Wölfe-Spotlight
Stefan Schmitt
16. Februar 2017
Vorbericht
Schwere Begegnung zum Abschluss des Doppelspieltags
18. Februar 2017

Vielleicht ist die Chance größer als je zuvor?


In den bisher fünf Aufeinandertreffen zwischen den DJK Rimpar Wölfen und der TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der zweiten Liga, konnten sich die Wölfe noch keinen einzigen Punkt sichern. Morgen ist die Chance vielleicht größer denn je.
Am morgigen Freitagabend, um 19 Uhr, findet in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle das Spitzenspiel der zweiten Handballbundesliga am 21. Spieltag statt. Die „Eulen“ der TSG Ludwigshafen-Friesenheim empfangen unser Wolfsrudel, oder der Tabellensechste hat den Tabellendritten zu Gast. Eine weitere Spitzenbegegnung wird eine halbe Stunde später im Euregium Nordhorn zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem ThSV Eisenach angepfiffen. Aber zurück zu den Wölfen. Wie schon erwähnt trafen die beiden Teams seit der Bundesligazugehörigkeit der Rimparer fünf Mal aufeinander und jedes Mal setzten sich die Rheinland-Pfälzer durch. Das Hinspiel in dieser Runde endete aber nach starker Aufholjagd der Wölfe im zweiten Durchgang denkbar knapp mit nur drei Toren Differenz.

Welche Argumente sprechen für die Wölfe?

Das Wolfsrudel um Trainer Matthias Obinger schwimmt auf einer Erfolgswelle. Seit zwei Monaten sind die Rimparer Wölfe ungeschlagen, im Jahr 2017 musste man in der Liga noch garkeinen Punkt abgegeben. Am vergangenen Wochenende schlugen die Wölfe in eigener Halle eindrucksvoll den Wilhelmshavener HV mit 32:26 und brachen gegen einen ihrer Angstgegner ebenfalls eine Serie. Gegen Wilhelmshaven konnte mit dem Sieg am vergangenen Samstag der erste Erfolg und die ersten Punkte eingesammelt werden, also warum nicht auch die Serie gegen Friesenheim brechen und die Tabellensituation festigen? Ein weiteres Argument, das für die Rimparer spricht ist die anhaltende Verletzungsmisere der Gastgeber. Schon über die gesamte Runde konnten die Rheinländer nicht ihr volles Potential ausschöpfen, da immer wieder Leistungsträger verletzt ausfielen. Nach der Rückkehr von Keeper Kevin Klier und Kreisläufer Martin Slaninka bei der Auswärtsniederlage in Essen der Friesenheimer am vergangenen Wochenende, konnte Headcoach Ben Matschke zwar wieder zwei wichtige Spieler zurück begrüßen, muss aber immer noch auf sieben Akteure aus dem Bundesligakader verzichten.

Welche Argumente sprechen für die TSG Ludwigshafen-Friesenheim?

Die oben genannte Erfolgswelle der Rimparer kann einem auch schnell zum Verhängnis werden, vor allem gegen einen Gegner wie die TSG. Mit einem Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten aus Hüttenberg am zweiten Weihnachtsfeiertag und einem Sieg Anfang Februar gegen einen der Aufstiegskandidaten aus Bad Schwartau ist die Erwartungshaltung gegenüber der Mannschaft gestiegen. Auch wenn das Trainerteam und die Geschäftsführung ihr bestmöglichstes tun, um diesen Druck von außen nicht an die Mannschaft heranzutragen, wird sich zeigen, wie das Rudel mit der neuen Situation umgehen wird. Qualität – Ein Wort, dass das Team aus Friesenheim treffend beschreibt. Vor der Saison haben die Gastgeber mit dem ehemaligen Erlanger Kapitän, Oliver Heß, und Linksaußen Denni Djozic (ebenfalls HC Erlangen) enorme Qualität und Erfahrung dazu gewinnen können, die ihnen vor allem in so brisanten Spielen, wie in diesem, zugutekommen kann.
Einen weiteren Motivationsschub für die TSG sollte der Wille auf Wiedergutmachung nach der Auswärtsniederlage beim TuSEM Essen sein.

Wer ist der Favorit?

Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim.
Die Gastgeber haben eine wackelige Hinrunde hinter sich und nicht den besten Start in die Rückrunde erwischt, aber gelten trotz alle dem zu den Top-Teams der zweiten Liga, die zwangsläufig im Laufe der Zeit noch weiter nach vorne rücken werden. Mit der Qualität die im Kader der Friesenheimer vorhanden ist und der Zweit- wie Erstligaerfahrung der Spieler, erwartet die Wölfe ein starker Kontrahent, der nichts zu verschenken hat. Nichts desto trotz fahren die Wölfe mit dem Ziel zwei Punkte mit zurück nach Mainfranken zu bringen zur TSG Lu-Friesenheim. Denn, wer weiß, vielleicht war die Chance noch nie so große wie jetzt?!


Für die DJK Rimpar Wölfe

Michael Endres