Ja! Julian heiratet seine Nadine
30. Oktober 2019
v.li.: Julian Sauer (DJK Rimpar Wölfe), Rolando Urios Gonzalez (TuSEM Essen), Steffen Kaufmann (DJK Rimpar Wölfe), Michael Schulz (DJK Rimpar Wölfe), Lukas Böhm (DJK Rimpar Wölfe), Max Brustmann (DJK Rimpar Wölfe), 03.11.2019, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TuSEM Essen
Spielbericht
TuSEM Essen
4. November 2019

Visier


TUSEM Essen



Stadt

Essen ist eine der vielen Großstädte im Raum des Ruhrgebiets und gehört dem Regierungsbezirk Düsseldorf an. Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes und der Infrastruktur der Stadt wird Essen auch oft als „Hauptstadt des Ruhrgebiets“ bezeichnet. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf das 76-fache Rimpars und beträgt circa 585.000 Menschen. Damit ist Essen einwohnertechnisch die neungrößte Stadt Deutschlands, deutlich vor Städten wie Nürnberg oder Bonn. Im Jahre 2010 wurde Essen zur Kulturhauptstadt Europas erklärt sowie ihr im Jahr 2017 die Ehre der Grünen Hauptstadt Europas zu Teil wurde. Erstmalig erwähnt wurde Essen 850 n. Chr. mit der Gründung des Stiftes Essen. Der Name der Stadt änderte sich allerdings kontinuierlich und begann damals mit der Bezeichnung „Astnide“. Highlights der Stadt sind neben ihrer Skyline auch das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, ein Industrie- und Architekturdenkmal und die Villa Hügel. Diese verdeutlicht vor allem die Dynastie der Familie Krupp und den Einfluss der Industrialisierung auf die Stadt Essen.

 
 
Verein
Der Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe e. V. 1926 ist vor allem durch seine ehemalige Unterabteilung Handball bekannt, die sich aber im Jahr 2000 aus dem Verein ausgliederte und zur GmbH umwandelte. Der TUSEM Essen spielte bis zur Saison 2005/06 26 Jahre lang ununterbrochen in der 1. Handball Bundesliga, bis in diesem Jahr trotz des Gewinns des EHF-Cups der Lizenzentzug aufgrund finanzieller Probleme erwirkt wurde. Diese resultierten aus fehlenden Zahlungen eines griechischen Investors, sodass man in die Regionalliga zwangsabstieg. Zwar wurde bis zur Saison 2007/08 die Rückkehr in die 1. Bundesliga erreicht, allerdings folgte wieder aufgrund des finanziellen Betrugs 2008 ein Zwangsabstieg. Doch vier Jahre später spielte der TUSEM Essen erneut Erstligahandball, stieg schließlich aber in derselben Saison als Tabellenletzter ab. Die erfolgreichsten Jahre des Verein lagen Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mit dem dreimaligen Gewinn der Bundesliga und derselben Anzahl an Erfolgen im nationalen Pokal. Zudem wurde 1989 der EHF-Cup gewonnen. Die bekanntesten Spieler der Vereinshistorie sind Spieler wie Oliver Roggisch oder Martin Schwalb.

 
 
Mannschaft
Wo der sportliche Weg hingehen soll zeigte die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet in dieser Saison bisher eindrucksvoll. Das weiterhin sehr junge Team bestehend aus vielen Juniorennationalspielern zeigt besonders in diesem Jahr, welche Qualität in ihm steckt. Lediglich gegen Eisenach verloren die Essener bislang. Dahingegen erzielten sie teils hohe Erfolge gegen Ferndorf oder Konstanz. Logisches Resultat: Tabellenplatz 1. Das Team zeichnet sich weiterhin durch sehr viele gute Charaktere aus, welche vor allem im Gespann Abwehr-Torwart sehr gut harmonieren und so zu vielen leichten und schnellen Toren im Gegenstoß kommen. Dadurch stehen sie bereits bei einem Top-Wert von 245 erzielten Toren (Ligaspitze). Top-Torschütze der Essener ist der erst 22-jährige Linksaußen Noah Beyer mit 46 Treffern. Ein ähnlich starkes Torhüterduo wie die Wölfe haben auch die Essener mit Fredrik Genz und Sebastian Bliß. Von ihrer Vereinsphilosophie, fast ausschließlich Spieler deutscher Nationalität in den eigenen Reihen zu haben sind die Ruhrgebietler mit der Verpflichtung des wuchtigen Kubaners Rolando Uríos Gonzáles auf der Kreis-Mitte Position von den Füchsen Berlin abgewichen.

Gerade gegen die erwähnten Tempo-Gegenstöße gilt es für die Wölfe über die gesamte Partie hinweg konzentriert zu bleiben und zu keiner Phase des Spiels leichte Ballverluste im eigenen Angriff zuzulassen. Hoffnung macht sicherlich auch die Rimparer Defensive und Schlussmann Max Brustmann, welche bislang ligaweit die wenigstens Treffer zuliesen. Hinzu kommt, dass Trainer Ceven Klatt nach einigen schmerzlichen Ausfällen im ohnehin dünnen Kader in den vergangenen Wochen voraussichtlich wieder aus den vollen schöpfen kann.

von Nico Nersinger - 31.10.2019


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v.li.: Felix Karle (DJK Rimpar Wölfe), Einzelbild, 28.09.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden

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