Spielbericht
HC Elbflorenz 2006
23. April 2019
Interview
Patrick Gempp
23. April 2019



Im Visier


HC Rhein Vikings


Städte

Hinter dem Namen HC Rhein Vikings verbergen sich die Städte Neuss und Düsseldorf. Beide nordrhein-westfälischen Städte liegen am Rhein und sich außerdem direkt gegenüber.
Düsseldorf hat als Landeshauptstadt einen besonderen Status in der Metropolregion Rhein-Ruhr inne. Den Titel „Großstadt“ erhielt sie aufgrund ihres explosionsartigen Wachstums im Zuge der Industrialisierung. Gleichzeitig verlieh ihr jenes Zeitalter den Spitznamen „Schreibtisch des Ruhrgebiets“, da Düsseldorf damals als Standort der Verbands- und Verwaltungssitze vieler Eisen und Stahl produzierender Betriebe des Ruhrgebiets genutzt wurde. Die Rheinmetropole gehört zu den fünf wichtigsten, international stark verflochtenen Wirtschaftszentren Deutschlands. Düsseldorf ist eine Messestadt und Sitz vieler börsennotierter Unternehmen. Zudem ist sie der umsatzstärkste deutsche Standort unter anderem für Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung. Bekannt ist die Rheinstadt auch durch ihre Altstadt als „längste Theke der Welt“, den Düsseldorfer Karneval, den Fußballverein Fortuna Düsseldorf und den Eishockeyverein Düsseldorfer EG.
Das gegenüber gelegene Neuss machte sich vor allem durch seine römische Vergangenheit, den Rheinhafen und das Neusser Bürger-Schützenfest einen Namen. 1984 beging sie ihre 2000-Jahr-Feier und zählt damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Auch im Leistungssport ist die Rheinstadt breit aufgestellt: Der TC Blau-Weiß Neuss spielt in der 1. Bundesliga im Tennis. Im Handball, Schwimmen und Hockey sowie Damen Basketball können Vereine der Stadt in der 2. Bundesliga mithalten.

Verein

Hinter der Mannschaftsbezeichnung HC Rhein Vikings verbirgt sich die HC Rhein Vikings Spielbetriebs- und Marketing GmbH und der Breitensportverein HSG Neuss/Düsseldorf. Die junge Spielgemeinschaft, die erst 2017 gegründet wurde, übernahm zur Saison 2017/2018 den Platz für die 2. Bundesliga vom Neusser HV, der in der Saison 2016/2017 aufgestiegen war. Die Stadt Düsseldorf und der Verein hatten sich nämlich das Ziel gesetzt, einen Handball-Profiverein in der in der Metropolregion aufzubauen. Nach einem nicht ganz zufrieden stellenden 14. Platz in der letzten Saison wurde eine Umgestaltung gemeinsam mit der Stadt in Angriff genommen. Diese Erneuerung beinhaltete laut HC auch die Beurlaubung des Trainers Ceven Klatt schon nach den ersten sechs Saisonspielen. Die Stadt Düsseldorf zog sich jedoch in Folge des wenig erfreulichen Saisonstarts nach Angaben der Rhein Vikings aus der Verantwortung und kooperiert stattdessen nun mit dem im Wuppertal und Solingen beheimateten Bundesligisten Bergischer HC. Der unplanmäßige Ausstieg der Stadt zwang die Wikinger Anfang Februar dieses Jahrs dazu, vorsorglich Insolvenz wegen Liquiditätsmängeln anzumelden. Der Geschäftsführer ist jedoch nach wie vor guter Dinge, dass die Mannschaft weiter existieren wird – nächste Saison eben vorerst in der 3. Bundesliga.

Mannschaft

Aufgrund der finanziellen Probleme musste sich die Mannschaft leider bis nach der Winterpause bereits von Alexander Oelze, Vladimir Bozic, Thomas Bahn und Teo Coric verabschieden. Deshalb wurde das Team mit sehr vielen Jugendspielern aufgestockt und besteht somit auf der einen Seite aus „alten Hasen“, die dem Verein treu geblieben sind. Auf der anderen Seite kämpfen sie mit „Jungspunden“, die aufgrund der Tabellenplatzierung im Winter gleich als Einstieg vor eine Monsteraufgabe gestellt wurden. Aufgrund der hohen Punktedifferenz zum ersten Nicht-Abstiegsplatz, ist der Ligaabschied für die Wikinger nun leider schon besiegelt. Dennoch hat man in den letzten Spielen gemerkt, dass sie die 2. Bundesliga erhobenen Hauptes verlassen wollen. Im Spiel gegen den Erstplatzierten Balingen zeigten sie sich stark und aus Ferndorf konnten sie sogar einen Punkt entführen.
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von Christina Neeser- 23.04.2019



ECHT - WILD - TREU - GIERIG