Kein Lizenzantrag für die 2. HBL
von Lukas Schmitt
Pressemitteilung
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Die Wölfe Würzburg werden für die kommende Saison keine Lizenz für die 2. Handball-Bundesliga beantragen. Nach intensiven internen Gesprächen hat sich der Handballklub bewusst zu diesem Schritt entschieden, um den aktuell anstehenden strukturellen und sportlichen Umbruch verantwortungsvoll zu gestalten.
Im Mittelpunkt der Entscheidung steht insbesondere die Situation rund um den Kader der Wölfe. Nach vielen erfolgreichen Jahren werden mehrere prägende Spieler, die bereits zu zweitliga-Zeiten im Trikot der Wölfe gespielt haben, ihre aktive Karriere beenden. In den kommenden Tagen werden die Wölfe hierzu nochmals gesondert informieren. Darüber hinaus werden zwei weiter Spieler die Wölfe zum Ende der Saison verlassen und nach neuen sportlichen Herausforderungen suchen.
Zudem bestehen aktuell noch offene Personalfragen für die kommende Saison. Hinter dem Verbleiben von Lev Szuharev, Patrick Längst und Anton Beck stehen derzeit noch Fragezeichen. Die Gespräche über mögliche Vertragsverlängerungen laufen, endgültige Entscheidungen sind bislang jedoch noch nicht gefallen.
Durch diese Veränderungen steht den Wölfen ein größerer Kaderumbruch bevor, der Zeit und eine nachhaltige Planung erfordert. Die Entscheidung ist ausdrücklich nicht als Abkehr von höheren sportlichen Zielen zu verstehen. Vielmehr soll die kommende Zeit genutzt werden, um die sportlichen und strukturellen Grundlagen zu festigen und perspektivisch wieder die Voraussetzungen für höhere Spielklassen zu schaSen.
Die Erweiterung der Sponsorenlandschaft hat auf Grund der noch nicht vollständig ausgezahlten Coronahilfen oberste Priorität. Für die bisherigen Erfolge im Zusammenhang mit den Corona-Hilfen gilt ein besonderer Dank den Landtagsabgeordneten Felix von Zobel, Volkmar Halbleib, Björn Jungbauer und Dr. Andrea Behr. Ebenso danken die Wölfe dem Landkreis Würzburg mit Landrat Thomas Eberth für die zugesagte Unterstützung. Die Wölfe Würzburg brauchen die Unterstützung der Region, um auch wirtschaftlich einen langfristigen Verbleib in der 2. Liga zu gewährleisten. Ein möglicher Aufstieg dieses Jahr wäre mit zu großen wirtschaftlichen Risiken verbunden.Vor diesem Hintergrund haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den Fokus zunächst auf ein weiteres Jahr 3. Liga zu legen, um dann mit einer eingespielten Mannschaft und einer breiteren Sponsorenlandschaft den Wiederaufstieg in die 2. Liga in Angriff zu nehmen.
Johannes Sendelbach, Geschäftsführer der Wölfe Würzburg, erklärt:
„Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Tatsächlich war es vermutlich die schwerste Entscheidung, die wir in den vergangenen Jahren treffen mussten. Unser oberstes Ziel bleibt es, langfristig professionellen Handball in der Region Würzburg anbieten zu können. Angesichts dieser Umstände halten wir es jedoch für den verantwortungsvollsten Schritt, uns zunächst zu konsolidieren, neue Spieler zu integrieren und stabile Strukturen zu schaffen.“
Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang den Fans, Partnern und Sponsoren der Wölfe. Ihre Unterstützung hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zur positiven Entwicklung der Wölfe Würzburg beigetragen und bildet auch weiterhin eine zentrale Grundlage für die Zukunft des Handballs in der Region.
„Wir wissen sehr zu schätzen, wie groß die Unterstützung durch unser Umfeld ist – sowohl durch unsere Fans auf den Rängen als auch durch unsere Partner und Sponsoren. Gerade in einer Phase des Umbruchs ist dieser Rückhalt enorm wichtig. Gemeinsam wollen wir die kommenden Monate nutzen, um die Wölfe Würzburg nachhaltig weiterzuentwickeln und die Basis für zukünftige sportliche Erfolge zu schaffen“.
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Für Rückfragen:
Tim Wunderling (tim.wunderling@wolfsrevier.de)
Pressesprecher Wölfe Würzburg