Anspruchsvolle Auswärtsaufgabe in Pfullingen
von Lukas Schmitt
Am Samstagabend wartet auf das Wolfsrudel die nächste schwierige Aufgabe in der 3. Liga Süd. Die Karrer-Schützlinge sind um 20 Uhr beim VfL Pfullingen zu Gast und wollen dort ihre Serie ohne Niederlage ausbauen.
Mit 28:14 Punkten belegen die Wölfe aktuell den dritten Tabellenplatz und befinden sich damit weiterhin in aussichtsreicher Position im Rennen um die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga. Zuletzt blieb das Team dreimal in Folge ungeschlagen, musste sich die Punkte jedoch hart erarbeiten. Sowohl beim 27:26 gegen Fürstenfeldbruck, beim 26:25 gegen Bittenfeld als auch beim 27:27 in Pforzheim ging es jeweils denkbar eng zu.
Trainer Heiko Karrer sieht deshalb noch Steigerungspotenzial: "Die Jungs haben immer wieder gute Sachen gemacht, aber ihr Ding eben nicht über 60 Minuten durchgezogen. Aber es ist auch so, dass wir die letzten drei Spiele nicht verloren haben"
Auch personell bleibt die Lage herausfordernd. Florian Schmidt (Schulter) und Neuzugang Anton Beck (Adduktoren) fallen weiterhin aus. Zudem sind Luis Franke und Jonas Krenz angeschlagen. Vor allem auf den Rechtshänderpositionen im Rückraum wird es dadurch eng. Unterstützung aus der zweiten Mannschaft ist diesmal nur begrenzt möglich, da die Reserve parallel ein wichtiges Oberliga-Spiel bestreitet.
Pfullingen mit starker Defensive
Mit dem VfL Pfullingen wartet zudem ein formstarker Gegner. Die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer ist seit vier Spielen ungeschlagen und überzeugte zuletzt beim 31:24-Erfolg gegen Heilbronn-Horkheim. Das Prunkstück der Gastgeber ist dabei klar die Defensive. Die kompakte Abwehr ermöglicht es dem VfL, auch mit 616 erzielten Treffern den aktuell statistisch schwächsten Angriff der Liga zu stellen und dennoch erfolgreich zu sein. Zusätzlich erschwert Pfullingen dem Gegner die Aufgabe durch häufig wechselnde Abwehrformationen – von 6:0 über 5:1 bis hin zu 4:2.
Im Angriff ist vor allem Niklas Roth der gefährlichste Akteur. Der Rückraumspieler führt mit 97 Treffern in nur 15 Einsätzen die interne Torschützenliste deutlich an. Dahinter folgen Linksaußen Christopher Rix mit 70 Toren sowie Spielmacher Felix Zeiler, der bislang 56 Treffer erzielt hat.
Die Personalie Zeiler ist dabei eine besondere Geschichte: Der 25-jährige Spielmacher hatte den Verein im Sommer 2024 in Richtung TV Neuhausen/Filder verlassen. Nach einer Saison bei den Maddogs wollte der schnelle und spielstarke Rückraumspieler eigentlich eine studien- und berufsbedingte Handballpause einlegen. Nach kurzen, aber intensiven Gesprächen gelang es dem VfL jedoch, Zeiler zu einem Comeback zu bewegen.
Enge Erinnerung ans Hinspiel
Wie eng die Duelle beider Teams sein können, zeigte bereits das Hinspiel. Damals konnte sich das Wolfsrudel erst im zweiten Durchgang entscheidend durchsetzen und am Ende knapp mit 32:31 die Oberhand behalten.
Auch diesmal deutet vieles auf ein intensives und hart umkämpftes Spiel hin, wenn die Karrer-Schützlinge in der Pfullinger Kurt-App-Halle antreten.
Unser Gegner

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