U23: Spielbericht HSG Rödental/Neustadt

von Marcel Skirde

Aus dem letzten Unentschieden haben wir bewusst Energie und auch eine gewisse Wut gezogen. Diese Emotionen nahmen wir mit in eine sehr intensive Trainingswoche, die von viel Fokus, hoher Bereitschaft und klarer Zielsetzung geprägt war. Mit dieser Grundlage wollten wir im Heimspiel wieder mehr Leichtigkeit in unser Spiel bringen und zeigen, dass wir aus den vergangenen Partien die richtigen Schlüsse gezogen haben. Gleichzeitig waren wir uns der Stärken der Gäste bewusst, die mit Andreas Wolf einen klaren Zielspieler in ihren Reihen hatten.

Von Beginn an entwickelte sich eine zunächst ausgeglichene Partie, die vor allem durch Wolf geprägt war. Der Rückraum-Shooter bekam in der Anfangsphase zu viele Freiheiten und stellte uns mit seiner Durchschlagskraft immer wieder vor große Probleme. Insgesamt erzielte er 16 Treffer, davon 12 aus dem Spiel, und war bis weit in die erste Halbzeit hinein kaum unter Kontrolle zu bringen. Vor allem durch ihn blieb das Spiel eng, auch wenn wir im Angriff immer wieder Lösungen fanden und dagegenhalten konnten.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es uns, defensiv besser Zugriff zu bekommen. Durch phasenweise Manndeckung gegen Wolf reduzierten wir seinen Einfluss und stabilisierten unser Spiel. Diese Phase nutzten wir, um uns erstmals etwas abzusetzen und mit einer verdienten Vier-Tore-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel blieb Wolf weiterhin der zentrale Fixpunkt im Spiel der Gäste, nahezu jeder Angriff lief über ihn. Gleichzeitig wurde zunehmend deutlich, dass dieses sehr einseitige Spielsystem auf Dauer schwer zum Erfolg führen kann. Wir probierten defensiv verschiedene Varianten aus, unter anderem eine 3-2-1-Deckung, die nicht durchgehend perfekt funktionierte, insgesamt aber Wirkung zeigte. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei Wolf und auch beim Rest seiner Mannschaft die Kräfte.

In der zweiten Halbzeit fanden wir dann die gewünschte Leichtigkeit deutlich besser wieder, agierten konzentrierter im Angriff und nutzten unsere Chancen konsequenter. So konnten wir uns Schritt für Schritt weiter absetzen und auch den zweiten Durchgang für uns entscheiden, ohne das Spiel noch einmal unnötig spannend werden zu lassen. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg, der auch in dieser Höhe absolut in Ordnung geht.

Unterm Strich war es ein Spiel, in dem wir defensiv nicht alles im Griff hatten, uns aber im Verlauf der Partie steigern konnten. Vor allem die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir aus dem Unentschieden die richtigen Impulse gezogen haben und mit mehr Leichtigkeit und Konsequenz wieder zu stabileren Leistungen finden.

SG DJK Rimpar II – HSG Rödental/Neustadt 35:26(17:14)

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