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v.li.: Patrick Gempp (DJK Rimpar Wölfe), Marcel Timm (HSC 2000 Coburg), DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HSC 2000 Coburg, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]


Spielbericht


HSC 2000 Coburg


Unglaublich attraktives Frankenderby geht letztlich mit 20:23 an den HSC 2000 Coburg. Die Wölfe kämpften couragiert und zeigten eine sehr starke erste Halbzeit. Im zweiten Durchgang entschieden dann Kleinigkeiten und Coburg hatte das bessere Ende für sich.

Gute Stimmung schon vor Anpfiff

2174 Zuschauer fanden den Weg in die s.Oliver Arena und machten sich bereits vor Anpfiff lautstark bemerkbar. Aus Coburg waren etwa 200 Fans mitgereist und lieferten sich einen stimmungsvollen Schlagabtausch mit den Rimparer Fans. Es knisterte gewaltig als die beiden Mannschaften einliefen und somit war alles angerichtet für ein Derby der Extraklasse.

Wölfe mit ganz starker ersten Halbzeit

Extraklasse waren vorallem die beiden Defensivreihen. Kämpferische Höchstleistung aller Beteiligten waren die Grundlage für eine sehr starke Wölfedeckung. Ein Zeichen für die aggressive Deckung war es, dass Rimpar bereits nach 5. Minuten alle gelben Karten verbraucht hatte. Hervorzuheben ist erneut Max Brustmann der zu Beginn alles hielt was auf seinen Kasten kam. Er vereitelte alleine 5 Siebenmeter der Gäste. Die Rimparer schafften es jedoch nicht aus der Deckung Kapital zu schlagen, da auch die Coburger mit Jan Kulhanek einen starken Rückhalt hatten. Somit war die logische Konsequenz, dass Tore rar gesät waren. Umso frenetischer wurde jeder Treffer von den Fans bejubelt. Bereits in der 15. Minute angekommen traf Steffen Kaufmann zum 4:1 für die Heimmannschaft. In Überzahl schaffte es Coburg dann jedoch Tor um Tor aufzuholen. Im Gegensatz dazu schaffte Rimpar 5. Minuten kein Tor. Die Folge war der 4:4 Ausgleich durch Max Jaeger. Das Spiel bleibt weiterhin hart umkämpft und wurde geprägt durch die beiden Torhüter. Erst Parade Brustmann dann Parade Kulhanek war kein seltener Spielverlauf an diesem Abend. Erst kurz vor der Halbzeit konnte Rimpar sich etwas absetzen. Man ließ 7. Minuten keinen Treffer mehr zu und so ging man durch Julian Sauer mit 10:7 in Führung. Ebenso lautete dann auch der Halbzeitstand.Coach Matthias Obinger sprach nach der Partie von einer “fantastischen Deckung” die die Pausenführung ermöglichte.

Zweite Hälfte bietet Derby vom Feinsten

Coburg kam verbessert aus der Kabine und war nach zwei schnellen Treffern wieder in der Partie. Nun legte Rimpar immer wieder vor ehe Coburg nach 40. Minuten den Ausgleich erzielte. Anton Prakapenia erzielte den Treffer zum 13:13. Das Unentschieden hat bis zur 47. Minute Bestand. Lukas Siegler erzielt das 16:16. Die Stimmung in der Halle ist zu dieser Zeit am Höhepunkt. Die Partie war völlig offen und es ging nur noch um Kleinigkeiten die die Entscheidung über Sieg und Niederlage bringen würden. Rimpar spielte weiterhin stark auf. Die Deckung stand weiter stabil und im Angriff wurden gute Chancen herausgespielt. Nur leider stand nun immer häufiger Jan Kulhanek oder auch zweimal der Pfosten im Weg. Trainer Jan Gorr zeigte sich nach dem Spiel sichtlich zufrieden mit seiner Abwehr: “Die Abwehr- und Torhüterleistung war durchgehend auf einem hohen Level.” Diese Nachlässigkeiten bestrafte Coburg in der Folge konsequent und 4. Minuten vor dem Ende traf Felix Sproß zur 17:21 Vorentscheidung. Rimpar stemmt sich noch einmal gegen die Niederlage, aber es reichte nicht mehr und so stand am Ende eine sehr bittere 20:23 Niederlage in diesem prestigeträchtigen Derby.

Zu jeder Zeit fairer Umgang auf und neben dem Feld

Das junge Wolfsrudel hat an diesem Abend alles in die Waagschale geworfen und kann gestärkt aus diesem Doppelspieltag hervorgehen. Die Kür für die extrem starke Defensive wurde leider verpasst. Nach Spielschluss war der die Freude auf der Coburger Seite sehr enthusiastisch. Mindestens genauso groß war bei den Wölfen die Enttäuschung über die unglückliche Niederlage. Hervorzuheben ist, dass zum einen die Spieler und Verantwortlichen über das ganze Spiel hinweg hart aber fair miteinander umgegangen sind. Zum anderen sind aber auch die Fans beider Mannschaften ruhig geblieben und haben sich stets darauf konzentriert ihre jeweiligen Mannschaften zu unterstützen. Bei aller Enttäuschung kann man sagen, dass dieses Derby sehr gute Werbung für den Sport in der Region war. Man kann sich nun bereits auf das Rückspiel in Coburg freuen.

Danke an die zahlreichen Fans für eure Unterstützung!

von Michael Schulz - 13.11.2018