Bitterer Jahresauftakt für die Wölfe

von Lukas Schmitt

 

Mit einer Niederlage sind die Wölfe in das Handballjahr 2026 gestartet. Beim TSV Neuhausen/Filder musste sich das Team von Trainer Heiko Karrer am Samstagabend trotz starker erster Halbzeit mit 29:32 geschlagen geben. Besonders der Bruch kurz vor und nach der Pause brachte die bis dahin gut kontrollierte Partie ins Wanken.

Die Wölfe knüpften zunächst an die starke Form der vergangenen Wochen an. Nach fünf Siegen in Serie zum Jahresende präsentierte sich die Mannschaft in der Egelseehalle konzentriert und entschlossen. In einer torarmen Anfangsphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel (3:3, 8. Minute), ehe das Wolfsrudel zunehmend die Kontrolle übernahm. Eine stabile Defensive, Ballgewinne und konsequent ausgespielte Angriffe sorgten dafür, dass sich die Gäste Schritt für Schritt absetzen konnten.

Zwischen der 18. und 25. Minute gelang den Wölfen ihre beste Phase: Mit vier Treffern in Folge wuchs der Vorsprung auf 12:7 an. Auch in der Folge blieb man spielbestimmend und führte knapp zwei Minuten vor der Pause verdient mit 15:10. Doch ausgerechnet in dieser Phase kam Neuhausen nochmals auf – drei Gegentreffer in kurzer Zeit ließen den komfortablen Vorsprung zur Halbzeit auf 15:13 zusammenschmelzen.

Dieser Zwischenspurt der Gastgeber wirkte wie ein Wendepunkt. Direkt nach dem Seitenwechsel nutzte Neuhausen den emotionalen Rückenwind der Halle und stellte innerhalb weniger Minuten den Ausgleich her (16:16). Die Partie war plötzlich völlig offen. Während die MadDogs nun aggressiver verteidigten und immer wieder Tempo in ihr Spiel brachten, taten sich die Wölfe zunehmend schwer im Abschluss. Trotz vieler klarer Chancen, scheiterten die Wölfe zu oft am gegnerischen Torhüter. Bis zum 23:23 (47.) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe die Hausherren mit einem 5:1-Lauf entscheidend davonzogen. Beim 31:25 rund fünf Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung gefallen. Die Wölfe kämpften bis zur Schlusssirene, konnten das Spiel jedoch nicht mehr drehen.

„Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten“, bilanzierte Trainer Heiko Karrer nach der Partie. „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut verteidigt und das Spiel im Griff gehabt. Nach der Pause haben wir zu viele Chancen liegen lassen und Neuhausen ist mit viel Emotion und Unterstützung der Halle zurückgekommen.“

Durch die Niederlage rutschen die Wölfe vorerst auf Tabellenplatz vier der 3. Liga Süd. Am kommenden Wochenende ist das Team spielfrei, ehe es am Samstag, 31. Januar, in der Tectake Arena zum Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II kommt.

 


 
STATISTIK ZUM SPIEL
 

Wölfe: Klein 1, Bogojevic – Krenz, Schömig 2, Karle 4, Mauch 1, Kaufmann, Kütt, Bauder 10/3, F. Schmidt 4, Szuharev 2, Reitemann 3, Daugs, Grömling 2, Merk.

Neuhausen: Prauß, Hamann – J. Sprößig, Huss, Heydecke, M. Sprößig, Haag 5, Schmid 4, Reinhardt 1, Baumann 4, Sommer 1, Fischer 5/4, Sahin 2, Keppeler 6, Kosak 4.

Zeitstrafen: 3:5 Rot: - Siebenmeter: 5/4 - 3/3 Zuschauer: 385

Spielfilm: 3:3 (8.), 5:7 (15.), 7:8 (18.), 7:12 (25.), 10:15 (29.), 14:15 (31.), 16:16 (34.), 18:17 (38.), 19:20 (42.), 22:20 (44.), 23:23 (47.), 28:24 (51.), 31:25 (55.).

 

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von Lukas Schmitt - 19.01.2026

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