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v.li.: Trainer Dr. Matthias Obinger (DJK Rimpar Wölfe) nachdenklich schauend, Einzelbild, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Handball Sportverein Hamburg, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]




Spielbericht


TSV Bayer Dormagen


Es war ein rabenschwarzer Freitag für die Rimparer Wölfe im Sportzentrum des TSV Bayer Dormagen. Nach eigentlich ordentlicher Anfangsphase verlor man völlig den Faden und fand diesen über die gesamte Spielzeit nicht mehr wieder. Am Ende stand nach einer desolaten Leistung ein 28:16 für die Hausherren auf der Anzeigetafel.

Ordentlicher Beginn mit Führung

Zu Beginn der Partie kamen die Wölfe gut ins Spiel und gingen vor 1249 Zuschauern nach acht gespielten Minuten durch Julian Sauer erstmalig mit 2:3 in Führung. Die Abwehr war aggressiv und stand gegen die Rückraumspieler des TSV etwas defensiver als zuletzt. Andreas Wieser konnte diese Phase nutzen, um einige Bälle zu entschärfen und die Wölfe versuchten dann schnell umzuschalten. Nach zehn Minuten war es Dominik Schömig in Überzahl, der auf 2:4 erhöhte. Die Wölfe spielten vorne gut, aber verpassten es trotz genügend Chancen, die herausgespielten Möglichkeiten auch zu nutzen. Außerdem leistete man sich in der Abwehr häufiger einfache Fehler und ließ die Kompaktheit der Anfangsphase vermissen. Trotz allem hatte die Führung bestand bis zum 5:6 in der 16 Minute durch Benedikt Brielmeier. In der Folge konnte sich der Torwart des TSV, Sven Bartmann, dreimal hintereinander auszeichnen und so begann das Unheil für die Gäste. Aus der Führung wurde bis zur 25 Minute ein 11:7 Rückstand und Dormagen spielte sich in einen Rausch und mobilisierte damit natürlich auch seine Fans. Trainer Matthias Obinger war früh gezwungen zwei Auszeiten zu nehmen und reagierte auch mit dem siebten Feldspieler, aber die Mannschaft schien in einer Abwärtsspirale gefangen zu sein. Zu einfache Fehler vorne nutzte nun Dormagen zum Umschalten und damit auch zu einfachen Toren. Zur Halbzeit stand es 13:8 für die Heimmannschaft und die Wölfe waren damit noch gut bedient, da Dormagen bereits zweimal am leeren Tor vorbei geworfen hatte.

Wölfe kommen nach der Pause nicht zurück in die Partie

Nach der Pause versuchten die Wölfe wieder Anschluss zu finden und zurück in die Partie zu kommen, doch man hatte die Rechnung ohne den alles überragenden Sven Bartmann gemacht, der erneut sein Tor vernagelte. Der Torwart des TSV war an diesem Abend mit 15 Paraden und 52% gehaltenen Bällen der entscheidende Mann auf Seiten der Hausherren. Dass er zugegebenermaßen auch von einer zeitweise mehr als unglücklichen Wurfauswahl der Gäste profitierte, soll seine Leistung an diesem Punkt in keinster Weise schmälern.
Die Wölfe trafen erst wieder in der 38 Spielminute durch Benedikt Brielmeier. Nur war zu diesem Zeitpunkt beim 17:9 schon eine Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Dormagen war nun beflügelt von der Tatsache, dass man mit einem Sieg den Klassenerhalt endgültig sichern konnte und blieb weiter im zuvor bereits erwähnten Rauschzustand. Rimpar probierte viel mit Abwehrumstellungen und weiterhin mit dem siebten Feldspieler, aber nun lief bei den Hausherren alles zusammen und bei den Gästen klappte gar nichts mehr. Man fand gar nicht mehr ins Spiel und geriet dann völlig unter die Räder. Beim 22:12 durch Nuno Rebelo war der Abstand zum ersten Mal auf zehn Tore angewachsen. Die restlichen Minuten waren blau weißer Freudentaumel gepaart mit grün weißer Resignation. Dormagen bestach durch unbändige Spielfreude und den absoluten Willen, den Klassenerhalt klar zu machen. Die Gäste waren zwar ebenfalls bemüht, aber man traf zu viele falsche Entscheidungen und machte zu viele Fehler, um auch nur den Hauch einer Chance wieder zu erlangen. Als kurz nach dem 28:16 durch Lars Jagieniak der Schlusspfiff ertönte, war es für alle Beteiligten eine Erlösung. Für die einen, weil dieser Pfiff eine weitere Saison in der zweiten Liga bedeutete und für die anderen beendete er einen Albtraum von Auswärtsspiel.

Letztes Heimspiel steht an

Für die Wölfe steht nun gegen den Wilhelmshavener HV das letzte Heimspiel der Saison an. Hier will man die Niederlage natürlich wieder wettmachen und sich ordentlich von den eigenen Zuschauern verabschieden. Für die Gäste geht es noch um eine kleine Chance, den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür bräuchte der WHV zwei Siege aus zwei Spielen und ist darauf angewiesen, dass Emsdetten oder Dresden nicht mehr punkten. Diese Konstellation verspricht für Samstag um 18 Uhr noch einmal viel Spannung und Leidenschaft in einer wahrscheinlich sehr umkämpften Partie. Kommt zum letzten Heimspiel der Saison ins Wolfsrevier und unterstützt die Wölfe bei der Jagd auf die letzten zwei Heimpunkte der laufenden Runde!

Dormagen: Jan Matthias Broy, Sven Bartmann (15 Paraden, 1 Tor), Joshua Reuland, Nico Pyszora, Daniel Eggert, Heider Thomas 1, Carl Löfström 3, Ian Hüter 4, Julian Köster 5, Nuno Rebelo 2, Benjamin Richter 1, Patrick Hüter, Nick Braun, Lars Jagieniak 2, Eloy Morante Maldonado 6, Tim Wieling 3

Rimpar: Andreas Wieser (6 Paraden), Markus Leikauf (2 Paraden), Dominik Schömig 2, Lukas Böhm 1, Patrick Gempp 1, Patrick Schmidt 1, Steffen Kaufmann 1, Philipp Meyer, Max Bauer, Michael Schulz 1, Fin Backs 1, Benedikt Brielmeier 3, Benjamin Herth 4, Julian Sauer 1

Zeitstrafen: Dormagen 1, Rimpar 5

Siebenmeter: Dormagen 1/ 2, Rimpar 4/4

von Michael Schulz - 28.05.2019



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