Interview
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Im Visier
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Spielbericht


Wilhelmshavener HV


Vor offiziell 1055 Zuschauern in der Nordfrost-Arena in Wilhelmshaven entwickelt sich ein sehr umkämpftes Spiel. In der zweiten Halbzeit stellt Rimpar die Zeichen früh auf Sieg. Mit einer bärenstarken Abwehr und einem überragenden Max Brustmann gewinnt man am Ende deutlich mit 22:32.

Offensive 3:2:1 Deckung in Halbzeit eins
Vom Start weg ging es ordentlich zur Sache. Die Rimparer überraschten den Gegner mit einer aggressiven 3:2:1 Abwehr, bei der die Halbverteidiger immer offensiv gegen die Shooter Schwolow und Drechsler attackierten, sobald der WHV eine Auslösehandlung spielte. Aus dieser aggressiven Deckung heraus konnte man das Tempospiel nutzen und so ging man mit 1:3 nach 3. Minuten in Führung durch Fin Backs. Der Angriff der Wölfe spielte sehr beweglich und konnte die sich ergebenden Räume sehr gut nutzen. Man hatte sich eine breitere Spielanlage vorgenommen und setzte diese taktische Marschroute auch gut um. Nach dem zwischenzeitlichen 7:10 durch Steffen Kaufmann kam der WHV mit einem 3:0-Lauf zurück in die Partie. Tobias Schwolow war es mit dem 10:10 nach 20. Minuten. Bis zur Halbzeit konnte sich kein Team absetzen und die Führung wechselte auch immer wieder hin und her. Quasi mit der Halbzeitsirene erzielt Philipp Meyer, direkt aus der schnellen Mitte, den 15:16 Führungstreffer für die Wölfe.

Abwehr zeigt ihr Können
Kämpferische Einstellung und taktische Disziplin waren im ersten Durchgang schon sehr stark, aber konnten in der zweiten Hälfte nochmal gesteigert werden. Nach 18 gespielten Minuten im zweiten Durchgang konnte Wilhelmshaven erst den dritten Treffer markieren. Duncan Postel erzielt den Treffer zum 18:27 nach 48 Minuten. Rimpar erstickte jegliche Angriffsbemühungen des WHV im Keim. Außerdem war es Max Brustmann der die Bälle, die noch aufs Tor kamen, auch noch entschärfte. So war es die logische Konsequenz, dass man im kompletten zweiten Durchgang nur 7 Gegentreffer kassierte. Die Taktik den Gegner im ersten Durchgang mit der offensiven Deckung mürbe zu machen und dann im zweiten Durchgang mit einer aggressiven 6:0-Formation zu agieren war also voll aufgegangen. Im Angriff spielte sich Lukas Siegler am heutigen Abend in den Vordergrund. Mit 8 Treffern avancierte er zum Toptorschützen des Abends. Auch im zweiten Durchgang konnten die Wölfe vom schnellen Umschaltspiel profitieren. Im Positionsangriff ließ man auch weiterhin den Ball gut laufen und selbst die offensiveren Deckungsvarianten 5:1 und 4:2 des WHV fanden keinen Zugriff. Letztlich kann man schon von einem auch in dieser Höhe verdienten 22:32 Auswärtserfolg sprechen, da Rimpar in diesem Spiel die aggressivere und konsequentere Mannschaft war. Der Mannschaft war über die gesamte Spieldauer hinweg anzumerken, dass man sich nach dem Spiel gegen Emsdetten etwas vorgenommen hatte und auch etwas wieder gut machen wollte. Die Stimmung und Einstellung waren über 60 Minuten auf einem konstant hohen Level.

Weihnachtsspiele als Jahresabschluss
Nun geht es am 22.12 zu Hause gegen den TV Hüttenberg und am 26.12 hat man den TUSEM Essen zu Gast. In diesen beiden Spielen vor heimischer Kulisse wollen die Wölfe zusammen mit ihren Fans nochmals alles reinhauen, um die Punkte in der s.Oliver Arena zu behalten. Das junge Team braucht jede Unterstützung und jeden einzelnen Zuschauer. Diese beiden Spiele werden sehr wichtig, um den aktuellen Tabellenplatz zu festigen. Danach geht es in die wohlverdiente Winterpause, aber bis dahin heißt es noch zweimal Vollgas geben und vielleicht können die Wölfe sich an Weihnachten ja auch über die ein oder anderen Punkte freuen.

von Michael Schulz - 16.12.2018