4. Januar 2020: Wölfesichtung!
30. September 2019
v.li.: Rimparer Spieler feiern den Sieg nach Spielende, 28.09.2019, Würzburg, Handball, 2. Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden
Vorbericht
TV Hüttenberg
1. Oktober 2019

v.li.: Steffen Kaufmann (DJK Rimpar Wölfe), Patrick Schmidt (DJK Rimpar Wölfe), Arseniy Buschmann (HC Elbflorenz Dresden), 28.09.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden


Spielbericht


HC Elbflorenz



Beide Teams gingen an diesem Samstagabend arg gebeutelt in die Partie: Auf Seiten der Wölfe hatte unter der Woche die Grippewelle um sich gegriffen und bei den Gästen aus Dresden fehlten mit Nils-Holger Kretschmer, Marc Pechstein und Gabor Pulay gleich drei Rückraumspieler. Vor allem zu Beginn war es das erwartet umkämpfte Spiel, in welchem die Wölfe über 40 Minuten die volle Kontrolle hatten. Danach wurde es noch einmal etwas spannend, aber letztlich konnte der zweite Heimsieg verdient eingetütet werden. Zusammen mit etwa 1.500 Zuschauern in der s.Oliver-Arena durfte man, nach dem 25:22, die nächsten zwei Punkte der Saison bejubeln.
 
 
Anfangsphase ausgeglichen mit Zwischenspurt vor der Pause

Der HC Elbflorenz startete gut in die Partie und konnte immer wieder vorlegen. Beide Abwehrreihen zeigten von Beginn an, dass sie sich gut auf den Gegner eingestellt hatten. Bereits nach vier Minuten waren auf Seiten der Wölfe alle gelben Karten aufgebraucht. Was dafür sprach, dass die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt mit der nötigen Einstellung und Aggressivität zu Werke ging. Bis zum 5:6 durch Sebastian Greß ging der Gast aus Dresden immer wieder mit einem in Front und die Wölfe zogen nach. Auch in diesem Fall fiel auf Seiten der Wölfe der nächste Treffer. Steffen Kaufmann erzielte den 6:6-Ausgleich in der 16. Spielminute. Zwei Minuten später war es dann Linksaußen Dominik Schömig, der auf 7:6 erhöhte und damit die Hausherren erstmals in Führung bringen konnte. Trotz einer Unterzahlsituation beim Stand von 9:7 konnten die Wölfe bis zur Pause einen echten Lauf starten. Die Defensive schaltete noch einen Gang hoch und zwang die Gäste zu Fehlern. Die Ballgewinne wurden konsequent genutzt und so konnte man sich Tor um Tor absetzen. Ein 5:0-Lauf in den letzten acht Minuten vor der Pause besiegelte die 15:8 Pausenführung. Es war zugleich auch ein erstes Stimmungshoch in der s.Oliver-Arena zu spüren und die Fans verabschiedeten die Mannschaft lautstark in die Kabine.

Bis zur 40. Spielminute alles unter Kontrolle

Trainer Ceven Klatt konnte sehr zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft, aber er appellierte auch, nicht nachzulassen. Die Mannschaft war ebenfalls bereit, weiter Vollgas zu geben und die Gäste nicht mehr in die Partie kommen zu lassen. Die Abwehr stand weiterhin gut und vorne spielte man die Angriffe ebenfalls konsequent zu Ende. Per Tempogegenstoß erhöhte Benedikt Brielmeier auf 19:10 für die Hausherren und schloss damit einen weiteren 3:0-Lauf aus Sicht der Wölfe ab. Gästetrainer Rico Göde sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und versuchte nochmal auf das Spiel einzuwirken. Nach eben diesem Timeout meldete sich Dresden wieder zurück und zeigte, warum man gegen den Topklub VfL Lübeck-Schwartau gewinnen konnte. Trotz einer direkten roten Karte gegen Routinier Henning Quade nach einem Foul an Steffen Kaufmann, kamen die Gäste wieder näher heran. Der nun stark aufspielende Rechtsaußen Nils Gugisch verkürzte 15 Minuten vor dem Ende auf 19:14. Nach einigen Fehlwürfen der Wölfe konnte Gugisch beim Stand von 20:17 die Gäste zum ersten Mal wieder auf drei Tore heranbringen.

Jetzt war es wieder eine sehr spannende Partie und die Wölfe standen unter Zugzwang. Mit der Unterstützung der Zuschauer im Rücken legten die Hausherren immer wieder ein Tor vor und gingen ein ums andere Mal mit vier Toren in Führung. Lukas Böhm erzielte in der Schlussphase zwei sehenswerte und immens wichtige Tore in Folge von der halbrechten Position zum 22:19, sowie zum 23:19. Trotz dem zwischenzeitlichem Versuch des HC Elbflorenz mit dem siebten Feldspieler zu agieren, kamen die Dresdener nicht mehr näher als drei Tore heran. Erst als Benedikt Brielmeier in der 58. Spielminute auf 24:20 erhöhte, waren sich alle in der Halle sicher, dass diese Punkte im Wolfsrevier bleiben würden. Als die Schlusssirene beim Stand von 25:22 ertönte, war man auf Seiten der Wölfe sichtlich erleichtert und froh, dass man die beiden Punkte eintüten konnte. Aber allen Beteiligten war auch bewusst, dass man solche Spiele souveräner zu Ende spielen muss.
 
 
Doch Einstellung, Wille und Leidenschaft haben an diesem Abend wieder einmal gepasst. Genau diese Attribute werden bereits beim nächsten Auswärtsspiel gegen den TV Hüttenberg wieder benötigt, um dort bestehen zu können. Gerade zu Hause konnten die Hüttenberger bereits in dieser Saison überzeugen und Topteams wie Coburg bezwingen. Die Wölfe freuen sich auf die Unterstützung vor Ort und für die Fans, die nicht nach Hüttenberg reisen können, wird das Spiel natürlich wie immer auf sportdeutschland.tv übertragen. Gemeinsam will man im fünften Auswärtsspiel der Saison die nächsten zwei Punkte einfahren und den guten Saisonstart weiter ausbauen.

Statistik:

Wölfe: Brustmann (5 Paraden), Wieser (1 Parade), Schömig 5, Böhm 2, Karle, Gempp, Schmidt 5, Kaufmann 4, Siegler 2, Meyer, Schulz 2, Backs, Brielmeier 4, Herth, Sauer 1

HC Elbflorenz: Huhnstock (9 Paraden), Göres, Dierberg 1, Gugisch 7, Buschmann 2, Greß 1, Mindaugas 3, Jungemann, Hoffmann, Vanco 3, Quade, Kasal 1, Thümmler 4

Siebenmeter: 2/3 / 1/ 2

Zeitstrafen: 5 / 4 (Rote Karte Quade 44 Spielminute)

von Michael Schulz - 23.09.2019

 

ECHT - WILD - TREU - GIERIG