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Interview
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v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe), Lutz Heiny (HSG Nordhorn-Lingen), Toon Leenders (HSG Nordhorn-Lingen), 04.05.2019, Würzburg, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HSG Nordhorn-Lingen, DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.




Spielbericht


HSG Nordhorn-Lingen


Es war der erwartet schwere Abend. Es hätte alles passen müssen, um dem Favoriten aus Nordhorn gefährlich werden zu können und es passte nur in den ersten 15 Minuten genug zusammen. Danach spielte Nordhorn abgezockter und effizienter und gewann am Ende verdient mit 17:25 in der s. Oliver Arena.

Anfangsphase geprägt von der Defensivarbeit

Erst in der dritten Minute fiel der erste Treffer der Partie. Georg Pöhle traf aus dem Zeitspiel heraus zum 0:1. Der erste Wölfetreffer fiel dann in der sechsten Minute durch Patrick Schmidt zum 1:1. Beide Mannschaften riefen ihr bestes Abwehrspiel auf und so taten sich auch beide Angriffsreihen sehr schwer. Beide Torhüter waren früh in der Partie und entschärften einige Bälle. In der 15 Minute war es Alec Smit, der den 3:3 Ausgleichstreffer erzielen konnte. Dann wurde Rimpar durch zwei Zeitstrafen gegen Patrick Gempp und Julian Sauer dezimiert. Diese doppelte Überzahl nutzte Nordhorn zur ersten zwei Tore Führung durch Toon Leenders zum 4:6. In der Folge schlichen sich bei den Wölfen vorne wie hinten immer wieder Fehler ein. Nordhorn nutzte diese im Stile einer Spitzenmannschaft aus und setzte sich langsam ab. Die Wölfe versuchten dagegen zu halten und ließen sich nicht abschütteln. Benedikt Brielmeier erzielte mit einem seiner fünf Treffer den 8:10 Zwischenstand. Mit einem direkten Freiwurf, der am Tor vorbei ging, von Georg Pöhle ging es dann vom Stand von 9:12 in die Pause.

Nordhorn gestaltet zweite Hälfte sehr souverän

In den vorangegangenen Heimspielen konnten die Wölfe nach einer etwas verkorksten ersten Halbzeit immer nochmal zulegen und dann über Kampf und Leidenschaft wieder ins Spiel finden. An diesem Abend war das Ganze ein bisschen anders. Die Angriffe der Heimmannschaft zerschellten immer häufiger an der Abwehr des Aufstiegsaspiranten aus Nordhorn. Außerdem hatten die Gäste selbst im Angriff immer eine weitere Lösung parat. Das Spiel war aus Sicht der Wölfe sehr zermürbend, da man Vieles versuchte, aber nichts so richtig klappen wollte. Nordhorn nahm gekonnt das Spiel über den Kreis weg und auch die Rückraumschützen hatten an diesem Tag einen schweren Stand. Auf der Gegenseite zwangen die Gäste die Wölfe durch eine hohe Effizienz und einen guten Rückzug immer wieder in den Positionsangriff und unterbanden so das Tempospiel. Es fehlten den Rimparern einige einfache Tore und auch der siebte Feldspieler brachte keine Verbesserung. Nordhorn konnte sich immer weiter Tor um Tor absetzen und bestrafte jeden Fehler eiskalt. Näher als auf drei Tore kamen die Wölfe nicht mehr heran und als man in den letzten fünf Minuten komplett torlos blieb fiel die Niederlage noch höher aus. Am Ende hieß es 17:25 für Nordhorn und dieser Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Die Gäste waren in allen Belangen überlegen und lieferte eine unglaublich konstante Teamleistung. In dieser Verfassung wird die HSG Nordhorn-Lingen in Sachen Aufstieg nur noch schwer aufzuhalten sein. Für die Wölfe gilt es dieses Spiel aufzuarbeiten und nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Die nächsten Spiele werden nach dieser langen Saison nochmal sehr sehr anstrengend und werden der Mannschaft alles abverlangen. Der ein oder andere Sieg sollte noch herausspringen, um den als Saisonziel ausgegebenen einstelligen Tabellenplatz nicht noch zu gefährden. Weiter geht es bereits am Samstag mit einem schwierigen Auswärtsspiel beim TuS Nettelstedt-Lübbecke.


von Michael Schulz - 07.05.2019





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