31-Heimsieg, mit dem die Wölfe die intensive Woche erfolgreich abschließen konnten. Zwei Siege aus drei Spielen – angesichts der hohen Belastung und der schwierigen personellen Situation während der vergangenen Wochen eine durchaus erfreuliche Bilanz.
„Die ganze Woche sagt viel über die Mannschaft aus. Die Jungs haben es gut gemacht. Wir sind oft einem Rückstand hinterhergelaufen, aber mit zwei Siegen aus drei Spielen kann ich sehr zufrieden sein“, lautete das Fazit von Dragoș Oprea.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Wolfsrudel allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet mit der HSG Konstanz die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Beim ehemaligen Zweitligisten wollen die Wölfe an die kämpferische Leistung der vergangenen Woche anknüpfen und die nächsten Punkte ins Visier nehmen.
Wölfe: Klein 1, Wittmann – Vucetic 5/1, Reidegeld 4, Mauch 4, Begic 4, Kütt 6, Bauder 4/4, Beck 1, Ehrenfels, Reitemann, Schweitzer, Franke 3, Merk 2.
Bittenfeld: Lehmann, Starkloff – Behling 5, Luca Eckert 5, Eberle, Schwaderer, Mauch 6, Widmaier 2, Luithardt, Dugandzic 3, Bischoff 7, Schweikardt, Lian Eckert, Lucas 3.
Zeitstrafen: 4:4 Siebenmeter: 6/4 - 3/3 Zuschauer: 973
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