U23: Spielbericht HSG Lauf/Heroldsberg
von Marcel Skirde
HSG Lauf/Heroldsberg – SG DJK Rimpar II 14:19 (33:36)
Man hätte meinen können, als Tabellenzweiter beim drittletzten Team der Liga sei die Rollenverteilung klar. Doch ein Blick auf das Hinspiel belehrte eines Besseren: Damals mussten wir uns zuhause mit einem Tor geschlagen geben – in einer Partie, in der uns der Gegner mit äußerst unkonventionellen Mitteln große Probleme bereitete. Die Tabellensituation besaß daher keinerlei Aussagekraft. Wir hatten noch eine Rechnung offen und wollten unbedingt vermeiden, erneut in dieselbe Falle zu tappen.
Von Beginn an bestätigte sich diese Erwartung. Die Gastgeber setzten konsequent auf ihr spezielles Konzept: Defensiv agierten sie über weite Strecken mit sehr offensiver, teils durchgängiger doppelter Manndeckung, im Angriff nahezu permanent mit dem siebten Feldspieler. Ziel war es, unser gewohntes Spiel zu stören und uns in ungewohnte Situationen zu zwingen. Wir waren jedoch gut vorbereitet, brachten früh Struktur in unser Spiel und erspielten uns schnell ein kleines Polster von zwei bis vier Toren.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit steigerten wir uns und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Treffer aus. Dennoch blieb es ein intensives, körperlich anspruchsvolles Spiel. Lauf nutzte die permanente Überzahlsituation im Angriff immer wieder clever und hielt den Abstand in Schlagdistanz. Mit einer verdienten Fünf-Tore-Führung gingen wir in die Halbzeitpause.
Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie umkämpft. Wir schafften es nicht, uns weiter abzusetzen, weil wir einige unserer klaren Chancen nicht konsequent nutzten, während Lauf seine Möglichkeiten verwertete und den Rückstand noch einmal auf ein Tor verkürzte. Doch wir ließen uns nicht beirren, blieben ruhig und zeigten, dass wir aus dem Hinspiel gelernt hatten. Am Ende brachten wir das Spiel verdient über die Zeit.
Dieser Sieg war enorm wichtig – um unsere Serie auszubauen und ein klares Zeichen zu setzen: Wir lernen aus Rückschlägen und entwickeln uns weiter. Die Tabelle spielte an diesem Abend keine Rolle – es war das erwartete harte, intensive Spiel. Gleichzeitig tankten wir Selbstvertrauen für die kommende Partie – wohl das wichtigste Spiel der Saison gegen den Tabellenführer aus Erlangen.