Härtetest zum Auftakt der Auswärtsserie

von Lukas Schmitt

Nach vier Heimspielen in Folge heißt es für die Wölfe am kommenden Samstag wieder: Auswärtstasche packen. Um 19 Uhr gastiert das Team von Trainer Heiko Karrer in der Bertha-Benz-Sporthalle, bei der SG Pforzheim-Eutingen – und startet damit in eine richtungsweisende Phase der Saison. Die Partie in Pforzheim ist das erste von drei schwierigen Spielen in fremder Halle. In den kommenden Wochen warten außerdem noch Aufgaben beim VfL Pfullingen sowie beim HC Erlangen II. Nach zuletzt vier Heimauftritten in Serie müssen die Wölfe nun also auswärts ihre Stabilität unter Beweis stellen.

Die Gastgeber stehen mit 25:17 Punkten auf einem starken sechsten Tabellenplatz. Auch wenn sie zuletzt zwei knappe Niederlagen – in Pfullingen und beim TSB Heilbronn-Horkheim – hinnehmen mussten, zählt Pforzheim-Eutingen zu den konstantesten Teams der Liga. Trainiert wird die Mannschaft von Alexander Lipps, der eine äußerst geschlossene und disziplinierte Einheit geformt hat. Ein Blick auf die Torschützenliste unterstreicht die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeber. Topscorer Finn Meißner kommt auf 66 Treffer, doch gleich vier weitere Spieler haben ebenfalls die Marke von 60 Toren überschritten: Luca Mariani (65), Max Bröhl (64), Julian Broschwitz (60) sowie der zweitligaerfahrene Oskar Emanuel (60). Ein klassischer „Starspieler“ sticht statistisch nicht heraus – vielmehr verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Genau diese Ausgeglichenheit macht die SG schwer ausrechenbar.

Das Hinspiel im Wolfsrevier war nichts für schwache Nerven. In einer intensiven und defensiv geprägten Begegnung rangen die Wölfe den damaligen Tabellenzweiten nach großem Kampf mit 25:22 nieder. Über 60 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich die Karrer-Schützlinge vor allem mit Leidenschaft in der Abwehr und einem kühlen Kopf in der Schlussphase durchsetzten. Diese Qualitäten werden auch am Samstag gefragt sein.

Mit Blick auf die Statistik dürfen sich die Zuschauer auf ein echtes Abwehrduell freuen. Hier treffen die beiden besten Defensivreihen der Liga aufeinander. Die Wölfe haben in 20 Spielen lediglich 575 Gegentore kassiert, Pforzheim kommt nach 21 Partien auf nur 583 Gegentreffer. Beide Teams definieren sich stark über Kompaktheit, Zweikampfhärte und Torhüterleistungen – vieles deutet also auf eine Partie hin, in der Geduld, Disziplin und konsequente Chancenverwertung den Ausschlag geben werden.

Personelle Situation bei den Wölfen

Im Tor werden, wieder wie gewohnt, Sebastian Klein und Marko Bogojevic das Gespann bilden, da Mika Wittmann parallel bei den Jungwölfen im Einsatz ist. Im Rückraum fehlen weiterhin Florian Schmidt (Schulter) sowie Neuzugang Anton Beck (Adduktoren). Dominik Schömig dürfte trotz einer Fingerverletzung zur Verfügung stehen und bringt wichtige Flexibilität auf den Rechtshänderpositionen mit. Dort sind neben ihm nur Luis Franke, Patrik Längst und Spielmacher Joel Mauch eingeplant, der nebenbei auf seinen Bruder im Trikot der Gastgeber trifft – eine schöne Randgeschichte, die jedoch hinter der sportlichen Bedeutung der Partie zurücksteht.

Trainer Heiko Karrer setzt auf die Mentalität seiner Mannschaft: "Immer dann, wenn es in dieser Saison besonders gefordert war, hat das Team geliefert."
Genau diese Haltung wird auch in Pforzheim gefragt sein. Mit einer stabilen Defensive, klugen Entscheidungen im Angriff und mannschaftlicher Geschlossenheit wollen die Wölfe den Grundstein für eine erfolgreiche Auswärtsserie legen – und an die kämpferische Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen.


Unser Gegner

 

3. Reihe hinten: Oskar Emanuel, Leon Gerstner, Matej Mikita, Maximilian Bröhl, Bennet Löhmar, Josias Boschmann

2. Reihe Mitte: Wolfgang Lipps (Sportlicher Leiter), Silas Schneider, Julian Broschwitz, Linus Bleh, Moritz Luckert, Adam Studentkowski, Bastian Amberger, Julius Tüx, Nils Ackermann, Hannes Schnepf, Hamza Catak (TW-Trainer)

1. Reihe vorne: Christian Hörner (Co-Trainer), Alexander Lipps (Trainer), Jona Mauch, Lucas Mariani, Lukas Hofsäß, Arved Horchheimer, Davor Sruk, Martin Panitz (Physio), Johanna Walz (Physio)

Es fehlen: Felix Schmitt, Finn Meißner

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von Lukas Schmitt - 27.02.2026

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